+++Börsen-Ticker+++ - Hoffnung auf Einigung im Zollstreit treibt US-Börsen an

Nach den jüngsten Kursverlusten sind die Anleger in den US-Aktienmarkt zurückgekehrt. Hoffnung schöpften Börsianer aus den neuen Aussagen von US-Präsident Donald Trump.
14.05.2019 22:40
Erleichterung an der Wall Street nach den positiven Voten von US-Präsident Donald Trump zum Handelsstreit mit China.
Erleichterung an der Wall Street nach den positiven Voten von US-Präsident Donald Trump zum Handelsstreit mit China.
Bild: Bloomberg

22:40

Trump äusserte sich optimistisch, doch noch eine Lösung im Zollstreit mit China zu finden. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,8 Prozent höher auf 25'532 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöht sich um ebenfalls 0,8 Prozent auf 2834 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 1,1 Prozent auf 7734 Punkte.

Bei den Einzelwerten gings am dritten Handelstag nach dem Börsendebüt für Uber erstmals bergauf. Die Aktien des Mitfahrdienstes steigen an der Wall Street um knapp 8 Prozent auf 39,96 Dollar. Sie waren zu 45 Dollar ausgegeben worden. Die Anteilsscheine des kleineren Konkurrenten Lyft erholen sich im Sog Ubers um rund 5 Prozent.

Die Dividendenpapiere von Coca-Cola verteuern sich um 1,3 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Aktien des Getränkekonzerns auf "übergewichten" hochgestuft hat.

Fast 4 Prozent abwärts gehts dagegen für den Modekonzern Ralph Lauren, der die Börse mit seinen Umsatzzahlen für Nordamerika enttäuschte.

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17:35

Die Schweizer Börse konnte am Dienstag leicht zulegen. Nach der jüngsten Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China keimte bei manchen Investoren die Hoffnung auf eine Lösung auf. Davon profitierten vor allem konjunkturabhängige Werte. Der Leitindex SMI rückt 0,4 Prozent zu auf 9404 Zähler vor.

Die Aktien des Zementkonzerns LafargeHolcim steigen um 3,2 Prozent. Das Unternehmen will am Mittwoch Eckwerte für die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal vorlegen. Die Titel des Personalvermittlers Adecco legen 1,9 Prozent zu.

Die defensiven Titel Roche und Nestlé kamen nicht vom Fleck und verhinderten so einen deutlicheren Anstieg des Leitindexes.

Einzige Verliererin unter den SMI-Werten ist die Augenheilfirma Alcon mit einem Kursabschlag von 2,0 Prozent. In den vergangenen Tagen waren die Anteile stark gestiegen. Alcon will am Donnerstag Quartalszahlen vorlegen.

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17:00

Der Schweizer Franken steht zum Euro mit 1,1309 wieder oberhalb der 1,13er-Marke. Im Handelsverlauf war er im Tief bis auf 1,1288 Franken gesunken. Sein bisheriges Tageshoch wiederum hatte er bei 1,1329 erreicht. Der Dollar präsentiert sich bei 1,0088 Franken weiterhin gut behauptet.

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16:00

Nach den jüngsten Kursverlusten kehren einige Anleger in den US-Aktienmarkt zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen zur Eröffnung am Dienstag um bis zu 0,7 Prozent.

Hoffnung schöpfen Börsianer aus den jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Dieser äusserte sich optimistisch, doch noch eine Lösung im Zollstreit mit China zu finden. Er peile ein Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping auf dem G20-Gipfel Ende Juni in Japan an, das wahrscheinlich "sehr ergiebig" verlaufen werde.

Auf Erholungskurs gehen auch die Aktien von Uber. Am dritten Handelstag nach dem Börsendebüt verteuern sie sich um 3,1 Prozent auf 38,25 Dollar. Die Papiere des Mitfahrdienstes waren zu 45 Dollar ausgegeben worden.

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14:25

Am dritten Handelstag nach dem Börsendebüt geht es für Uber erstmals bergauf. Die Aktien des Fahrdienstvermittlers gewinnen im vorbörslichen US-Geschäft 2,6 Prozent auf 38,06 Dollar. Die Papiere waren zu 45 Dollar ausgegeben worden.

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11:40

Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich am Dienstagmittag mit höheren Kursen. Im Verlauf des Morgens hat die Erholung aber an Schwung verloren und die Kurse notieren unter den Tageshöchstkursen. "Die Anleger halten sich bei den Anschlusskäufen zurück", sagt ein Händler. Die Eskalation im US-chinesischen Handelsstreit bleibe weiterhin das kursbewegende Thema, heisst es am Markt. "Das stimmt die Marktteilnehmer vorsichtig."

Der SMI steht um 11 Uhr noch 0,3 Prozent höher bei 9388 Punkten nach einem Tageshoch bei 9429 Zählern. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt 0,3 Prozent auf 1456 und der breite SPI 0,3 Prozent auf 11'367 Punkte.

