+++Börsen-Ticker+++ - Schweizer Börse gibt nach - Nestlé und Pharmawerte belasten

Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag nach dem Höhenflug der letzten Tage abgeschwächt.
05.11.2019 17:41
Am Nestlé-Sitz in Vevey am Genfersee.
Am Nestlé-Sitz in Vevey am Genfersee.
Bild: Bloomberg

17:40

Der Leitindex SMI, der am Vortag noch auf ein Rekordhoch geklettert war, sank am Dienstag um 0,6 Prozent auf 10.273 Punkte.

Die defensive Ausrichtung des Marktes erwies sich als Handicap: Die drei Schwergewichte Nestle (-0,9 Prozent), Novartis (-0,9 Prozent) und Roche (-1,5 Prozent) belasteten den SMI mit Kursverlusten.

Auf der Gewinnerseite fanden sich konjunktursensitive Titel wie der Elektrotechnikkonzern ABB (+0,2 Prozent) sowie die Banken Credit Suisse (+0,5 Prozent) und UBS (+1.3 Prozent) mit Kurszuwächsen. Die Adecco-Anteile stiegen um 0,8 Prozent, obwohl der Stellenvermittler die Eintrübung der weltweiten Konjunktur zu spüren bekommt und im dritten Quartal um ein Drittel weniger verdiente als ein Jahr zuvor.

Am breiten Markt fielen die Ypsomed-Aktien um 6 Prozent. Der Hersteller von Injektions- und Infusionssystemen hat seinen Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Dagegen gewann Dufry 6,8 Prozent an Wert: Der Duty-free-Shop-Betreiber ist in den ersten neun Monaten organisch um knapp drei Prozent gewachsen und rentabler geworden.

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16:55

Die US-Börsen haben sich am Dienstag dank ungebrochener Hoffnungen auf einen Durchbruch im Handelsstreit in neue Höhen vorgearbeitet. Sowohl der Dow Jones Industrial als auch der Nasdaq 100 erreichten im frühen Handel Rekordstände. Doch rasch verliess die Anleger der Mut wieder. Die Gewinne bröckelten ab.

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15.55

Der US-Standardwerteindex Dow Jones stieg zur Eröffnung um 0,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 27'524,96 Punkten. Der technologielastige Nasdaq und der breit gefasste S&P 500 blieben nur knapp hinter ihren bisherigen Bestmarken zurück.

Gefragt waren unter anderem die Papiere von Mylan, die sich um 1,3 Prozent verteuerten. Der Quartalsumsatz der Pharmafirma blieb mit 2,96 Milliarden Dollar zwar erneut hinter den Erwartungen zurück, der Gewinn fiel aber dank neuer Produkte mit 1,17 Dollar je Aktie höher aus als gedacht.

Die Titel von Uber brachen dagegen um 7,8 Prozent ein. Wegen gestiegener Kosten und Investitionen machte der Fahrdienst-Vermittler erneut einen Milliardenverlust.

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14:50

An den US-Börsen dürfte sich die Rekordjagd zunächst mit gedämpften Tempo fortsetzen. Das Handelshaus IG taxierte den Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor dem Start am Dienstag 0,26 Prozent höher auf 27 534 Punkte.

Weiterhin stützt die Hoffnung auf substanzielle Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China die Kurse. Die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt scheinen sich weiter anzunähern. Darauf deuten mehrere Medienberichte hin.

 

 

Mit Blick auf die Einzelwerte rückt Uber in den Fokus. Der Fahrdienst-Vermittler verbuchte im dritten Quartal starke Geschäftszuwächse, machte aber erneut einen grossen Verlust. Uber konnte die Erwartungen der meisten Analysten zwar beim Nettoergebnis und beim Umsatz übertreffen. Doch die an der Wall Street stark beachtete Entwicklung des operativen Geschäfts sorgte bei Anlegern für grosse Enttäuschung: Die Aktien sackten vorbörslich um rund 7 Prozent ab.

