+++Börsen-Ticker+++ - Schwindende Türkei-Sorgen verhelfen US-Börsen zu Gewinnen

Nachlassende Türkei-Sorgen und ermutigende Firmenbilanzen haben US-Anleger zurück an die Wall Street gelockt.
14.08.2018 17:40
Wieder positive Stimmung an der Wall Street am Dienstag.
Wieder positive Stimmung an der Wall Street am Dienstag.
Bild: Bloomberg

22:35

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schwankte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 25'339 und einem Tief von 25'201 Punkten. Er schliesst mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 25'299 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,6 Prozent auf 2839 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöht sich um 0,7 Prozent und steht zum Schluss bei 7870 Punkten.

Positiv werteten Börsianer die für Donnerstag geplante Telefonkonferenz des türkischen Finanzministers Berat Albayrak mit rund 1000 Investoren. "Erstmals seit längerem ist wieder verhaltener Optimismus zu spüren", sagt ein Devisenhändler. Wasser in den Wein goss dagegen Recep Erdogan. Der türkische Präsident rief zu einem Boykott elektronischer US-Produkte wie iPhones auf. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Apple deswegen allzu besorgt ist", sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Aber es wirft ein Schlaglicht auf die besorgniserregende Verschlechterung der Beziehungen zwischen Ankara und Washington." Apple-Aktien stehen 0,4 Prozent im Plus.

Im Rampenlicht an der Wall Street stand erneut Tesla. Der Elektroautopionier gründet einen Ausschuss, um einen möglichen Rückzug von der Börse auszuloten. Tesla-Titel schliessen 1,7 Prozent im Minus.

Nach der Vorstellung der neuesten Chip-Technologie steigen die Papiere von Nvidia 2,1 Prozent. Die Aktien von Cannabis-Produzenten gingen dagegen auf Talfahrt, nachdem die kanadische Provinz Ontario den Start für den freien Verkauf des Rauschmittels verschoben hat. Die Titel von Cronos verlieren gut 3, die von Tilray mehr als 9 Prozent.

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17:40

Die Schweizer Börse ist am Dienstag praktisch an Ort getreten. Eine technische Gegenbewegung der türkischen Lira und der Börse Istanbul sorgten für Entspannung und verhalfen den Beteiligungspapieren zu einer Verschnaufpause, sagen Händler. Der SMI steht zum Handelsschluss bei9019 Punkten leicht höher als am Vortag. Am Montag war der Leitindex um 0,3 Prozent gesunken.

Zu den wenigen Gewinnern zählen die Genussscheine von Roche mit einem Plus von 0,6 Prozent. Der Pharmawert gelte weiter als kursmässig zurückgeblieben und werfe eine attraktive Dividendenrendite ab. Rivale Novartis gibt hingegen 0,2 Prozent nach. Die Aktie des Lebensmittelkonzerns Nestlé zieht 0,4 Prozent an.

Ansonsten konzentrierten sich die Anleger Händlern zufolge auf Firmen, die über den Geschäftsverlauf informierten. Die Aktien von Geberit büssen 1,6 Prozent ein. Die Sanitärtechnikfirma steigerte im ersten Halbjahr zwar Umsatz und Gewinn, schloss allerdings lediglich im Rahmen der Analystenerwartungen ab.

Die Titel von Swiss Life ermässigen sich um 0,2 Prozent. Der Lebensversicherer steigerte den Reingewinn im ersten Halbjahr um 7 Prozent auf 561 Millionen Franken. Swiss Life schnitt zwar besser ab als von Analysten erwartet. Das reiche als Impuls derzeit aber nicht, sagen Händler.

Gefragt waren die Anteile von Straumann mit einem Plus von 4,5 Prozent. Die Zahnimplantatefirma verbuchte im ersten Halbjahr zwar einen Gewinnrückgang um 5,6 Prozent auf 132,9 Millionen Franken. Unter Ausschluss von Sonderposten stieg der Gewinn aber um 19,2 Prozent. Das Unternehmen erhöhte zudem seine Jahresprognose. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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15:40

Ermutigende Firmenbilanzen und die vorerst gestoppte Talfahrt der türkischen Lira lassen US-Anleger aufatmen. An der Wall Street lagen die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 zur Eröffnung am Dienstag bis zu 0,4 Prozent im Plus.

Zur guten Stimmung trägt unter anderem Home Depot bei. Die grösste US-Baumarktkette legte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen vor und hob ihre Gesamtjahresziele an. Angesichts der Konjunkturabkühlung sei die Umsatzentwicklung besonders positiv, lobt Analyst John Baugh vom Brokerhaus Stifel, Nicolaus & Co. Home-Depot-Aktien gewinnen zum Handelsstart 0,6 Prozent.

Im Rampenlicht stehen zudem erneut Tesla. Der Elektroautopionier gründet einen Ausschuss, um einen möglichen Rückzug von der Börse auszuloten. Tesla-Titel liegen 0,3 Prozent im Minus. 

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12:10

Der Schweizer Aktienmarkt legt am Dienstagmorgen leicht zu und erholt sich damit etwas von den Verlusten der vorhergehenden Handelstage. Der Leitindex SMI kann sich wieder klar über der Marke von 9000 Punkten positionieren, wobei insbesondere die Schwergewichte und einige Zykliker stützen. Hierzulande stehen zudem eine Reihe von Unternehmen mit Halbjahreszahlen im Fokus.

