+++Börsen-Ticker+++ - Firmenbilanzen helfen US-Börsen - Warten auf Trump-Rede

Ermutigende Firmenbilanzen haben am Dienstag die Wall Street gestützt. Bei Börsianern kamen insbesondere die Quartalsberichte von Estee Lauder und Ralph Lauren gut an. Zu den Gewinnern zählten ferner Technologieaktien.
05.02.2019 22:34
Trader an der Börse in New York.
Trader an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel in New York knapp 0,7 Prozent fester bei 25.411 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann fast 0,5 Prozent auf 2737 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,7 Prozent auf 7402 Stellen. In Frankfurt erklomm der Dax den höchsten Stand seit zwei Monaten und schloss knapp darunter bei 11.367 Punkten. Das war ein Plus von 1,7 Prozent.

Die Aktien von Estee Lauder schossen 11,6 Prozent in die Höhe. Der Luxuskosmetikhersteller übertraf dank eines starken Wachstums in Asien mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen von Analysten und hob die Jahresprognosen an. Heiß begehrt waren auch die Titel des Modeunternehmens Ralph Lauren, die 8,4 Prozent nach oben sprangen. Grund war ebenfalls ein Zwischenbericht, der die Investoren überzeugte.

Im Technologiesektor gab es weitgehend Pluszeichen. Apple etwa legten 1,7 Prozent zu, Amazon knapp 1,6 Prozent. Die Aktien der Google-Mutter Alphabet, stiegen um 1,2 Prozent. Der Konzern aus Kalifornien erzielte im vergangenen Quartal einen Überschuss von 8,95 Milliarden Dollar nach einem Verlust von drei Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Dienstag angetrieben von einer Erholungsrally bei Bankaktien auf breiter Front zugelegt. Der SMI stieg um 1,5 Prozent auf 9151 Punkte. Am Montag hatte er 0,2 Prozent höher geschlossen. Für Rückenwind dürfte auch der schwache Schweizer Franken sorgen, der die Waren der exportorientierten Schweizer Unternehmen im Ausland günstiger macht.

Grösster Gewinner waren die Aktien der Privatbank Julius Bär, die knapp 5 Prozent zulegten und damit einen Teil der Verluste nach der Bilanzvorlage am Vortag wieder wett machten. Auch die Titel von UBS und Credit Suisse waren gefragt.

Zudem legten Papiere von Firmen mit einem konjunkturabhängigen Geschäftsmodell zu - darunter die Luxusgüterfirmen Richemont und Swatch.

Am breiten Markt rutschten die Aktien des Chip- und Sensorenherstellers AMS 6,9 Prozent ab. Der Apple-Zulieferer rechnet nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr für das erste Quartal 2019 unter anderem wegen einer verhaltenen Smartphone-Nachfrage mit einem Umsatzrückgang.

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16:51

Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Präsidenten Donald Trump zur Lage der Nation haben sich Börsianer an der Wall Street zu Handelsbeginn am Dienstag nur vorsichtig aus der Deckung gewagt.  er Hedgefonds Appaloosa mischt sich beim Botox-Hersteller Allergan ein und weckt damit unter Anlegern Hoffnungen auf eine Verbesserung des zuletzt unter Druck geratenen Geschäfts. Die Aktien des US-Pharmakonzerns stiegen am Dienstag um bis zu 2,5 Prozent auf 142 Dollar. Appaloosa forderte in einem Brief an das Management eine Trennung des bislang in Personalunion geführten Posten des Firmenchefs und Verwaltungsratsvorsitzenden. Zudem sei es an der Zeit, neue Geschäftsstrategien und Chancen im Markt auszumachen.

Allergan bekommt bei seinem Kernprodukt Botox Konkurrenz von der kalifornischen Firma Evolus. Die Gesundheitsbehörde FDA erteilte die Zulassung für deren Faltenglätter Jeuveau, der günstiger sein soll als Botox. Für 2019 rechnet Allergan mit einem Umsatzrückgang.

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16:00

"Die Rede wird am Markt genau beobachtet werden, weil alle hoffen, dass sich Trump zur Grenzsicherung und zum Handelsstreit äußern wird", sagte Analyst Craig Erlam vom Online-Broker Oanda. Trump hatte damit gedroht, wegen des Streits mit den Demokraten über den Bau einer Mauer an der mexikanischen Grenze den nationalen Notstand auszurufen. Ferner standen die Bilanzzahlen von Unternehmen wie Alphabet im Fokus der Anleger.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte im frühen Handel 0,2 Prozent höher mit 25.287 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,1 Prozent auf 2728 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte ebenfalls um 0,1 Prozent zu auf 7356 Stellen.

Die Aktien der Google-Mutter Alphabet verloren ein Prozent. Zwar erzielte der Konzern aus Kalifornien im vergangenen Quartal einen Überschuss von 8,95 Milliarden Dollar nach einem Verlust von drei Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Kosten gingen aber deutlich nach oben.