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13:45

Der weltgrösste Ölkonzern Saudi Aramco will Insidern zufolge in fünf Wochen an die Börse. Als erster Handelstag an der Börse in Saudi-Arabien sei der 11. Dezember festgelegt worden, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Präsentationen bei potenziellen Investoren sollen am 18. November beginnen, am 5. Dezember solle der Preis für die Aktien festgelegt werde. Saudi Aramco war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Das Königreich Saudi-Arabien will laut den Insidern zunächst zwei Prozent des Ölgiganten am Aktienmarkt platzieren. Damit könnte es einer der grössten Börsengänge aller Zeiten werden. Ein nicht unumstrittener Vorgang, wie die Reaktion der linken deutschen Zeitung "Taz" zeigt: 

 

 

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13:20

Der Euro hat am Dienstag zum US-Dollar etwas schwächer tendiert. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1111 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Zum Franken bewegt sich der Euro mit Kursen von aktuell 1,1020 Franken innerhalb der Range, in der er sich nun schon seit Tagen bewegt. Der US-Dollar zieht zugleich weiter an und notiert mit 0,9917 Franken wieder oberhalb der 0,99er Marke.

Während sich die Kursbewegungen beim Euro in engen Grenzen halten, legt der chinesische Yuan deutlich zu. Im Gegenzug fällt der US-Dollar erstmals seit August wieder unter die Marke von sieben Yuan. Auslöser sind Presseberichte, die Hoffnungen auf eine Annäherung der USA und China im Handelsstreit nährten. 

Unter Druck steht derweil der japanische Yen, der neben dem Franken unter Anlegern als sicherer Rückzugsort in unruhigen Zeiten gilt. 

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11:30

Der SMI verliert gegen 11.05 Uhr 0,13 Prozent auf 10'323,28 Punkte. Damit steht er um etwa 30 Punkte unter seinem erst am Montag erreichten Rekordniveau von 10'353 Punkten. Der die 30 wichtigsten Werte umfassende SLI fällt um 0,08 Prozent auf 1'588,12 Punkte und der breite SPI um 0,15 Prozent auf 12'446,61 Zähler.

Während die Schwergewichte den Markt belasten, zeigen sich einige Industrietitel der zweiten Reihe nach ihren Zahlenvorlagen sehr stark. Zum vollständigen Bericht zur Mittagsbörse geht es hier

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09:20

Wie schon zum Wochenstart sind es auch am Dienstag die guten Vorgaben aus Übersee gepaart mit der Hoffnung auf Fortschritte im US-chinesischen Zollstreit, die den Markt weiter anschieben. Allerdings fällt der SMI nach Handelsbeginn zurück und steht um 09.15 Uhr bei 10'305 Punkten 0,3 Prozent tiefer.

Die Märkte treibt grundsätzlich ein Mangel an Alternativen, wie angesichts der Höchstkurse an den Börsen auch wieder verstärkt zu hören ist. Im anhaltenden Niedrig- bis Tiefzins-Umfeld gehe auf der Suche nach Rendite kein Weg an Aktien vorbei, heisst es etwa. Darüber hinaus seien die Rezessionsängste zuletzt wieder etwas abgeflaut. Es gibt allerdings auch warnende Stimmen: Es gebe nachwie vor viel Skepsis im Markt, so dass die Stimmung jederzeit umschlagen könne, heisst es dort.

Novartis-Tochter Sandoz erhält US-Zulassung für neues Biosimilar

Anleger nehmen offenbar auch Gewinne mit. Die Novartis-Aktien (-0,7 Prozent) fallen, obwohl die Generika-Tochter Sandoz die US-Zulassung für ein Biosimilar erhalten hat. Dieses soll nun so schnell als möglich auf den Markt gebracht werden.

Adecco (-1,9 Prozent) wiederum rückt mit seinen jüngsten Geschäftszahlen in den Fokus. Der Personalvermittler hat auch im dritten Quartal unter der wirtschaftlichen Abschwächung gelitten: das adjustiete organische Wachstum nahm um 4 Prozent ab. Ausserdem hat die Gruppe die US-Tochter Soliant Health für 612 Millionen Dollar verkauft. In einem ersten Kommentar der CS heisst es, die US-Tochter sei im eher hochmargigen Segment unterwegs gewesen, so dass der Verkauf ab 2020 zu einer Verwässerung der Margen führen dürfte.

