+++Börsen-Ticker+++ -  Fed und Zahlen treiben Dow über 25 000 Punkte

Die vorsichtige Fed und gut aufgenommene Quartalsberichte haben am Mittwoch bei den Anlegern an der Wall Street für gute Laune gesorgt.
30.01.2019 22:41
Die Trader an der Wall Street freuen sich.
Die Trader an der Wall Street freuen sich.
Bild: Bloomberg

22:30

Erst sorgten Apple und Boeing mit kräftigen Kursgewinnen für Rückenwind, dann trieb die Notenbank den Dow Jones Industrial mit ihren Aussagen erstmals seit Anfang Dezember wieder über die Marke von 25 000 Punkten. Der Leitindex schloss 1,77 Prozent höher bei 25 014,86 Zählern.

Die Fed hatte ihren Leitzins zwar erwartungsgemäss unverändert belassen, sie signalisierte aber bei künftigen Zinsanpassungen eine "geduldige" Vorgehensweise. Der Vorsitzende Jerome Powell stellte nach der Zinssitzung eine Pause vom bisherigen Zinsanhebungskurs in Aussicht. Mit den Aussagen erfüllten die Währungshüter die zuvor von Anlegern geschürten Hoffnungen. Weiter steigende Zinsen hätten Festverzinsliche noch attraktiver gemacht gegenüber Aktien.

"Die Fed bekommt kalte Füsse", kommentierte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank die von ihm als "übervorsichtig" beurteilte Haltung der US-Währungshüter. "Möglicherweise befinden wir uns nicht in einer Zinserhöhungspause, sondern schon am Ende des aktuellen Erhöhungszyklus", ging Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners mit seiner Einschätzung einen Schritt weiter.

Die Rally bei Apple sorgte im Technologiesektor für besonders gute Stimmung, wie der entsprechende Auswahlindex Nasdaq 100 mit einem Anstieg um 2,64 Prozent auf 6807,91 Punkte zeigte. Der breit gefächerte S&P 500 rückte um 1,55 Prozent auf 2681,05 Punkte vor.

Apple rückten im Dow als Spitzenreiter um 6,8 Prozent vor, nachdem klar wurde, dass der Konzern die Umsatzflaute beim iPhone im vergangenen Quartal mit einem stabilen Gewinn ausgleichen konnte. Laut JPMorgan-Analyst Samik Chatterjee sieht es danach aus, als ob Absatzrisiken bei der Aktie grösstenteils eingepreist sind. Durch den Kurssprung ist die Aktie nun wieder mehr wert als zu Jahresbeginn, als eine Umsatzwarnung ausgesprochen wurde.

Die Rally im Technologiesektor dehnte sich auf die Papiere anderer US-Branchengiganten wie Amazon , Alphabet , Microsoft oder Facebook aus, die Kursanstiege zwischen 2,6 und 4,8 Prozent verbuchten. Von letzteren beiden Unternehmen wurden am Mittwoch nachbörslich die nächsten Zahlenvorlagen erwartet, genauso wie von Tesla . Die Titel des Elektroautobauers zogen im Vorfeld um fast 4 Prozent an.

Hilfreich im Technologiesektor war ausserdem ein optimistischer Ausblick von AMD . Die Umsatzprognose des Prozessorherstellers für das Jahr 2019 mildere die zuletzt aufgekommenen Ängste viele Investoren vor einer starken Abkühlung der Branchenkonjunktur, sagte ein Händler. AMD schossen an der Nasdaq um 20 Prozent nach oben.

Im Dow wurde Apple fast auf Augenhöhe von Boeing begleitet: die Aktie des Flugzeugbauers rückte um 6,25 Prozent auf den höchsten Stand seit Oktober vor. Geringere Steuern und glänzende Geschäfte mit Verkehrsflugzeugen hatten dem weltgrössten Flugzeugbauer 2018 ein überraschend dickes Gewinnplus eingebracht. Auch der Ausblick kam am Markt sehr gut an.

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17:30

Die Schweizer Börse ist am Mittwoch auf einen Seitwärtskurs eingeschwenkt. Kursgewinnen bei den Luxusgüterwerten standen Verluste im Gesundheitssektor gegenüber.  Der Leitindex SMI gewann 0,3 Prozent auf 8966 Zähler. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer noch 0,9 Prozent zugelegt. Händler erklärten, angesichts des Gezerres rund um den Brexit und vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Abend hielten sich die Anleger zurück.

