+++Börsen-Ticker+++ - Dow nähert sich weiter seinem Rekordhoch

Mit Rückenwind von US-Arbeitsmarktdaten aus dem Monat März haben die Börsen an der Wall Street am Freitag ihren starken Lauf nach oben fortgesetzt.
06.04.2019 00:43
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Im Dow Jones Industrial bröckelten zwar die frühen Gewinne etwas ab, dennoch nähert er sich beharrlich seinem Rekordhoch im vergangenen Jahr. Zum Handelsschluss blieb dem US-Leitindex ein kleines Plus von 0,15 Prozent auf 26 424,99 Punkte, womit er im Wochenverlauf um 1,9 Prozent stieg. Nun fehlen dem weltweit wichtigsten Börsenbarometer nur noch etwas mehr als 500 Punkte oder 2 Prozent bis zum Höchststand von Anfang Oktober 2018.

Der den breiten Markt abbildende S&P 500 stieg am Freitag um 0,46 Prozent auf 2892,74 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,51 Prozent auf 7578,84 Zähler.

Die US-Wirtschaft hatte im März wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen. Ausserhalb der Landwirtschaft waren 196 000 neue Stellen entstanden. Analysten hatten im Mittel dagegen nur mit 177 000 neuen Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote verharrte zugleich bei 3,8 Prozent. Der Anstieg der Löhne und Gehälter schwächte sich ab.

"Da soll noch einer sagen, es liefe in der US-Wirtschaft nicht", kommentierte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein die Zahlen. Entgegen Mutmassungen von einer nahenden Rezession zeige der Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten noch immer Vitalität. "Eine schlichtweg solide Zahl wurde heute präsentiert."

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17:30

Die Schweizer Börse hat die erste Handelswoche im April uneinheitlich beendet. Zwar resultierte beim Leitindex SMI durch Dividendenabschläge am Freitag ein kleines Minus, die übrigen Indizes wiesen jedoch zumeist kleine Pluszeichen auf. Die Stimmung sei Dank der Hoffnung auf eine baldige Beilegung des Handelsstreits der USA mit China recht gut gewesen, sagten Händler. Die Brexit-Unsicherheit verhindere aber neue Hochs.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,24 Prozent tiefer auf 9'541,15 Punkten. Der dividendenkorrigierte SMIC stieg jedoch um 0,14 Prozent. Gegenüber dem Vorwochenschluss legte der SMI um 0,7 Prozent zu. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gab mit -0,08 Prozent leicht auf 1'474,81 Stellen ab und der dividendenbereinigte breite Swiss Performance Index (SPI) gewann wiederum 0,26 Prozent auf 11'385,65 Zähler hinzu. Von den 30 SLI-Werten schlossen 20 im Plus und zehn im Minus.

Kräftige Gewinne verzeichneten Tech-Aktien und zyklische Valoren. Mit einem Plus von 4,5 Prozent standen die Anteile des Chipherstellers AMS an der Spitze. Dahinter folgte der Hersteller von Bankensoftware Temenos (+1,6%), dessen Aktien sich laut Händlern zunehmender Beliebtheit im Ausland erfreuen.

Clariant, Sonova, Sika und Partners Group zählten mit +1,3 bis +1,0 Prozent ebenfalls zur Spitzengruppe im SMI/SLI. Etwas dahinter folgen Vifor Pharma, Kühne + Nagel, Givaudan, Logitech oder Swiss Life mit Aufschlägen von 0,7 bis 0,9 Prozent.

Die nominal grössten Einbussen verzeichneten Ex-Dividende Zurich Insurance (-4,4% od. -14,60 Fr.) und Geberit (-1,5% od. -6,00 Fr.). Bereinigt um die Dividendenabschläge von 19 respektive 10,80 Franken resultierte jedoch ein Plus. Etwas deutlicher waren zudem noch die Abgaben bei Richemont (-1,1%), Swisscom (-0,9%) und Dufry (-0,5%).

