+++Börsen-Ticker+++ - Rekorde für S&P 500 und Nasdaq

Rekorde beim S&P 500 und Nasdaq Composite haben die Anleger an den US-Börsen am Freitag entzückt.
29.09.2017 23:02
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Technologiewerte-Index Nasdaq Composite erreichte bei 6'497,98 Zählern seinen bisher höchsten Stand. Er schloss 0,66 Prozent höher bei 6'495,96 Punkten. Der Nasdaq 100 legte um 0,78 Prozent auf 5'979,30 Zähler zu.

Der Dow Jones Industrial rückte im späten Handel ebenfalls in die Gewinnzone und schloss 0,11 Prozent höher auf 22'405,09 Punkten. Damit fehlen dem Leitindex nur wenige Zähler bis zu seinem Rekord. Der für gewöhnlich eher schwache Börsenmonat September verlief für das bekannteste Börsenbarometer der Welt mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent erfolgreich. Noch positiver ist die Quartalsbilanz mit plus 4,9 Prozent.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Freitag leicht zugelegt. Die Anleger trauten sich zum Quartalsende aber nicht aus der Deckung.  Der SMI stieg um 0,5 Prozent auf 9157 Punkte. Der Leitindex steuert damit auf das sechste positive Quartal hintereinander zu. Seit Jahresanfang hat der SMI fast elf Prozent gewonnen.

Die Stimmung sei insgesamt zwar gut. Aber es fehle ein Katalysator, der eine breite Aufwärtsbewegung auslösen könnte, sagten Händler. Eine Verschnaufpause tue dem Markt nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Wochen nur gut, sagte ein anderer Börsianer.

Die Euphorie, die die Märkte nach der Bekanntgabe der Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump zunächst beflügelt habe, sei einer gewissen Skepsis gewichen, sagten Händler.

Gewinner und Verlierer hielten sich bei den Standardwerten die Waage. Ein klarer Trend sei nicht auszumachen. An die Spitze setzten sich die Versicherer Zurich und Swiss Re sowie die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, die um fast 2 Prozent zulegten.

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16:26

Mit einem weiteren Rekord beim S&P 500 hat der US-Aktienmarkt am Freitag kurz nach dem Handelsstart ein erstes Ausrufezeichen gesetzt: Der marktbreite Index stieg auf 2512,32 Punkte und stand zuletzt mit plus 0,02 Prozent auf 2510,68 Punkten knapp darunter. Der Leitindex Dow Jones Industrial gab leicht und um 0,10 Prozent auf 22359,59 Punkte nach. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 gewann 0,17 Prozent auf 5943,06 Zähler.

Anleger hatten im frühen Handel zunächst Konjunkturdaten im Blick, die allerdings die Indizes kaum bewegten. So war die Teuerung in den USA im August hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zudem waren die Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte im August etwas schwächer gestiegen als im Vormonat. "Die Zahlen setzen die Fed nicht unter Zugzwang", schreibt die Helaba. Die an den Märkten erwartete Leitzinsanhebung im Dezember sei somit noch keine ausgemachte Sache.

Hinzu kamen am Freitag Daten zum Geschäftsklima in der Region Chicago, das sich im September überraschend verbessert hatte. Dagegen hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher im sich zu Ende neigenden Monat stärker eingetrübt als von der Uni Michigan zunächst ermittelt.

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13:36

Dank der Aussicht auf die Übernahme grosser Teile des insolventen Konkurrenten Air Berlin ist die Lufthansa der Anlegerliebling im Dax. In den vergangenen drei Monaten haben die Aktien rund 17 Prozent zugelegt und steuern damit auf ihr bestes Ergebnis zu in einem dritten Quartal seit 2010. Im Vergleich zum Jahresbeginn hat sich der Kurs fast verdoppelt.

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13:28

Spekulationen auf ein anhaltendes Wachstum der Weltwirtschaft bescheren Dax und EuroStoxx50 ein Kursplus von 5,8 und 4,4 Prozent seit Monatsbeginn. Damit steuern die beiden Indizes auf das grösste Kursplus in einem September seit vier Jahren zu.

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13:00

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Freitag am letzten Tag der Börsenwoche und des dritten Quartals nach einem richtungslosen Handelsstart leicht im Plus.  Die Pläne für Steuererleichterungen in den USA trieben die Börsen in den USA an und stärkten den Dollar. Skeptische Stimmen weisen aber auch darauf hin, dass sich die Ausarbeitung der Steuerpläne im parlamentarischen Prozess als schwierig erweisen dürfte. Am Nachmittag könnte noch einige Konjunkturdaten aus den USA für Impulse sorgen.

Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 12 Uhr 0,28% höher bei 9'137,66 Punkten.

Auch im gesamten dritten Quartal hat der Leitindex SMI insgesamt keine sehr klare Richtung eingeschlagen, vielmehr ist es seit Ende Juni mal runter und in der Folge wieder hoch gegangen. Unter dem Strich errechnet sich - auch dank einem insgesamt positiven September - aktuell aber dennoch ein Plus im SMI von gut 2%. Im Gesamtjahr 2017 hat der Leitindex über 10% gewonnen.

