+++Börsen-Ticker+++Leichte Gewinne an Wall Street - Warten auf Fed-Entscheid

Die New Yorker Börse hat am Dienstag mit leichten Gewinnen geschlossen. In Erwartung neuer Signale zur US-Geldpolitik hielten sich die Anleger jedoch zurück.
19.09.2017 22:47
Die Anleger waren auf sie: Fed-Chefin Janet Yellen.
Die Anleger waren auf sie: Fed-Chefin Janet Yellen.
Bild: Bloomberg

22:44

Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss bei 22.370 Stellen, einem Plus von 0,18 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,1 Prozent auf 6461 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 0,11 Prozent höher bei 2506 Punkten. In Frankfurt beendet der Dax den Handel nahezu unverändert bei 12.561 Zählern.

Von neuen verbalen Angriffen Donald Trumps auf Nordkorea vor der UN-Vollversammlung ließen sich Investoren nicht aus dem Konzept bringen.

Ins Rampenlicht rückte die US-Mobilfunkbranche. Dem Sender CNBC zufolge nehmen T-Mobile und Sprint einen neuen Anlauf für eine Fusion.

Abwärts ging es dagegen für Aktien von Best Buy. Sie stürzten um acht Prozent ab, nachdem der Elektronik-Einzelhändler seine Gewinnerwartungen für das Ende Januar 2021 zu Ende gehende Finanzjahr heruntergeschraubt hatte.

Den vollständigen US-Schlussbericht lesen Sie hier.

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18:10

Die Anleger an der Schweizer Börse haben sich am Dienstag in Kauflaune gezeigt. Vor allem Kursgewinne der beiden Pharmaschwergewichte und Grossbanken sorgten für eine positive Note.  Der SMI schloss um 0,5 Prozent fester mit 9093 Punkten.

An den Finanzmärkten gilt als sicher, dass Amerikas Währungshüter bei dem am Dienstag beginnenden Offenmarktausschuss den Startschuss für den Abbau der billionenschweren Fed-Wertpapierbestände geben werden. Unklar ist Experten zufolge aber, ob Notenbankchefin Janet Yellen auch für Dezember eine weitere Zinserhöhung signalisiert.

Die Standardwerten zogen mit wenigen Ausnahmen an. Einziger Verlierer war Richemont mit 0,9 Prozent Kursabschlag, obwohl Morgan Stanley den Luxusgüterhersteller neben Marktführer LVMH zu den Schlüsselwerten zählt.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:49

Die US-Börsen haben am Dienstag etwas fester eröffnet und ihre Rekordjagd damit fortgesetzt.  Die Anleger warteten mit Spannung auf den Ausgang des Treffens der US-Notenbank (Fed), sagten Händler. Investoren gingen zwar nicht davon aus, dass die Fed schon am Mittwoch die Zinsen erneut anheben wird. Aber sie werden sich genau auf die Worte von Fed-Chefin Janet Yellen zur Inflation konzentrieren. Die Preise in den USA steigen weiter nicht so stark wie von der Notenbank angestrebt, um an den Zinsschraube drehen zu können.

Alle drei grossßen US-Indizes lagen kurz nach Handelsbeginn rund 0,1 Prozent höher. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand damit bei 22.353 Punkten, der breiter gefasste S&P-500 bei 2505 und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 6459 Zählern.

Anleger warteten zudem auf die Rede von US-Präsident Donald Trump vor den Vereinten Nationen im Tagesverlauf. Beobachter gingen davon aus, dass er die UN-Mitgliedsstaaten dazu aufrufen wird, den Druck auf Nordkorea zu erhöhen, damit das Land seine Atomwaffen-Ambitionen aufgibt. Der Konflikt hat die Börsen weltweit in den vergangenen Wochen gebremst.

Aktien von Tesla gaben 1,2 Prozent nach. Die Investmentbank Jeffries hat den Elektroauto-Bauer erstmals bewertet und ihn auf "underperform" mit einem Kursziel von 280 Dollar gesetzt. Das sind 105 Dollar weniger als zum Schlusskurs vom Montag. Die Papiere haben im bisherigen Jahresverlauf rund 80 Prozent zugelegt.

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13:57

Ein negativer Analystenkommentar drückt Tesla im vorbörslichen US-Handel um zwei Prozent auf 377 Dollar. Experten von Jefferies starten ihre Bewertung der Aktien mit "underperform" und legen das Kursziel auf 280 Dollar fest. Tesla habe Schwierigkeiten, mit seinem Geschäft Skaleneffekte zu erzielen. Bis 2020 erwarten die Analysten bei dem Konzern Verluste.