Die Grossbanken UBS (-0,6%) und CS (-0,7%) rutschten gegen Handelsende klar ins Minus, während Julius Bär (+0,1%) ein knappes Plus verteidigen konnte. Bei den Indexschwergewichten schwang Nestlé (+0,4%) obenaus, während die Pharmariesen Novartis und Roche (je +0,1%) nur gut gehalten waren.

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16:00

Die schwindende Furcht der Anleger vor einer Konjunkturabkühlung hat der Wall Street am Freitag Kursgewinne beschert.  Der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht der US-Regierung fiel besser aus als erwartet. Ausserdem versprühte US-Präsident Donald Trump Optimismus im Handelsstreit der USA mit China. "Der solide Jobanstieg im März hilft, die Rezessionsängste der Investoren zu unterdrücken", sagte Analyst Joe Manimbo vom Handelshaus Western Union Business Solutions. Das schwächere Stundenlohn-Wachstum deute zudem darauf hin, dass die US-Notenbank Fed mit weiteren Leitzinsanhebungen erst einmal abwarten werde.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,3 Prozent auf 26'455 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,2 Prozent zu, der Nasdaq-Index um 0,3 Prozent.

Anleger von Amazon reagierten erleichtert über die Vereinbarung von Firmenchef Jeff Bezos mit seiner Ex-Frau MacKenzie Bezos, die ihm weiterhin die Kontrolle über den Online-Händler gewährleistet. Bezos soll nach der Trennung 75 Prozent der gemeinsamen Aktien und alle Stimmrechte behalten. Manche Investoren hatten einen schmutzigen Scheidungskrieg mit unabsehbaren Folgen für Amazon befürchtet. Die Amazon-Aktien gewannen ein Prozent.

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15:48

US-Staatsanleihen sind am Freitag nach der Veröffentlichung von US-Arbeitsmarktdaten kaum verändert in den Handel gegangen. Anleger warten nach wie vor ab, wie sich der Ausgang der Handelsgespräche zwischen China und den USA entwickelt. Zuletzt hatten es Hinweise auf ein baldiges Abkommen gegeben.

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14:41

Die US-Wirtschaft hat im März wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen.  Ausserhalb der Landwirtschaft seien 196 000 Stellen neu entstanden, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel mit 177 000 neuen Jobs gerechnet. Der Zuwachs folgt auf eine schwache Entwicklung im Februar. Allerdings wurden die Zahlen für Februar und Januar nachträglich nach oben korrigiert. Demnach sind in den beiden Monaten insgesamt 14 000 Stellen mehr entstanden als bisher gedacht.

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14:20

Analysten der Bank of America trauen dem S&P 500 in den kommenden Monaten einen Anstieg über 3000 Punkte. Im zweiten Quartal werde der viel beachtete US-Index neue Rekordstände über dieser Marke erreichen, prognostizierten die Experten der US-Investmentbank am Freitag. Danach werde die Rally aber wohl erst einmal vorbei sein. Denn wie aus einer wöchentlichen Bestandsaufnahme der Aktienmärkte hervorging, zogen Investoren in der Woche zum 3. April 7,7 Milliarden Dollar aus Aktien ab und stecken 11,4 Milliarden Dollar in die als sicherer geltenden Anleihen. Es war die 13. Woche in Folge, dass die Anleihenmärkte Zuflüsse verzeichneten.

Der S&P 500 legte seit Anfang des Jahres knapp ein Viertel zu auf aktuell rund 2879 Punkte. Im September hatte der Index ein Rekordhoch von 2940 Zählern erreicht.

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11:50

Die Schweizer Börse neigt am Freitag leicht zur Schwäche. Die Stimmung sei zwar dank der Hoffnung auf eine baldige Beilegung des Handelsstreits der USA mit China recht gut, sagen Händler.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 11.45 Uhr um 0,4 Prozent tiefer auf 9'524 Punkten.