Zu den klareren Gewinnern gehören am Freitag die Swatch-Aktien sowie die Titel des irisch-schweizerischen Backwarenkonzerns Aryzta (+2,3%).

Gestützt werden die Indizes zudem durch Kursgewinne der schwer gewichteten Novartis (+0,9%). Die Titel der Konkurrentin Roche (-0,04%) kommen trotz positiver Nachrichten nicht vom Fleck: Der Pharmakonzern hat am Morgen für seinen Hoffnungsträger Perjeta ein beschleunigtes Zulassungsverfahren in den USA für die Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs mitgeteilt. Das dritte Börsenschwergewicht Nestlé (+0,1%) legt leicht zu.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:45

Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Grossbritannien drückt auf die Laune der Pfund-Anleger. Es verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 1,3378 Dollar. Dem Londoner Aktienindex "Footsie" kommt das zu Gute, er baut seine Gewinne aus und notiert 0,6 Prozent fester bei 7636 Punkten. Die britische Statistikbehörde korrigierte den BIP-Zuwachs für das zweite Quartal auf 1,5 von 1,7 Prozent. Zu Jahresbeginn hatte das Plus bei 1,8 Prozent gelegen.

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09:57

Der Diesel-Skandal wirkt nach: Volkswagen hat seine Anleger am Freitag mit einer Gewinnwarnung auf dem falschen Fuss erwischt. Der Gewinn wird bei VW tiefer ausfallen. Die Aktien rutschten zeitweise um vier Prozent auf ein Zweieinhalb-Wochen-Tief von 132,85 Euro ab und waren mit Abstand grösster Verlierer im Dax, der um 0,2 Prozent zulegte. Der Autokonzern stockte seine Vorsorge für den Vergleich mit geschädigten Autobesitzern in den USA auf und rechnet im dritten Quartal deshalb voraussichtlich mit einer Belastung von rund 2,5 Milliarden Euro.

"Da sieht man, dass die Diesel-Affäre noch lange nicht ausgestanden ist", sagte ein Händler. Ein anderer Börsianer betonte, mit der Gewinnwarnung habe niemand gerechnet. "Da stellt sich die Frage, inwiefern das ein Fass ohne Boden ist."

Insgesamt kostet der Skandal um die Manipulation von Dieselabgaswerten in den USA Volkswagen bereits mehr als 20 Milliarden Euro.

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09:26

Die Aktien von Rovio katapultieren sich bei ihrem Börsendebüt in Helsinki um sieben Prozent nach oben. Die Papiere des "Angry Birds"-Entwicklers, die zu je 11,50 Euro ausgegeben wurden, steigen auf 12,30 Euro.

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09:10

Der SMI geht mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 9101 Punkten in den Handel. Die Vorgaben aus Übersee sind verhalten, die US-Aktienmärkte sind am Vorabend wenig verändert aus dem Handel gegangen. Nach wie vor beschäftigen die Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump die Akteure, während die Sorgen um Nordkorea etwas in den Hintergrund gerückt sind.

Für etwas Bewegung in den Aktienkursen könnte auch das Quartalsende sorgen. Der Leitindex SMI hat im dritten Quartal keine klare Richtung eingeschlagen, vielmehr ging es seit Ende Juni mal runter und in der Folge wieder hoch. Unter dem Strich errechnet sich - auch dank einem insgesamt positiven September - für das dritte Quartal aktuell aber dennoch ein Plus im SMI von gut 2%. Im Gesamtjahr 2017 hat der Leitindex immer noch über 10% gewonnen.

Mehrheitliche Seitwärtsbewegung: Der SMI im dritten Quartal 2017, (Quelle: cash.ch)

Kaum zulegen können die schwergewichtigen Roche-Titel. Der Pharmakonzern hat für seinen Hoffnungsträger Perjeta ein beschleunigtes Zulassungsverfahren in den USA für die Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs in frühem Stadium mitgeteilt. Die Titel des Konkurrenten Novartis (-0,2%) bewegen sich abwärts.

Auch Nestlé (-0,2%) zeigen sich negativ. Die Aktien des weltgrössten Nahrungsmittelkonzerns waren am Vortag noch weiter zurückgefallen, womit sie die Kursgewinne vom Dienstag im Zusammenhang mit dem positiv aufgenommen Investorentag wieder weitgehend preisgegeben hatten. Die Grossbankentitel UBS und CS bewegen sich ebenfalls mit dem Markt. Die Ratingagentur Fitch hat in der Nacht auf Freitag das Kreditrating der UBS auf "A+" von vorher "A" erhöht. Das Rating für die Credit Suisse haben sie dagegen bei "A-" belassen. Das grösste Plus verzeichnen Swatch (+0,6 Prozent), während Richemont leicht negativ startet.