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13:00

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag im Verlauf des Vormittags etwas auf Touren gekommen.  Der Swiss Market Index (SMI), neu wird das Gewicht der grössten Titel gekappt, gewinnt kurz vor 12 Uhr 0,33% auf 9'077,63 Punkte. Der SPI 20, er entspricht von der Zusammensetzung her dem SMI, enthält aber keine Kappung, steht 0,31% höher auf 9'075,46.

Bei den Gewinnern haben weiterhin Givaudan mit +1,9% die Nase vorn. Die Aktie des Aromen- und Riechstoffhersteller ist in der Gunst der Vontobel-Analysten gestiegen. Diese empfehlen den Titel neu zum Kauf.

Eine grosse Stütze sind nun auch die schwergewichtigen Pharmaaktien von Novartis (+0,5%) und Roche (+0,2%). Dabei stehen Roche mit positiven Produktnews etwas im Fokus.

Hierzulande werde das Sentiment zudem von der jüngsten Frankenschwäche gestützt, hiess es im Handel. Für einen Euro wurden zuletzt 1,1565 CHF bezahlt - so viel wie noch nie seit Aufhebung des Mindestkursregimes der Schweizerischen Nationalbank im Januar 2015. Im Vorfeld der US-Notenbanksitzung, deren Ergebnisse am Mittwochabend bekanntgegeben werden, würden Investoren aber eher in Wartestellung gehen.

Den ausführlichen Mittagsbericht zur Schweizer Börse lesen Sie hier.

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12:53

Die Ölpreise haben am Dienstag zugelegt. Nachdem sich die Notierungen am Morgen noch kaum verändert gezeigt hatten, legten sie im Mittagshandel etwas zu. Der US-Ölpreis stieg dabei wieder über die Marke von 50 US-Dollar.

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11:43

Der Schweizer Franken hat am Dienstag an Wert verloren und ist zum Euro auf den tiefsten Stand seit dem Ende des Mindestkurses Anfang 2015 gesunken.  Den Grund dafür sehen Marktteilnehmer vor allem im Höhenflug des Euros, die auch im Vergleich zu anderen Devisen zulegte. Ein Euro kostete zuletzt rund 1,1560 Franken.

Während sich die Europäischen Zentralbank (EZB) langsam auf eine Abkehr von ihrer lockeren Geldpolitik vorbereitet, hat die Schweizer Notenbank (SNB) vergangene Woche an ihren rekordtiefen Negativzinsen von minus 0,75 Prozent festgehalten. Zudem bekräftigte die SNB ihre Bereitschaft, den Franken weiter über Devisenmarktinterventionen zu schwächen. Allerdings stufen sie die Landeswährung seit vergangener Woche nicht mehr als "deutlich überbewertet" ein sondern als "hoch bewertet". Mit der neuen Wortwahl signalisierten sie eine Entspannung.

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10:25

Nach einem schwächeren Start kämpft sich der SMI im Morgenhandel ins Plus. Vor dem Fed-Zinsentscheid regiert bei den Anlegern aber die Vorsicht. Der SMI steht kurz vor 10:30 Uhr 0,2 Prozent im Plus bei 9064 Punkten. Bei den Gewinnern haben Givaudan (+1,7%) mit Abstand die Nase vorn. Die Aktie des Aromen- und Riechstoffhersteller ist in der Gunst der Vontobel-Analysten gestiegen. Gesucht sind zudem Lonza, Adecco, UBS und SGS.

Unter Abgabedruck stehen mehrheitlich Aktien mit defensiven Eigenschaften. Vor allem die schwergewichtigen Nestlé sind mit Abgaben von 0,4% eine grosse Belastung. Das Nahrungsmittelsegment stehe europaweit unter Druck, heisst es dazu im Handel. Zudem warten die Anleger den Fed-Zinsentscheid vom Mittwoch ab.

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10:14

Der Teilausstieg des mexikanischen Aktionärs Femsa hat Anleger von Heineken verunsichert. Die Aktien des weltweit zweitgrössten Bierproduzenten sackten am Dienstag an der Börse in Amsterdam um 4,3 Prozent auf ein Viereinhalb-Monats-Tief von 83,84 Euro ab. Fomento Economico Mexicano (Femsa) verkaufte nach eigenen Angaben einen Anteil von insgesamt 5,24 Prozent für rund 2,5 Milliarden Euro an institutionelle Anleger ausserhalb Mexikos.