Aktien, die am Vortag stark unter die Räder geraten waren, reihen sich vorne bei den Gewinnern ein. Einen starken Anstieg verbuchen die Aktien von Vifor (+2,0%), die von einer Hochstufung auf "Hold" von "Sell" durch Kepler Cheuvreux unterstützt werden.

Auf Erholungskurs sind die arg gebeutelten Technologietitel AMS (+2,8%), die am Vortag um über 8 Prozent eingebrochen waren, sowie Temenos (+1,4%) und Logitech (+0,7%) sowie die zyklischen Werte Adecco (+1,2%) und LafargeHolcim (+1,1%).

Schwächer tendieren Alcon (-1,2%), die unter Gewinnmitnahmen vor dem am Mittwochabend nach US-Börsenschluss erwarteten Quartalsbericht leiden. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:20

Der SMI stoppt seine Talfahrt. Nach der Handelseröffnung steht der Kurs um 0,7 Prozent bei 9428 Punkten höher. Optimismus wird am Markt aber vorsichtig geäussert. Käufe zu den tiefen Preisen und die Hoffnung, dass es letztlich doch eine Einigung zwischen den beiden Wirtschaftsblöcken geben sollte, sprächen zumindest nicht für eine weitere Talfahrt, sagt der Händler. Der SMI, der in der Vorwoche bereits 2,8 Prozent verloren hatte, büsste am Montag weitere 1,16 Prozent ein.

Wie stark die Erholung ausfällt, hängt davon ab, ob Anschlusskäufe einsetzen und wie lange diese anhalten. Nach der jüngsten Entwicklung mit weiteren US-Strafzöllen und den Gegenmassnahmen von China sei eine weitere Eskalation nicht auszuschliessen. Händler verweisen ausserdem auf die negativen Vorgaben aus den USA und aus Asien, wo die Kurse zum Teil stärker unter Druck standen. "Die Leute sind etwas ängstlicher geworden und halten den Finger nahe am Verkaufsknopf", sagt ein Börsianer.

Stark zeigen sich allerdings die Aktien der Zykliker LafargeHolcim (+1,7 Prozent) und Adecco (+1 Prozent). Üblicherweise stützen die Zahlen solcher Firmen die These, dass sich der Markt erholt und externe Sorgen abschüttelt. Zudem wird LafargeHolcim morgen die Zahlen zum ersten Quartal veröffentlichen. 

Auch der Genussschein von Roche (+0,5 Prozent) fällt nach oben auf. Der Pharmakonzern lanciert einen neuen Test für den Nachweis von Tuberkulose. Zudem verlängert Roche die Übernahmeofferte für das US-Unternehmen Spark Therapeutics erneut. Die Frist werde bis zum 14. Juni verlängert. Davor hatte er noch den 3. Juni genannt. Angekündigt hatte Roche den Deal Ende Februar.

Roche stösst bei Spark-Aktionären auf Widerstand

Unternehmensnachrichten sind insgesamt aber eher dünn gesät. Die Ergebnissaison neigt sich dem Ende zu. Einzig Dufry (-1,2 Prozent) legt Zahlen vor. Der Reisedetailhandelskonzern hat im ersten Quartal einen um 3,4 Prozent höheren Umsatz von 1,88 Milliarden Franken verbucht, aber einen hohen Verlust von 109,5 Millionen eingefahren. Vorbörslich wird die Aktie, die ausserdem ex-Dividende von vier Franken gehandelt wird, um 2,1 Prozent tiefer indiziert.

Auf eine technische Gegenbewegung hoffen Händler zudem bei Polyphor (+4,9 Prozent). Der Titel hat in den vergangenen zwei Sitzungen massiv an Wert eingebüsst, nachdem die Biotechfirma in der Vorwoche über schwache Studiendaten für den wichtigsten Produkt-Kandidaten informiert hatte. AMS (+2,8 Prozent) profitieren von einer Heraufstufung durch den Broker Helvea, während Ascom (-0,8 Prozent) offenbar nicht von positiven Produktnews profitieren. 

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08:30

Der SMI steht gemäss vorbörslichen Berechnungen von Julius Bär um 0,4 Prozent bei 9396 Punkten höher. Sämtliche 20 SMI-Titel weisen dabei höhere Kurse auf (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch).

Am stärksten steigt vorbörslich der Roche-Bon (+0,6 Prozent), obwohl der Konzern offenbar Mühe mit seinem Übernahmeangebot für die US-Firma Spark bekundet. Andererseits sind aber neue positive Forschungsdaten veröffentlicht worden. 

Am breiten Markt herrscht mehr Bewegung. Dufry (-1,6 Prozent) fallen nach Zahlen. Bei AMS (+2,3 Prozent) scheint eine Gegenbewegung einzusetzen, ausserdem erfährt das Unternehmen ein positves Rating durch den Broker Helvea. Ascom (+1,3 Prozent) profitieren von Produktnews.

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08:20

Die jüngste Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA hat die asiatischen Börsen ins Minus gedrückt. Die Kurse fielen auf den tiefsten Stand seit dreieinhalb Monaten. In Tokio schloss der Nikkei 0,6 Prozent schwächer bei 21.067 Punkten. Etwas gestützt wurde die Stimmung durch die Äusserung von US-Präsident Donald Trump, er gehe weiter davon aus, dass die Handelsgespräche zum Erfolg führten.

Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ausserhalb Japans notierte 0,9 Prozent tiefer, nachdem er im Handelsverlauf um bis zu 1,25 Prozent gefallen war. In China gingen die Kurse auf Berg- und Talfahrt. Die US-Rhetorik im Zollkonflikt habe die Märkte verschreckt, das sei an den Schwankungen vom Montag deutlich geworden, sagte Prakash Sakpal, Asien-Experte bei ING in Singapur. Daran werde sich nichts grundlegend ändern, bis sich eine Lösung des Streits abzeichne. 

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08:05

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Markt war die Rede von gegenläufigen Kräften am Rohölmarkt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 70,40 Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 12 Cent auf 61,16 Dollar.

Die Erdölpreise befinden sich gegenwärtig im Spannungsfeld entgegengesetzter Kräfte. Für Auftrieb sorgen die zahlreichen politischen Risiken, die das Risiko eines geringeren Ölangebots in sich bergen. Unlängst war es im Golf von Oman zu mehreren mysteriösen Angriffen oder Sabotageakten auf Rohöltanker gekommen. Die ölreiche Golfregion steht wegen des Atomstreits zwischen den USA und Iran seit längerem im Fokus.

Druck auf die Ölpreise kommt dagegen von der Nachfrageseite. Angesichts des immer härter geführten Wirtschaftskonflikts zwischen den USA und China sorgen sich Fachleute um die Entwicklung der Weltwirtschaft. Zuletzt war der Konflikt in Form neuer Strafzölle weiter eskaliert.

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07:45

Der Aufwärtstrend des Bitcoin beschleunigt sich weiter. Er hat nun in der Nacht auf Dienstag auch noch die Marke von 8000 Dollar durchbrochen, nachdem er erst am Tag davor über 7000 Dollar gestiegen war. Zuletzt hatte der Bitcoin im Juli 2018 auf dem derzeitigen Niveau notiert.

Am Dienstagmorgen wurde der Bitcoin auf der europäischen Handelsplattform Bitstamp bei rund 8040 Dollar gehandelt. Zuvor war bis auf einen Wert von 8109 Dollar gestiegen. Treiber des neuen Kursanstiegs dürfte laut Beobachtern die Hoffnung auf neue Bitcoin-Futures in den USA sein. Die Bitcoin-Futures-Börse Bakkt hatte am Montagabend angekündigt, eine Testphase der Futures im Juli zu starten.

Weitere Beobachter verwiesen zudem auf eine starke Nachfrage aus Ostasien: Chinesische Investoren würden sich mit der Kryptowährung gegen eine weitere Abwertung der eigenen Landeswährung absichern, schreiben die Analysten von CMC Markets in einem Kommentar. 

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"Es scheint, als würden nun alle Dämme brechen", so das Analystenhaus Emden Research. "Investoren reiten derzeit auf einer Euphoriewelle, die auf dem Prinzip Hoffnung beruht." Solange die Hoffnungen am Leben blieben, könnte es für die "Cyber-Devise" auch schnell bis auf 9000 Dollar gehen. Allerdings bewegten sich die Anleger auf dünnem Eis, warnen die Analysten: Die Vergangenheit habe gezeigt, dass es schnell in beide Richtungen gehen kann.

Der Preis des Bitcoin hatte noch im Februar 2019 unter 3500 Dollar notiert. Nach monatelanger Stagnation spürt die digitale Währung seit dem April einen neuen "Krypto-Frühling". Von ihren Höchstständen ist sie allerdings auch jetzt noch weit entfernt. Ende 2017 hatte der Bitcoin noch sein Allzeit-Hoch bei knapp 20'000 Dollar erreicht.

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07:00

Für die Uber-Aktie ist es nach dem verpatzten Börsendebüt auch an ihrem zweiten Tag steil abwärts gegangen. Uber hatte die Anteilsscheine vergangene Woche noch für 45 Dollar an Investoren verkauft. Das war bereits am unteren Ende der beim Börsengang angepeilten Preisspanne. 

Das Papier verlor am Montag 10,75 Prozent und schloss bei 37,10 Dollar. Nach zwei Handelstagen notiert das Papier des Fahrdienst-Vermittlers nun um mehr als 17 Prozent unter dem Ausgabepreis.

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06:45

Die erneute Zuspitzung des Handelsstreits zwischen den USA und China hat die Börse in Japan am Dienstag belastet. Der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte verliert in Tokio 0,7 Prozent auf 21'036 Punkte.

Die Verluste wurden etwas eingegrenzt, nachdem US-Präsident Donald Trump Zuversicht verbreitete, doch noch eine Lösung in dem Konflikt zu finden.

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06:25

Der Euro notierte im Devisenhandel in Fernost etwas fester bei 1,1231 Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Dollar mit 109,57 Yen gehandelt. Zum Franken steht der Euro bei 1.1311. 

(Reuters)