Die stärksten Einbussen verzeichnen Zurich Insurance (-4,4% auf 14,80 Fr.) und Geberit (-1,8% auf 7,50 Fr.). Sie werden ex-Dividende von 19 respektive 10,80 Franken gehandelt.

Etwas leichter sind ausserdem Swisscom (-0,5%) und Richemont (-0,2%)

Kräftige Gewinne verzeichnen zyklische Valoren. Mit einem Plus von 2,7 Prozent stehen die Anteile des Chipherstellers AMS an der Spitze. Dahinter folgt der Hersteller von Bankensoftware Temenos (+2,4%), dessen Aktien sich laut Händlern zunehmender Beliebtheit im Ausland erfreuen.

Sonova (+1,2%), Partners Group (+1,0%) und Lonza (+0,9%) zählen ebenfalls zur Spitzengruppe bei den Blue Chips. Etwas abgeschlagen folgen Kühne+Nagel (+0,7%), Clariant (+0,6%), Logitech (+0,6%) und Sika (+0,5%).

Finanzwerte geben anfängliche Gewinne mehrheitlich preis. So schmilzt bei Julius Bär ein Plus von mehr als einem Prozent im Verlauf auf noch 0,1 Prozent. Credit Suisse büssen den Gewinn praktisch ein und UBS rutschen gar ins Minus ab. Partners Group (+1,0%) dagegen bleiben gefragt.

Die Indexschwergewichte Nestlé (+0,1%), Novartis (-0,1%) und Roche (-0,1%) sind nahezu unverändert.

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09:39

Das wiedererwachte Interesse an Bitcoin schwappt auf die Unternehmen aus der Cyberwährungsbranche über. Die Aktien der Bitcoin Group, die eine Handelsplattform für Internet-Devisen betreibt, steigen um 8,5 Prozent auf 30,70 Euro. Die Cyberwährung Bitcoin gewinnt rund 2,5 Prozent und pendelt um die psychologisch wichtige Marke von 5000 Dollar.

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09:10

Der SMI erreicht mit dem Börsenstart seinen Rekordstand noch nicht. Der Handel ist allerdings geprägt von einigen Dividendenabgängen.  Der SMI geht kaum verändert bei 9566 Punkten in den Handel. Am Vortag hatte der Leitindex um 0,07 Prozent leichter mit 9'563,71 Zählern geschlossen und damit in Griffweite des Rekordhochs von 9'616 Punkten vom Januar 2018.

Die Hoffnung auf eine baldige Beilegung des US-chinesischen Handelsstreits stimme die Anleger rund um den Globus zwar zuversichtlich, heisst es am Markt. Aber die Marktteilnehmer dürften sich vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts zurückhalten.

Die Hoffnung auf ein Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China wurde von Präsident Donald Trump genährt. "Wir stehen kurz davor, einen Deal zu machen", sagte Donald Trump am Vorabend bei einem Treffen mit dem chinesischen Vizeministerpräsidenten Liu He im Weissen Haus. Auch Chinas Präsident Xi Jinping sah die Handelsgespräche auf einem guten Weg.

 

 

Impulse für einen Anstieg in Richtung Rekordhoch könnten am Nachmittag von der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für März ausgehen. Die Anleger rechnen weiterhin mit einer robusten Entwicklung auf dem amerikanischen Stellenmarkt. Die am Donnerstag veröffentlichten wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren so tief wie seit fast 50 Jahren nicht mehr.

Geberit (-1,3 Prozent) und Zurich Insurance (-5 Prozent) werden ex-Dividende von 10,80 Franken und 19 Franken gehandelt. Die übrigen Titel zeigen sich nach dem Börsenstart unauffällig. Im Moment zeigt UBS (+0,8 Prozent) den stärksten Kursanstieg. Bei den SMIM-Werten sticht mit Sulzer (-2,7 Prozent) ebenfalls eine ex-Dividende (von 3,50 Franken) gehandelte Aktie im einem Minus heraus.