Um zehn Prozent nach oben ging es für Estee Lauder. Der Luxuskosmetikhersteller übertraf dank eines starken Wachstums in Asien mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen von Analysten und hob die Jahresprognosen an.

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14:20

Der Dollarkurs ist am Dienstag gegenüber dem Franken auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Wochen gestiegen. Händler erklären den Kursgewinn des Greenback mit enttäuschenden Konjunkturzahlen aus Europa, was der US-Devise sowohl gegenüber dem Euro wie auch dem Franken Auftrieb gebe.

er Dollar wurde zur Berichtszeit bei 1,0013 Franken gehandelt, am Vorabend notierte das Währungspaar noch knapp unter 1,00. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete derweil 1,1425 US-Dollar nach 1,1434 am Vorabend.

Die Sorgen um die Konjunktur in der Eurozone nehmen zu. Im Blick steht vor allem Italien. Der viel beachtete Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor ist im Januar überraschend deutlich gefallen und signalisiert jetzt eine Schrumpfung des Sektors. Die italienische Wirtschaft war im vierten Quartal in eine Rezession gerutscht. Die hohe Staatsverschuldung und die lockere Haushaltspolitik der Regierung hatten zuletzt immer wieder Zweifel an der Solidität des Landes geschürt.

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13:19

Unerwartet schwache Konjunkturdaten aus Grossbritannien und die Furcht vor einem Brexit-Chaos haben Anlegern am Dienstag den Appetit auf das Pfund verdorben. Die britische Währung verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 1,2995 Dollar und erreichte den tiefsten Stand seit zwei Wochen. "Der Einkaufsmanager-Index fiel im Januar enttäuschend aus und hinzu kommen die generellen Unsicherheiten wegen des Brexit", sagte Devisenanalyst Manuel Oliveri von der Bank Credit Agricole. "Das wird kurzfristig das Pfund belasten."

Der Einkaufsmanager-Index in dem für Grossbritannien wichtigen Dienstleistungs-Sektor fiel im Januar überraschend stark auf 50,1 Punkte. Es war der tiefste Stand seit Mitte 2016. Die weltweit fünftgrösste Wirtschaft hat in den vergangenen Monaten deutlich an Schwung verloren, weil die Gefahr eines chaotischen EU-Austritts gestiegen ist.

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11:55

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag an den positiven Vortagestrend angeknüpft. nach einem freundlichen Start hat der Leitindex SMI seine Gewinne am Vormittag noch weiter ausgebaut.  Der Swiss Market Index (SMI) liegt gegen 11.45 Uhr 0,86 Prozent im Plus auf 9'088,71 Punkten.

Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,94 Prozent auf 1'405,12 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,78 Prozent auf 10'624,52 Punkte. Alle drei Indizes haben damit im Laufe des Vormittages Jahreshöchststände für 2019 markiert. Von den 30 Top-Werten stehen 29 im Plus und nur AMS verlieren.

Die Aktien erleiden denn auch die mit Abstand grössten Verluste und sacken um 11,5 Prozent ab. Die Kommentatoren zeigen sich insbesondere von den sehr vorsichtigen Prognosen für das laufende erste Quartal sowie der gestrichenen Dividende enttäuscht.

Gefragt sind dagegen Bank-Aktien. Laut Händlern profitieren sie nach dem schwachen Wochenstart von einer Gegenbewegung. Das trifft vor allem auf die Aktien von Julius Bär zu, die am Montag nach den Jahreszahlen Terrain eingebüsst hatten. Sie gewinnen 3,2 Prozent auf 33,00 Franken. Die Titel der UBS folgen dichtauf mit +1,9 Prozent und auch die CS-Titel gewinnen mit +1,3 Prozent überdurchschnittlich hinzu.

Als Stützen des Marktes erweisen sich die Schwergewichte: Nestle legen 1,1 Prozent zu. Die beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche werden um mehr als ein halbes Prozent höher bewertet.

Den ausführlichen SMI-Bericht zum Mittag lesen Sie hier.

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10:31

Der Dax arbeitet sich weiter nach oben und liegt 0,9 Prozent höher bei 11.279 Punkten. Damit erklimmt er den höchsten Stand seit fünf Tagen. Der EuroStoxx50 gewinnt 0,7 Prozent auf 3188 Zähler und notiert damit so hoch wie seit neun Wochen nicht mehr.

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09:37

Eine engere Kooperation mit dem US-Konzern Microsoft treibt TomTom an. Die Aktien gewinnen in Amsterdam 3,4 Prozent. Die beiden Firmen wollen im Bereich Cloud-Angebote stärker zusammenarbeiten.

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09:14

Der britische Ölkonzern BP hat im vierten Quartal auch dank einer gestiegenen Fördermenge kräftig zugelegt. Der bereinigte Überschuss stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 65 Prozent auf 3,48 Milliarden US-Dollar (3,04 Mrd Euro), wie der Ölkonzern am Dienstag in London mitteilte. Im Gesamtjahr 2018 verdoppelte sich der bereinigte Gewinn damit auf 12,7 Milliarden Dollar, was mehr war als die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten erwartet hatten. Die Dividende je Aktie für das vierte Quartal soll im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent auf 10,25 Cent steigen.