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09:20

Der SMI steigt gibt  Handelsbeginn um 0,15 Prozent nach und fällt auf 9034 Punkte. Die drei Schwergewichte Nestlé (-0,6 Prozent), Novartis (-0,2 Prozent) und Roche (-0,3 Prozent) stehen alle im Minus. Dies, obwohl Novartis von HSBC auf die vielbeachtete "Europe Super Ten"-Liste genommen wurde. Die Kaufempfehlung bekräftigt die britische Grossbank. Dass sie die Aktien neu in die Liste aufnehmen, begründen die Experten mit dem Potenzial bei Novartis, hohe Cashbestände zu generieren. Am Vortag hatte der schwergewichtige Titel zu den wenigen Verlierern unter den Blue Chips gezählt.

Givaudan (+2,0 Prozent) fallen mit grösseren Kursbewegungen auf. Kursrelevante News liegen bislang allerdings nicht vor. Tiefer stehen auch Swiss Re (-0,3 Prozent). Zurich (+0,1 Prozent) und Swiss Life (+0,5 Prozent) steigen hingegen. Swiss Re und Zurich hatten einen schwachen Wochenstart hingelegt. Dies allerdings nach einem "Erleichterungsrally" in der Vorwoche, nachdem der Hurrikan "Irma" weniger stark gewütet hatte als befürchtet.

 

 

Im Blick sind die Clariant-Anteilsscheine (+0,2 Prozent), nachdem die Investorengruppe White Tale ihren Anteil auf 15,1 Prozent ausgebaut und ihre Kritik an dem geplanten Zusammenschluss des Basler Konzerns mit dem US-Konkurrenten Huntsman in einem offenen Brief an den Clariant-Verwaltungsrat bekräftigt hat. Clariant solle sich nach Alternativen umsehen, heisst es darin. Die Clariant-Aktien waren am Montag mit +2,2 Prozent die Tagessieger und stechen auch im bisherigen Jahresverlauf mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung heraus.

Am breiten Markt stehen die Aktien der BKB nach einem Strategieupdate für die Jahres 2018 bis 2021 unter verstärkter Beobachtung. Crealogix und Wisekey haben Zahlen vorgelegt.

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08:30

Inzwischen sind die Märkte in Asien geschlossen. In Tokio schloss der Nikkei 225 seit mehreren Wochen wieder über der Marke von 20 000 Punkten. Der Index legte um zwei Prozent auf 20 299,38 Punkte zu. Der CSI-300-Index , der die 300 grössten Werte an den Börsen Shanghai und Shenzhen abbildet, lag minimal mit 0,12 Prozent im Minus.

Der Fokus der Anleger bleibt auf die zur Wochenmitte erwarteten Aussagen der US-Notenbank Fed zu einer möglichen weiteren strafferen Geldpolitik gerichtet. Allgemein wird damit gerechnet, dass die amerikanischen Währungshüter den Startschuss zum Abbau der Notenbankbilanz geben werden.

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08:15

Der Schweizer Franken erreicht am Dienstagmorgen zum Euro einen Stand von 1,1522. So schwach war die Schweizer Währung gegenüber dem Euro seit dem 2. August nicht mehr, als ein Wert von 1,1539 notiert wurde. Zum Dollar notiert der Franken am Dienstag bei 96,01 Rappen.

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08:10

Der SMI steht vorbörslich bei 9057 Punkten, dies bedeutet ein Plus von 0,1 Prozent (zu den vorbörslichen Kursen). Den stärksten Kurszuwachs erfährt Novartis (+0,3 Prozent). Der Titel profitiert von Anschlusskäufen.

 

 

Am anderen Ende der Skala steht Swiss Re (-0,7 Prozent): Den Rückversicherer dürfte belasten, dass der neue Wirbelsturm "Maria" in der Karibik wütet und das hochversicherte US-Festland bedroht. Maria hat mit der Insel Dominica Land erreicht. Im Zuge der Unsicherheiten fallen auch die Versichereraktien Swiss Life und Zurich (je -0,3 Prozent).

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06:40

Nachdem am Montag die japanischen Märkte wegen eines Feiertages geschlossen waren, gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Dienstagvormittag 1,4 Prozent auf 20.194 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,3 Prozent zu auf 1659 Zähler.

Die relative Ruhe im Streit zwischen den USA und Nordkorea hatte die Wall Street am Montag angetrieben. Händler warteten zudem auf die am Dienstag beginnende Sitzung der US-Notenbank. Unter Investoren galt als sicher, das Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch den Startschuss für den Abbau der billionenschweren Wertpapierbestände geben wird. Der Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,3 Prozent im Plus bei 22.331 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,15 Prozent auf 2503 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,1 Prozent auf 6454 Zähler. Alle drei Indizes markierten im Handelsverlauf neue Höchststände.

(Reuters)