+++Börsen-Ticker+++ - Dow Jones schwingt sich weiter nach oben

Die Hoffnung auf Fortschritte im US-chinesischen Zollstreit hat der Wall Street am Dienstag weiteren Auftrieb verliehen.
08.01.2019 22:42
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 1,09 Prozent bei 23 787,45 Punkten und setzte damit seinen Aufwärtstrend seit Weihnachten fort. Am 24. Dezember war der US-Leitindex auf den tiefsten Stand seit rund 15 Monaten gefallen und hat sich seitdem bereits um rund 9 Prozent erholt. Der marktbreite S&P 500 stieg am Dienstag um 0,97 Prozent auf 2574,41 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,98 Prozent auf 6551,85 Punkte.

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von Union Pacific mit einem Kursanstieg von 8,7 Prozent auf. Die Bahngesellschaft hatte mitgeteilt, den Branchenveteran Jim Vena zum neuen Chief Operating Officer berufen zu haben.

Im Dow waren die Boeing-Papiere mit einem Gewinn von 3,8 Prozent ganz oben im Tableau zu finden. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat seine Rolle als weltgrösster Flugzeugbauer vor seinem europäischen Rivalen Airbus im vergangenen Jahr knapp verteidigt. Der US-Konzern lieferte insgesamt 806 Verkehrsflugzeuge aus, Airbus kam auf 800 Maschinen. Zudem meldete Boeing 893 Bestellungen für neue Flugzeuge.

Dagegen liess die Nachricht, dass Oracle-Gründer Larry Ellison mit rund einer Milliarde US-Dollar oder 1,75 Prozent an Tesla beteiligt ist, die Aktien des Elektroauto-Herstellers kalt: Sie stiegen lediglich um 0,1 Prozent, hatten am Vortag allerdings einen Kursanstieg von mehr als 5 Prozent verzeichnet. Ellisons Beteiligung ist insofern pikant, als er erst jüngst als "unabhängiger" Direktor in Teslas Verwaltungsrat berufen worden war. Das Gremium ist dafür zuständig, Vorstandschef Musk auf die Finger zu schauen, dessen Macht einige Aktionäre und die Börsenaufsicht SEC beschneiden wollen. Ellison hatte zuvor eingeräumt, mit Musk eng befreundet zu sein.

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18:30

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag ordentliche Gewinne verbucht. Die Verluste vom schwachen Wochenauftakt machte der SMI damit wieder wett und schloss sogar klar über der 8'600-Punkte-Marke.

Der Swiss Market Index (SMI) gewann 1,1 Prozent auf 8'629,48 Punkte. Im Hoch erreichte der SMI gar 8'670,67 Punkte.

Von den 30 SLI-Titeln schlossen alle bis auf fünf den Handel im Plus. Die Ausschläge bei den einzelnen Titeln waren relativ hoch: Die Bandbreite reichte von -4 bis +11 Prozent.

Aus der Reihe tanzten Sika (-4,0%), die gegen den Trend klar im Minus schlossen. Die vielen Gewinner führten hingegen AMS (+11%) mit einem kräftigen Plus an. Aufwärts ging es auch mit Swiss Life (+3,2%) und Adecco (+3,1%). Beide Titel profitierten von Kaufempfehlungen.

Auch die Schwergewichte waren bei den Gewinnern anzutreffen: Für Roche und Novartis (+1,9%) ging es dabei deutlicher aufwärts als für Nestlé (+0,5%).

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:00

Die schwindende Hoffnung auf eine Rettung in letzter Minute brockt Sears den grössten Kursturz der Firmengeschichte ein. Die Aktien des insolventen US-Traditionskaufhauses fallen um knapp 50 Prozent auf 0,15 Dollar. Im Gegenzug legten die von Macy's und JCPenney um 0,2 und 8,2 Prozent zu. Der Wegfall des Konkurrenten Sears könnte anderen Kaufhaus-Betreibern zusätzliche Marktanteile bescheren, sagt Neil Saunders, Manager beim Branchendienst GlobalData Retail.

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15:50

Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung am Dienstag um jeweils gut ein Prozent.

In Peking trafen sich Delegationen aus den USA und China, um über den seit Monaten schwelenden Konflikt zu beraten. Einem Tweet von US-Präsident Donald Trump zufolge verliefen die Gespräche "sehr gut". Die Verhandlungen, die Bereitschaft der US-Notenbank zu behutsamen Zinserhöhungen und die anhaltend robuste Konjunktur machten Aktien attraktiv, sagte Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda.