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09:10

Bei den SMI-Titeln herrscht eine freundliche Stimmung, wenn auch bei schwachen Ausschlägen. Massive Ablehnung erfährt dafür der SLI-Titel AMS. Etwas Rückenwind erhält der Markt dabei von den US-Vorgaben. An der Wall Street hatte vor allem der Dow Jones am Montag nach dem hiesigen Börsenschluss nochmals deutlich an Fahrt gewonnen. Aus Asien liefert nur der leichtere Nikkei gewisse Vorgaben - die meisten Märkte dort sind wegen des Neujahrsfestes geschlossen.

Entsprechend schauen Investoren derzeit auf die USA für mögliche Impulse. Dort wird im Tagesverlauf US-Präsident Donald Trump seine verschobene Rede an die Nation halten. Mit Spannung warten Marktteilnehmer darauf, welche Themen er darin ansprechen wird. Zudem stehen wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, so etwa die Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungsbereich der Eurozone am Vormittag und aus den USA am Nachmittag.

Das Hauptthema im Handel sind zunächst die Zahlen des Halbleiterherstellers AMS (-10,9 Prozent). Diese sind - wie auch der Ausblick - enttäuschend ausgefallen. Gemäss Händlern kommt auch die gestrichene Dividende am Markt nicht gut an.

Dagegen legen die übrigen Blue Chips überwiegend zu, wenn auch nur moderat. Der Zykliker ABB (+0,9 Prozent) ist im frühen Handel der Gewinner. Julius Bär (-0,3 Prozent) sinken etwas weiter, nachdem am Vortag die enttäuscht aufgenommen Zahlen der Privatbank noch schwerer auf den Kursen gelastet hatten. 

Die Sika-Aktien (-0,7 Prozent) zählen zu den grössten Verlieren. Morgan Stanley hat die Bewertung der Papiere mit einem "Underweight"-Rating aufgenommen. Die Experten begründen diese Bewertung mit einem wenig attraktiven Risiko-Profil.

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08:15

Der Nikkei 225 hat die runde Marke von 21 000 Punkten am Dienstag nur um wenige Punkte verfehlt. Bei 20 981 Punkten drehte der japanische Leitindex abwärts und schloss letztlich 0,19 Prozent im Minus mit 20 844,45 Punkten. Der marktbreite Topix behauptete dagegen leichte Gewinne.

Unternehmensbilanzen und Ausblicke hätten gemischte Signale geliefert, und entsprechend habe sich auch der Aktienmarkt mit einer klaren Richtung schwer getan, hiess es. Papiere von Yahoo Japan kletterten um über 9 Prozent, nachdem der Betreiber des gleichnamigen Internet-Portals mit seinen Langfristzielen für 2024 überzeugen konnte. Papiere des Pharmaunternehmens SanBio brachen dagegen den fünften Tag in Folge ein und verloren inzwischen über drei Viertel ihres Börsenwertes. Das Unternehmen hatte eine überraschende Schlappe in einer wichtigen Wirkstoffstudie melden müssen.

In Festland-China wird diese Woche wegen des Neujahresfestes nicht gehandelt. Am Dienstag standen auch in Hongkong die Börsenrechner still.

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08:10

Der SMI steht vorbörslich um 0,4 Prozent höher bei 9044 Punkten. Als einzige Aktie steht Sika (-0,6 Prozent) tiefer. Allerdings haben Julius Bär (+0,3 Prozent) und Swatch (+0,4 Prozent) Herabstufungen erfahren. 

Am breiten Markt fallen AMS (-9,6 Prozent) nach Zahlen deutlich - der Ausblick missfällt den Anlegern. Nach Produkteneuigkeiten steigt der Kurs bei Idorsia (+1,4 Prozent) vorbörslich. 

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06:45

Die Börse in Japan hat am Dienstag unverändert tendiert. Nach drei Tagen mit Kursgewinnen verdaut der Markt Analysten zufolge nun aber erstmal eine Reihe von Firmenbilanzen. Diese seien in Japan zwar ganz gut ausgefallen, sagte Soichiro Monji von der Daiwa SB Investments. Im Vergleich mit einigen Zwischenberichten aus den USA verblassten sie aber.

 

 

Der japanische Leitindex Nikkei liegt um 0,2 Prozent tiefer bei 20'839 Punkten. Die Aktien von Panasonic gaben 3,5 Prozent nach. Der japanische Elektronikkonzern bekommt den US-chinesischen Handelsstreit zu spüren und kappte deshalb nach einem Gewinnrückgang die Jahresprognose.

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06:40

Am Devisenmarkt in Fernost gibt es ebenfalls wenig Bewegung. Der Euro notierte bei 1,1436 Dollar. Zur japanischen Währung lag die US-Devise bei 109,96 Yen. Der Euro steht zum Franken ganz leicht stärker bei 1.1415. 

(Reuters)