Richemont profitierten wie die meisten anderen europäischen Luxusgüterwerte von guten Ergebnissen des französischen Branchenriesen LVMH und rückten 1,3 Prozent vor. Auch beim Uhrenhersteller Swatch griffen die Anleger zu, die Aktie stieg 1 Prozent. Mit Rückenwind von positiven Analysten-Kommentaren legten Nestle 1,2 Prozent zu.

Die stärksten Kursverluste im SMI fuhren Lonza ein. Die Aktien des Pharmazulieferers sackten 7,3 Prozent ab, nachdem das Unternehmen einen überraschenden Chefwechsel bekanntgegeben hatte. Zudem kamen die Jahreszahlen des Konzerns bei Investoren nicht gut an. Novartis gaben 0,1 Prozent nach. Experten begründeten das unter anderem mit dem verhaltenen Ausblick der Pharmafirma. Die Titel der Konkurrentin Roche gewannen trotz eines Rückschlags bei der Entwicklung eines Hoffnungsträgers gegen Alzheimer 0,3 Prozent.

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15:50

Ermutigende Geschäftszahlen von Apple und Boeing haben US-Anleger am Mittwoch an die Wall Street gelockt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterten jeweils um ein Prozent auf 24.840 und 7095 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,6 Prozent auf 2655 Zähler zu.

Nervennahrung für die Börsen lieferte Apple-Chef Tim Cook: Nach den Belastungen für das Geschäft durch den Handelsstreit zwischen den USA und China macht er nun Zeichen der Entspannung aus. Apple-Aktien legten knapp fünf Prozent zu. Auch weil das Geschäft mit Dienstleistungen wie etwa dem Musik-Streamingangebot Apple Music um abgelaufenen Quartal kräftig wuchs. Dies linderte Sorgen der Anleger wegen der geringeren iPhone-Nachfrage, die dem Konzern im wichtigen Weihnachtsgeschäft zu schaffen gemacht hatte.

Aktien von Boeing sprangen um mehr als sechs Prozent nach oben, da der weltgrösste Flugzeughersteller seine Gewinnerwartungen für 2019 nach oben schraubte. Aktien des Chipherstellers AMD stiegen um 16 Prozent. Der Konzern prognostizierte für das laufende Jahr ein überraschend starkes Umsatzwachstum.

Am Abend werden die Investoren vor allem an den Lippen von US-Notenbankchef Jerome Powell hängen. Die Anleger erhoffen sich eine Bestätigung ihrer Einschätzung, dass 2019 keine weiteren Zinserhöhungen kommen werden. Der Fed-Chef sah zuletzt angesichts der lahmenden Konjunktur keinen Grund zur Eile auf dem Weg zu höheren Zinsen.

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14:16

Der US-Konzern will 2019 mehr Flugzeuge ausliefern als im vergangenen Jahr. Der Marktführer peilt 895 bis 905 Maschinen an. 2018 verfehlte der Konzern allerdings wegen Engpässen bei der Zulieferung mit 806 Auslieferungen seine eigenen Ziele knapp. Im vierten Quartal 2018 stieg der Kerngewinn des Konzerns je Aktie auf 5,48 Dollar von 5,07 Dollar vor Jahresfrist. Der Markt hatte 4,57 Dollar erwartet. Boeing-Aktien stiegen vorbörslich um 6,6 Prozent.

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14:10

Die Ölpreise haben am Mittwoch an die Gewinne vom Vortag angeknüpft und weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 61,98 US-Dollar. Das waren 66 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 56 Cent auf 53,87 Dollar.