Die Aktien von Ems-Chemie (+3,9 Prozent) steigen. Der Spezialchemiekonzern hat zum Jahresauftakt die positive Umsatzentwicklung von 2018 fortgesetzt und den Umsatz stärker als erwartet um 1,5 Prozent auf 604 Millionen Franken gesteigert. Von AWP befragte Analysten hatten lediglich im Durchschnitt mit einem Umsatz von 575 Millionen Franken gerechnet.

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08:15

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Zollstreits zwischen den USA und China hat der Tokioter Börse Auftrieb verliehen. Der Nikkei-Index stieg am Freitag um 0,3 Prozent auf 21.793 Punkte. Die Börsen in Shanghai und Hongkong blieben wegen eines Feiertags geschlossen. "Investoren schöpfen bereits Mut aus den Signalen über Fortschritte bei den Verhandlungen", sagte Shoji Hirakawa, Chef-Anlagestratege des Research-Haus Tokai Tokyo.

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08:10

Der SMI steht vorbörslich bei 9558 Punkten leicht tiefer. Der Rückgang beträgt aber nur 0,05 Prozent, was am Ex-Dividendenhandel liegt. Die Aktien von Zurich (-4,8 Prozent) und Geberit (-2,2 Prozent) werden heute um die Höhe der Dividende gekürzt. 

Die übrigen Aktien zeigen leicht nach oben. Die Schwergewichte Roche und Novartis steigen je um circa 0,2 Prozent, Nestlé um 0,7 Prozent (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch

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07:30

Der Euro hat sich am Freitag bisher wenig bewegt. Zum US-Dollar notiert die Gemeinschaftswährung am Morgen bei 1,1227 und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Zum Franken zeigt sich der Euro bei einem Kurs von 1,1228 ebenfalls wenig verändert. Der Dollar bewegt sich zum Franken weiter im Bereich der Parität und notiert aktuell mit gerundeten 1,0000 knapp darüber.

Kurz vor dem Wochenende rücken Konjunkturdaten stärker in den Fokus. Am Nachmittag steht die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für März auf dem Programm. Die Anleger rechnen weiterhin mit einer robusten Entwicklung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt.

Die Hoffnung auf ein Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China sorgt für eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten. "Wir stehen kurz davor, einen Deal zu machen", sagte US-Präsident Donald Trump am Vorabend bei einem Treffen mit dem chinesischen Vizeministerpräsidenten Liu He im Weissen Haus. Allerdings sei ein Abkommen weiterhin nicht garantiert, bevor nicht alle Streitpunkte aus dem Weg geräumt seien. Auch Chinas Präsident Xi Jinping sah die Handelsgespräche auf einem guten Weg.

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06:40

US-Präsident Donald Trump hält nach eigenen Angaben ein Handelsabkommen mit China innerhalb von etwa vier Wochen für denkbar. Es würden bei den laufenden Gesprächen schnelle Fortschritte erzielt, sagte Trump anlässlich eines Treffens mit dem chinesischen Unterhändler Liu He. Auch dieser sprach von grossen Fortschritten.

 

 

Der Nikkei der 225 führenden Werte der japanischen Börse liegt zur Stunde um 0,4 Prozent bei 21'812 Punkten höher und damit auf den höchsten Stand seit einem Monat.

Bei den Einzelwerten kletterten die Aktien von Japan Post Insurance drei Prozent in die Höhe, nachdem der Lebensversicherer den Rückkauf von bis zu 50 Millionen Anteilsscheinen bekanntgegeben hatte.

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05:05

Der Schweizer Franken notiert bei rund 0,9999 Franken je Dollar und bei etwa 1,1228 Franken je Euro

Der Euro bewegte sich im fernöstlichen Handel zum Dollar kaum. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1223 Dollar. Zum Yen legte die US-Währung auf 111,80 Yen zu.

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02:05

Wegen eines Feiertages bleiben die Aktienmärkte in China und Hongkong am heutigen Freitag geschlossen. Der Handel wird wieder am Montag (8. April) aufgenommen.

(Reuters)