Auf der positiven Seite im SMI stehen vor allem die Banken UBS (+0,8 Prozent) und Credit Suisse (+0,5 Prozent).

Darüber hinaus haben im breiten Markt noch eine Vielzahl an Unternehmen Zahlen vorgelegt. So werden etwa Dufry (+5,9 Prozent) gesucht, nachdem der Reisedetailhändler in den ersten neun Monaten sein organisches Wachstum beschleunigt hat.

Die Aktien der Industriekonzerne Burckhardt Compression (+ 1 Prozent) und Oerlikon (+5 Prozent) ziehen trotz durchmischter Zahlen davon. Stark hingegen fallen die Abgaben aber beim Medizinaltechniker Ypsomed aus (-5,4 Prozent). Das Unternehmen hat die Gewinnschätzungen verfehlt und den Ausblick gesenkt.

 

 

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09:00

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag an die starke Vortagsentwicklung angeknüpft und weiter zugelegt. 

Der Schlussbericht zu den asiatischen Börsen findet sich hier.

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08:15

Die Ölpreise haben am Dienstag ihre in den vergangenen Tagen erzielten Gewinne zunächst halten können. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,25 US-Dollar. Das waren zwölf Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um fünf Cent auf 56,60 Dollar.

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08:10

Nach den vorbörslichen Berechnungen von Julius Bär wird der SMI mit dem Handelsstart um 0,2 Prozent auf 10'357 Punkte ansteigen. Sämtliche Titel stehen im Plus, was auf die gute Stimmung zurückgeht: Im Handelsstreit USA-China herrscht gerade wieder Tauwetter. 

Umsatz und Gewinn bei Adecco schrumpfen weiter

Nach Zahlen stehen Adecco (+0,9 Prozent) und Durfy (+2,6 Prozent) höher. Novartis (+0,6 Prozent) hat Daten vorgelegt. Oerlikon (-0,4 Prozent) fallen nach einen Zwischenbericht zurück. Am breiten Markt fallen Burckhardt (-1,7 Prozent) auf, dort worden ebenfalls Zahlen veröffentlicht. 

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06:30

Positive Nachrichten im Handelstreit der USA mit China lassen die asiatischen Anleger zugreifen. In den laufenden Verhandlungen sagte der chinesische Präsident Xi Jinping, die Weltgemeinschaft müsse Handelsbarrieren abbauen.

"Die wirtschaftlichen Unsicherheiten nehmen ab. Das bedeutet, dass diejenigen, die ihre Aktivitäten sowohl in der Realwirtschaft als auch auf den Finanzmärkten zurückgehalten haben, nun wieder aktiv werden", sagte Masaru Ishibashi, General Manager bei der Sumitomo Mitsui Bank.

 

 

Die Börse in Tokio hat sich am Dienstag zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index steigt um 2 Prozent auf 23'300 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,2 Prozent und lag bei 1687 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 1,4 Prozent.

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05:00

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 108,76 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0254 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,9891 Franken.

Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1121 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,1002 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2883 Dollar.

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04:55

Hoffnungen auf Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China haben am Montag die Wall Street beflügelt. Für gute Stimmung sorgte US-Handelsminister Wilbur Ross: Er sehe keinen Grund, warum nicht in diesem Monat ein Teilabkommen unterzeichnet werden könne. "Die Investoren wetten darauf, dass irgendeine Art Abkommen auf dem Weg ist, kein umfassender Deal, aber irgendetwas, mit dem eine Rezession vermieden werden kann", sagte Peter Cardillo, Chefvolkswirt beim Brokerhaus Spartan Capital Securities. "Damit kann der Markt leben."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 27'517 und einem Tief von 27.402 Punkten. Er ging mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 27'462 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 3078 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,6 Prozent auf 8433 Stellen vor. In Frankfurt gewann der Dax 1,4 Prozent auf 13'136 Punkte.

In New York gehörten zu den Gewinnern Chip-Unternehmen, die besonders viel Geschäft in China machen. So legten die Titel von Intel, Micron und Nvidia zwischen 1,9 und 3,9 Prozent zu.

(cash/AWP/Reuters)

 

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