Investoren griffen unter anderem bei Werten zu, die stark vom China-Geschäft abhängen. Hierzu gehörten der Airbus-Rivale Boeing und der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar, deren Aktien bis zu 1,8 Prozent gewannen. Zu den Favoriten zählten außerdem die Papiere der Fahrzeug-Hersteller General Motors (GM) und Ford. Ihre Titel legten zur Eröffnung jeweils etwa 2,5 Prozent zu. Einem Medienbericht zufolge plant China ein Programm zur Ankurbelung des Autoabsatzes.

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14:38

Ein Medienbericht über Pläne der chinesischen Regierung zur Ankurbelung des Autoabsatzes gibt den Fahrzeug-Herstellern und Zulieferern Schub. Der europäische Branchenindex steigt um 2,9 Prozent, die Aktien von BMW, Daimler und Volkswagen gewinnen bis zu 2,2 Prozent. Continental legen sogar 3,8 Prozent zu.

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12:38

Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen und haben damit an die Gewinne der vergangenen Handelstage angeknüpft. Ein Barrel der Nordseesorte Brent (159 Liter) kostete gegen Mittag 58,31 US-Dollar. Das waren 98 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 76 Cent auf 49,28 Dollar.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt hält sich am Dienstag klar im Plus, wobei der Leitindex SMI vorübergehend sogar die 8'600-Punkte-Marke geknackt hat.  Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 12 Uhr 0,9 Prozent auf 8'612 Punkte.

Das Hauptaugenmerk ziehen Sika auf sich, die gegen den Trend klar im Minus notieren (-2,4%). Als Hauptgrund dafür gelten die neusten Angaben des Unternehmens zur Profitabilität, welche markant unter den Erwartungen ausfielen.

Neben Sika geben einzig Geberit (-5,3) und Sonova (-1,3%) mehr als 1% nach. Die Geberit-Titel leiden unter einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs.

Auf der anderen Seite wird das lange Gewinnerfeld von AMS (+4%) angeführt. Dieses Plus ist umso beachtlicher, weil sich der südkoreanische Technologieunternehmen Samsung zuvor eher vorsichtig über die Geschäftsentwicklung geäussert hatte.

Aufwärts geht es auch mit den Swiss-Life-Aktien. Diese profitieren davon, dass JPMorgan die Papiere im Rahmen einer Branchenstudie neu mit "Overweight" einstuft. Hier verweisen die Experten auf die Ankündigung des Versicherers, die Ausschüttungsquote zu erhöhen.

Gewinne von über 2 Prozent verbuchen daneben noch Adecco (+2,3%), Swatch (+2,2%) und ABB (+2,2%).

Die Schwergewichte sind alle bei den Gewinnern anzutreffen, wobei es mit den Pharmapapieren von Roche (+1,6%) und Novartis (+1,1%) deutlicher aufwärts geht als mit Nestlé (+0,7%). Bei Novartis dürfte leicht stützend wirken, dass die US-Zulassungsbehörde dem Mittel Crizanlizumab den Status "Therapiedurchbruch" zugesprochen hat.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen sie hier.

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09:20

Der Schweizer Aktienmarkt eröffnet am Dienstag mit höheren Kursen. Unter Druck geraten jedoch die Aktien von Sika und Geberit. Der Swiss Market Index (SMI) legt kurz nach Börseneröffnung um 0,6 Prozent auf 8585 Punkte zu. Das Hauptthema auch an diesem Tag sind die Verhandlungen zwischen den USA und China im Zollstreit. Unterhändler beider Länder waren bereits am Montag in Peking zu zweitägigen Verhandlungen zusammengekommen. Es sind die ersten direkten Handelsgespräche, seit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vor fünf Wochen einen 90-tägigen "Waffenstillstand" vereinbart hatten.

Bei Sika (-2,5 Prozent) reagieren Investoren verschnupft auf den in Aussicht gestellten Gewinn. Während der Bauchemikalienhersteller mit seinem Umsatz von 7,09 Milliarden Franken die Erwartungen der Analysten erfüllte, fällt der erwartete operative Gewinn mit 940 bis 960 Millionen Franken schwächer aus als erwartet.

Geberit (-2,4 Prozent) gehören zu einem der zahlreichen Werte an diesem Morgen, die durch Analystenkommentare bewegt sind. Im Fall des Sanitärspezialisten rät Goldman Sachs neu zum Verkauf der Titel.