"Die US-Ölsanktionen gegen Venezuela führten mit etwas Verzögerung zu einem Anstieg der Ölpreise", erklärten Rohstoffexperten der Commerzbank die jüngste Preisentwicklung. Am Vortag hatte die US-Regierung den Druck auf Präsident Nicolas Maduro erhöht und Sanktionen gegen den wichtigen Ölsektor des lateinamerikanischen Landes angekündigt. Die Sanktionen richten sich gegen den staatlichen Ölkonzern PdVSA. Öl aus Venezuela dürfe zwar unter dem Sanktionsregime weiterhin eingekauft werden, die Zahlungen müssten jedoch auf Sperrkonten fliessen.f

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13:13

Trotz eines Umsatz- und Gewinnsprungs im Schlussquartal sind Wirecard am Mittwoch auf Tauchstation gegangen. Die Aktien des Zahlungsabwicklers verloren in der Spitze 3,3 Prozent auf 161,80 Euro. Sie bildeten damit das Schlusslicht im Dax. Börsianern zufolge nutzten Investoren die Zahlen, um Gewinne mitzunehmen. Seit Jahresbeginn kommen Wirecard auf ein Plus von gut 26 Prozent, der Dax selbst gewann im selbem Zeitraum rund sechs Prozent. Die Analysten der Baader Bank gehen davon aus, dass der Zahlungsabwickler auf Wachstumskurs bleiben wird. Das einzige Haar in der Suppe ist die aus ihrer Sicht schwächere Marge im vierten Quartal.

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12:06

Das Bekenntnis der türkischen Notenbank zu einer straffen Geldpolitik gibt der Währung des Landes zusätzlichen Auftrieb. Im Gegenzug baut der Dollar seine Verluste aus und fällt um 0,9 Prozent auf 5,2590 Lira. Die Zentralbank signalisierte, bei Bedarf die Zinsen weiter anzuheben, und dämpfte damit Spekulationen auf eine Senkung. Aktuell liegt der Schlüsselsatz bei 24 Prozent. Ihre Inflationsprognose für 2019 schraubte die Notenbank auf 14,6 von 15,2 Prozent zurück.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Mittwochvormittag wenig verändert. Dabei hat der SMI klare Verluste aus der Startphase mittlerweile gänzlich abgebaut und vorübergehend ins Plus gedreht. Der Swiss Market Index (SMI) steht um 12 Uhr 0,3 Prozent tiefer bei 8'915 Punkten.

Als Hauptbelastung für den Gesamtmarkt erweisen sich Novartis (-1,5%), auch wenn diese von ihren Verlusten von zeitweise über 2 Prozent doch einen guten Teil wieder abgebaut haben. Roche (-0,5%) als zweiter Pharmagigant büssen dagegen nach der Ankündigung des Abbruchs zweier Studien zur Behandlung von Alzheimer lediglich moderat ein. Der Nachricht wurde in Börsenkreisen wenig Relevanz beigemessen.

Markant sind die Verluste von Lonza (-6,1%), welche damit aber das Tagestief wie Novartis vorerst hinter sich gelassen haben.

Gesucht sind dagegen auch Swatch und Richemont (je +1,3%), welche sich damit von den gestrigen Verlusten im Anschluss an schwache Exportzahlen etwas erholen.

Im breiten Markt werden Rieter (-4%) und Bellevue (-3,2%) nach enttäuschenden Zahlen zurückgebunden, wogegen Emmi nach Zahlen um 6,6 Prozent nach oben springen. Positiv überrascht hat hier das organische Wachstum.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:40

Die Aktien von Emmi sind am Mittwoch im frühen Handel stark gesucht.  Die Innerschweizer Milchverarbeiterin Emmi hat vorbörslich die Umsatzzahlen 2018 veröffentlicht und damit in Bezug auf das organische Wachstum positiv überrascht. Die Aktien gewinnen um 10.40 Uhr bei hohen Volumen 7,7 Prozent auf 795,50 Franken, im bisherigen Tageshoch wares es gar 800 Franken.

Die Bank Vontobel erwähnt in ihrem Kommentar, dass das organische Wachstum mit 2,3 Prozent den höchsten Wert seit 2014 erreicht hat. Und vor allem sei Emmi in der Schweiz - nach drei rückläufigen Jahren - erstmals wieder gewachsen (0,6%). Emmi habe damit ein starkes Wachstum klar über den Erwartungen (Vontobel 1,5%, AWP-Konsens 1,7%) erzielt.

Auch beim Broker Helvea ist man sehr angetan von den Zahlen. Die (organischen) Zahlen seien nicht nur über den Erwartungen ausgefallen, heisst es in einem Kommentar, sondern seien auch von guter Qualität. CEO Urs Riedener habe im Herbst ein höheres Wachstum für 2019 angekündigt. Nun sehe es so aus, dass dies in Schlüsselkategorien schon früh(er) der Fall sei.