Am breiten Markt hat das Logistikunternehmen Panalpina (+0,4%) eine weitere Akquisition im Bereich Frischwaren in Deutschland vermeldet. Dormakaba (+0,1%) hatte am Vortag erfolgreich eine Unternehmensanleihe über insgesamt 680 Mio CHF ausgegeben. Mit dem Betrag werde insbesondere der Ausbau der Geschäftstätigkeit in Nordamerika finanziert, hiess es vom Schliesstechnik-Unternehmen.

Der Industriekonzern Rieter (-0,3 Prozent) hat sich derweil mit dem Betriebsrat am Standort Ingolstadt auf ein Massnahmenpaket im Rahmen seiner Umstrukturierung geeinigt. Nach Abschluss der Massnahmen rechnet Rieter ab 2019 mit einer Kostensenkung um mehr als 15 Mio CHF. Des weiteren hat eine Reihe von kleineren Unternehmen zum Quartalsende die letzte Gelegenheit genutzt, ihre Halbjahreszahlen zu veröffentlichen. So haben die Perfect Holding (Aktie unverändert), Airopack (+0,2%) sowie die Eastern Property Holding Ergebnisse zum ersten Semester vorgelegt.

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08:45

Die Aktienmärkte in Asien haben in der Zwischenzeit geschlossen. Die politische Unsicherheit in Japan hat die Anleger am Freitag in Schach gehalten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index der Börse in Tokio ging mit 20.356 Punkten kaum verändert aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix verlor 0,1 Prozent auf 1674 Zähler. Im Fokus der Investoren stehen die von Japans Ministerpräsident Shinzo Abe angekündigten Neuwahlen, die am 22. Oktober stattfinden sollen. Abe will seine derzeit guten Umfragewerte und die Schwäche der Opposition nutzen, um sich eine weitere Amtszeit zu sichern.

Angesichts der Wahl-Überraschungen in anderen Ländern schliessen Experten aber nicht aus, dass Abes Plan für ihn schiefgehen kann. An anderen asiatischen Börsen waren Anleger risikofreudiger. Der Shanghai-Composite und der Blue-Chips-Index in China legten deutlich zu. Der Kospi-Index in Südkorea baute seine Gewinne ebenfalls aus. 

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08:02

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Indikatoren der Bank Julius Bär 0,2 Prozent höher bei 9129 Punkten gehandelt. Unter den SMI-Einzeltiteln fallen Roche (+0,6 Prozent) nach Produktneuigkeiten auf. Alle restlichen SMI-Titel werden vorbörslich in der Region von +0,1 Prozent gehandelt.

 

Einen genauen Blick werfen Investoren auf die Arbeitslosen-Daten für Deutschland sowie die Verbraucherpreise in der Euro-Zone. Von Seiten der USA werden im Tagesverlauf Daten zum Verbrauchervertrauen erwartet. Die US-Börsen bauten ihre Gewinne nach Handelsschluss in Europa etwas aus. Der Dow-Jones-Index ging 0,2 Prozent höher aus dem Handel bei 22.381 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte 0,1 Prozent, der Nasdaq-Index trat auf der Stelle. In Tokio notierte der Nikkei kaum verändert bei 20.363 Punkten. 

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07:05

Die Ölpreise haben sich am Freitag zunächst kaum bewegt. Händler berichteten von fehlenden Impulsen. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Morgen 57,50 US-Dollar. Das waren neun Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel dagegen leicht um sechs Cent auf 51,50 Dollar.

In den vergangenen Monaten haben die Ölpreise deutlich zugelegt. Experten nennen dafür mehrere Gründe, darunter die Erwartung einer künftig stärkeren Nachfrage nach Rohöl. Zuletzt hatte auch die Drohung der Türkei, den Erdölexport aus der kurdischen Region des Irak zu blockieren, für Preisaufschläge gesorgt. Hintergrund ist das kurdische Unabhängigkeitsreferendum. Am Donnerstag einigte sich die türkische Regierung mit der irakischen Führung, beim Ölexport nur noch mit den Behörden der Zentralregierung zusammenzuarbeiten.

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06:45

Der Nikkei-Index steht kurz vor Handelsschluss praktisch unverändert bei 20'360 Punkten. Der breiter aufgestellte Topix gab um 0,3 Prozent nach. Investoren konzentrieren sich immer mehr auf die Neuwahl am 22. Oktober. Diese hat Ministerpräsident Shinzo Abe ausgerufen, um seiner Koalition offenbar zu einer weiteren Amtszeit zu verhelfen. Allerdings legt die Partei der prominenten Regierungschefin der Region Tokio, Yuriko Koike, in Umfragen zu. Gebremst wurden die Kursverluste am Freitag von überzeugenden Wirtschaftsdaten und einem schwächeren Yen, der im Vergleich zum Dollar bei 112,61 stand. Ein Euro kostete 1,1778 Dollar.

 

(cash/Reuters/AWP)