Bei der Swiss Life (+2,5 Prozent) dagegen haben die Analysten von JPMorgan neu die Empfehlung ausgegeben, die Titel im Portfolio überzugewichten. Bei ABB (+1,8 Prozent) wiederum soll laut Händlern das US-Haus Merrill Lynch eine Kaufempfehlung ausgesprochen haben. Nachdem die Aktien am Vortag noch zu den schwächeren Werten zielen, verstärkt sich damit das Aufholpotenzial.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,4 Prozent zu. Im gestrigen Handel hat der Leitindex um 0,8 Prozent auf 8'536 Punkte nachgegeben. 

Sika hat die Zahlen zum vierten Quartal 2018 bekanntgegeben und gleichzeitig publik gemacht, dass der französische Mörtelhersteller Parex übernommen werden soll. Die Aktie gibt vorbörslich 1,2 Prozent nach. Ebenfalls im Minus ist nach einer Herunterstufung Geberit (-1,3 Prozent).

Die restlichen SMI-Werte werden vorbörslich allesamt höher gesehen. Am deutlichsten ist die Zunahme bei ABB und Adecco (je +2,4 Prozent) sowie bei Swiss Life (+1,9 Prozent).

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08:05

Hoffnung auf eine baldige Lösung im Handelsstreit hat den japanischen Börsen am Dienstag Auftrieb gegeben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 0,8 Prozent auf 20.204 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index legte ein halbes Prozent zu.

"Der Pessimismus an den Märkten hat sich wieder gelegt", sagte Anlagestratege Masanari Takada von der japanischen Bank Nomura. Ermutigt hätten die Anleger vor allem die seit Montag laufenden Handelsgespräche in China zwischen Vertretern aus Peking und Washington. US-Handelsminister Wilbur Ross hatte im Vorfeld erklärt, er sehe gute Chancen für eine Lösung.

Anleger fragten angesichts eines schwächeren Yen unter anderem Exportwerte nach. So schlossen die Aktien des Roboterbauers Fanuc und des Autoherstellers Honda jeweils gut drei Prozent fester. Im Fokus stand auch der Autobauer Nissan. Der in Japan verhaftete Ex-Chef von Nissan, Carlos Ghosn, beteuerte bei der ersten Anhörung vor Gericht seine Unschuld. Der 64-Jährige steht unter Verdacht, jahrelang sein Einkommen unvollständig angegeben zu haben. Die Nissan-Aktien notierten kaum verändert bei 895 Yen.

An den Börsen in China waren Investoren allerdings nicht ganz so zuversichtlich wie in Tokio. Der Bluechips-Index CSI300 notierte 0,2 Prozent schwächer. In Hongkong kam der Leitindex Hangseng kaum vom Fleck. Auch die chinesische Währung Yuan schwächte sich ab. 

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07:45

Der Euro ist am Dienstag gegenüber dem US-Dollar gesunken. Aktuell wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1454 Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Auch gegenüber dem Franken schwächt sich der Euro etwas ab. Am Dienstagmorgen kostet er 1,1228 nach 1,1244 Franken am Vorabend. Der Dollar notiert derweil etwas höher bei 0,9801 Franken.

Marktbeobachter sprechen von einer leichten Gegenbewegung, nachdem der Dollar in den vergangenen Handelstagen wegen der Aussicht auf langsame Zinserhöhungen in den USA unter Druck geraten war und der Euro im Gegenzug Auftrieb erhalten hatte.

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06:35

Die japanischen Börsen haben den jüngsten Aufwärtstrend am Dienstag fortgesetzt. Händler verwiesen auf Hoffnungen, dass sich der Handelsstreit zwischen den USA und China entspannt. Beide Länder verhandeln momentan in Peking. US-Handelsminister Wilbur Ross hatte im Vorfeld erklärt, er sehe gute Chancen für eine Lösung.

In Tokio stieg der Nikkei-Index der 225 führenden Werte um 1,4 Prozent auf 20'320 Punkte und hielt sich damit über der psychologisch wichtigen Marke von 20.000 Zählern. Händler griffen angesichts eines schwächeren Yen unter anderem bei Exportwerten zu. Sorgen vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft hatten zuletzt meist für Verkäufe gesorgt. Der Nikkei fiel Ende Dezember auf den niedrigsten Stand seit April 2017. Danach erholte er sich wieder.

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06:30

Der Euro wertete im fernöstlichen Handel um 0,24 Prozent ab. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,1447 Dollar.

(cash/AWP/Reuters)