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10:16

Der Goldpreis hat seinen Höhenflug der vergangenen Handelstage am Mittwoch fortgesetzt und den höchsten Stand seit acht Monaten erreicht. Am Morgen wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London für knapp 1316 US-Dollar gehandelt. Damit war Gold so wertvoll wie zuletzt im vergangen Mai. Seit Beginn des Jahres hat sich das gelbe Edelmetall um etwa zweieinhalb Prozent verteuert.

Als Ursache für den aktuellen Höhenflug des Goldpreises nannten Marktbeobachter eine Reihe von Gründen. Vor allem die Aussicht auf einen noch langsameren Anstieg der Zinsen in den USA habe für Auftrieb gesorgt. Am Abend stehen die Ergebnisse der Zinssitzung der US-Notenbank Fed auf dem Programm. Experten gehen davon aus, dass die amerikanischen Notenbanker vor dem Hintergrund der zuletzt eingetrübten Konjunkturaussichten eine längere Pause bei den Zinserhöhungen einlegen werden.

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09:15

Nach einer Kurszielsenkung finden sich die Aktien der Deutschen Bank am Dax-Ende wieder. Die Titel verlieren 1,3 Prozent auf 8 Euro. Die Analysten von Barclays haben das Kursziel für die Titel auf 6,50 von sieben Euro gesenkt.

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09:10

Der SMI steht nach dem Handelsbeginn unter Druck und wird vor allem von Novartis und Roche belastet. Den wahren Absturz erlebt an der Börse aber Lonza nach dem CEO-Rücktritt. Der SMI fällt nach Handelsbeginn um rund 0,3 Prozen zurück und steht bei 8910 Punkten. Die Vorgaben aus den USA sind in etwa neutral, allenfalls könnten nachbörslich von Apple präsentierte Gewinnzahlen die Techwerte etwas bewegen. Aus politischer Sicht gilt es, das jüngste Votum des britischen Parlaments zum Brexit zu verdauen. Dieses hatte der Regierung den Auftrag erteilt, die Brexit-Bedingungen mit der EU neu zu verhandeln, was letztere bereits wieder abgelehnt hat.

Es geht vor allem um die Auffanglösung für die irisch-nordirische Grenze. Abgelehnt wurden dagegen Anträge zur Verschiebung des Brexit-Datums Ende März. Die Unsicherheit über den weiteren Fortgang dieser Geschichte bleibt damit erhalten.

Der Grossteil der Verluste geht dabei auf das Konto der beiden Pharmaschwergewichte. Novartis (-2,1 Prozent) hat zwar mit dem Jahresergebnis die Prognosen der Analysten in etwa getroffen, aber mit praktisch allen Kennzahlen eher am unteren Ende. Eine positive Überraschung sei damit ausgeblieben, hiess es am Markt. Roche (-0,2 Prozent) werden vom Abbruch zweier Studien zur Behandlung von Alzheimer gebremst. Eine Zwischenanalyse habe gezeigt, dass der primäre Endpunkt der Studien mit Crenezumab wahrscheinlich nicht erreicht werde.

Massicv geben allerdings Lonza (-7,6 Prozent) nach, dies wiederum nach Zahlen und der Bekanntgabe eines neuen CEO. Hier hatten sich die Marktteilnehmer insbesondere von der Dividende mehr erhofft, welche aber auf dem Vorjahresniveau verbleiben soll. Deutlich erholt von den gestrigen Verlusten im Anschluss an schwache Exportzahlen zeigen sich die Luxusgüteraktien Richemont (+017 Prozent) und Swatch (+1 Prozent). Bei den übrigen Blue Chips zeigt sich ein sehr gemischtes Bild, wobei moderate Gewinn von bis zu etwa 0,6 Prozent überwiegen.

Im breiten Markt knüpfen Landis+Gyr (+1,6 Prozent) einen Tag nach dem Capital Markets Day an die starke Vortagesperformance an, dies nach einer positiven Einschätzung durch die UBS. Rieter (-0,2 Prozent) halten sich trotz eines enttäuschenden Bestellungseingangs.

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09:09

Gegen den europäischen Trend steigt der Londoner Auswahlindex FTSE um 0,5 Prozent. Die dort notierten Unternehmen profitieren von der Abwertung des Pfund Sterling, da sie den Großteil ihres Geschäfts im Ausland machen. Die britische Währung kostet mit 1,3066 Dollar rund einen US-Cent weniger als vor den jüngsten Brexit-Beschlüssen des Unterhauses.

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08:30

Unmittelbar vor Beginn der neuen Handelsgespräche zwischen den USA und China fassen Anleger asiatische Aktien nur mit spitzen Fingern an. Die Börsen in Shanghai und Tokio verloren jeweils ein halbes Prozent auf 2581 und 20.556 Punkte. Dabei litt der japanische Nikkei-Index zusätzlich unter einem Kurssturz von Sumitomo Dainippon.

Die Aktien des Pharmakonzerns verloren knapp 19 Prozent, nachdem ein Schlaganfall-Medikament bei Tests nicht die erhofften Ergebnisse gebracht hatte. Rund ein Viertel des Nikkei-Verlustes ging auf das Konto von Dainippon. Die Titel des Forschungspartners SanBio stürzten sogar um fast 26 Prozent ab. Dies brockte dem Mother Market für japanische Startups, an dem SanBio notiert ist, mit einem Minus von 8,1 Prozent den größten Tagesverlust seit einem Jahr ein. 

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08:15

Der SMI fällt der vorbörslichen Berechnung zufolge um 0,4 Prozent auf 8903 Punkte zurück. Lonza (-2,1 Prozent) fällt deutlich, nachdem der Rücktritt des sehr erfolgreichen CEO Richard Ridinger bekannt gegeben wurde. Novarits fällt trotz Wachstums im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent zurück (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch).

Bei Roche (-0,8 Prozent) fällt ein Forschungsrückschlag bei einem Alzheimer-Wirkstoff ins Gewicht. Ein Plus bei den Blue-Chips gibt es bei den Uhrenaktien Swatch und Richemont (je +0,4 Prozent).

Am breiten Markt hat Rieter (-2,1 Prozent) Zahlen vorgelegt. Der Maschinenbaukonzern hat einen deutlichen Rückgang bei den Auftragseingängen vermeldet. Generell notieren die Kurse vorbörslich tiefer. 

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08:00

Mit Enttäuschung reagieren Devisenanleger auf die Abstimmungen im britischen Parlament zum Brexit. "Das Unterhaus hat wieder einmal eine Entscheidung getroffen, die bei der aktuellen Sachlage nicht umsetzbar ist", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Das Pfund Sterling kostete am Mittwochmorgen mit 1,3089 Dollar etwa einen Dreiviertel US-Cent weniger als vor dem Votum der Abgeordneten am Dienstagabend.

 

Die Gefahr eines chaotischen Brexit sei genauso groß wie vorher, warnte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. "Das Unterhaus hat zwar einer Gesetzesergänzung zugestimmt, die einen ungeordneten Brexit ablehnt, gleichzeitig jedoch eine Änderung des Nordirland-Backstops zur Voraussetzung für eine Annahme des Abkommens gemacht." EU-Ratspräsident Donald Tusk lehnte sofort nach der Abstimmung Nachverhandlungen ab.

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07:30

In der Hoffnung auf eine Annährung im Zollstreit mit den USA decken sich Anleger mit der chinesischen Währung ein. Dies drückt den Kurs des Dollar am Mittwoch um 0,4 Prozent auf ein Sechseinhalb-Monats-Tief von 6,7065 Yuan. 

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06:50

Im Sog eines massiven Einbruchs des Index-Schwergewichts Dainippon Sumitomo Pharma hat die Tokioter Börse am Mittwoch Verluste verbucht. Der Kurseinbruch des Pharma-Unternehmens nach einer nicht erfolgreichen klinischen Studie konnte auch durch den anfänglichen Optimismus vieler Händler nach den nachbörslichen Gewinnen von Apple in New York nicht ausgeglichen werden.

Der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte verliert 0,4 Prozent auf 20'584 Punkte. 

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06:45

Der Euro notierte im fernöstlichen Handel zum Franken leicht stärker bei 1.1384. Zum Dollar behauptet sich die Einheitswährung bei 1,1435 Dollar. Der Dollar verlor zum Yen um 0,1 Prozent und notierte bei 109,29 Yen.

(Reuters)