Der SMI gewinnt gegen Mittag 0,3 Prozent auf 9028 Punkte. Der 30 Aktien umfassende SLI legt um 0,1 Prozent auf 1474 Zähler zu und der breite SPI um 0,2 Prozent auf 10'756 Punkte. Von den 30 grössten Titeln notieren 13 im Plus, 15 im Minus und 2 (DufrySika) unverändert.

Swiss Life (-0,1%) wird von den vorgelegten guten Zahlen nicht angetrieben. Der Konzern hat bei Prämienvolumen wie Gewinn zugelegt und die Erwartungen übertroffen.

Schwächster Wert im SMI/SLI ist nach Zahlen Geberit (-2,0%). Der Ausblick fiel nach Analysteneinschätzung eher vorsichtig aus, die Zahlen werden derweil als gut bis sehr gut eingeschätzt. Ebenfalls deutlich im Minus notieren Lonza (-1,1%) und Vifor Pharma (-0,9%).

Stütze für den Gesamtmarkt kommt auch von den grosskapitalisierten Roche (+1,0%), Nestlé  (+0,6%) und Novartis (+0,2%). Auch Logitech (+0,9%), Givaudan und Swatch (je 0,5%) legen überdurchschnittlich zu.

Im breiten Markt ziehen Straumann (+2,3%) deutlich an. Der Dentalimplantathersteller hat mit den Halbjahreszahlen die Erwartungen beim Umsatzwachstum übertroffen und den Ausblick auf das Gesamtjahr erhöht. Auch bei Tornos (+5,2%) loben die Analysten die Zahlen. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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10:20

Die Schweizer Börse zeiht am Dienstagmorgen an. Nach mehreren Tagen mit Einbussen nützten Anleger die tieferen Kurse zum Einstieg, heisst es am Markt. Der SMI steigt um 0,6 Prozent auf 9058 Zähler. Am Montag war der Leitindex um 0,3 Prozent gesunken.

Die Anleger konzentrieren sich Händlern zufolge auf Firmen, die über den Geschäftsverlauf informierten. Die Aktien von Geberit büssen 1,1 Prozent ein. Die Sanitärtechnikfirma steigerte im ersten Halbjahr zwar Umsatz und Gewinn, schloss allerdings lediglich im Rahmen der Analystenerwartungen ab.

Die Titel von Swiss Life dagegen legen 0,5 Prozent zu. Der Lebensversicherer steigerte den Reingewinn im ersten Halbjahr um 7 Prozent auf 561 Millionen Franken. Swiss Life schnitt besser ab als von Analysten erwartet.

Gefragt sind die Anteile von Straumann mit einem Plus von 2,8 Prozent. Die Zahnimplantatefirma verbuchte im ersten Halbjahr zwar einen Gewinnrückgang um 5,6 Prozent auf 132,9 Millionen Franken. Unter Ausschluss von Sonderposten stieg der Gewinn aber um 19,2 Prozent. Das Unternehmen erhöhte zudem seine Jahresprognose.

Auf Erholungskurs sind die Aktien der Banken: Die Anteile von Credit Suisse und UBS rücken um 0,2 beziehungsweise 0,6 Prozent vor. Auch Versicherungstitel werden um gut ein halbes Prozent höher gehandelt.

Die als wenig konjunktursensitiv geltenden Pharmawerte Novartis und Roche sind um 0,6 und 1,1 Prozent fester. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestlé ziehen 0,5 Prozent an.

Am breiten Markt fallen Tornos mit einem Kurssprung von 4,7 Prozent auf. Der Maschinenbauer berichtete für das erste Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnsprung auf 104 beziehungsweise 5,5 Millionen Franken. Das Ergebnis sei besser als erwartet, heisst es bei der Zürcher Kantonalbank.

Die Basilea-Aktien sinken um 0,4 Prozent. Die Pharmafirma schloss das erste Halbjahr mit 22,5 Millionen Franken Verlust ab.

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09:40

In Handel mit Digitalwährungen haben sich die jüngsten Kursverluste am Dienstag fortgesetzt. Neben dem Bitcoin kam es auch zu einem Ausverkauf bei anderen bekannten Digitalwährungen wie Ether oder Ripple. Am frühen Morgen fiel der Kurs des Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp unter 6000 Dollar und erreichte bei 5880 Dollar den tiefsten Stand seit Juni. Als Ursache für die Talfahrt gilt nach wie vor die auf sich warten lassende Zulassung von börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETFs) in den USA.

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09:30

Der SMI zieht um 0,5 Prozent auf 9047 Punkte an. Thema bleibt die Türkei-Krise, auch wenn sich bei der Landeswährung Lira zuletzt eine Stabilisierung abgezeichnet hat. Die Vorgaben sind gemischt.

Während die US-Börsen nach Handelsschluss in Europa noch leicht tiefer gegangen sind und auch an den chinesischen Festlandbörsen am Morgen rote Vorzeichen vorherrschen, weist der Nikkei in Japan ein deutliches Plus auf. Ein zum Dollar schwächerer Yen und Daten zur Industrieproduktion stützen hier die Kurse, während in China Konjunkturdaten enttäuscht haben.

Nach Zahlen stehen Swiss Life (-0,1 Prozent) im Fokus. Der Konzern hat bei Prämienvolumen wie Gewinn zugelegt. Auch Geberit (-2,1 Prozent) hat Umsatz und Ergebnis gesteigert, gegenüber dem Vorquartal aber eine Verlangsamung beim Wachstum verbucht. Im breiten Markt sorgen Basilea (-0,6 Prozent) und Straumann (+3,7 Prozent) nach Zahlen für Bewegung. Zahlen präsentiert haben ausserdem Arbonia, Tornos, Orascom, Elma oder Valartis.

Die Aktie von EMS-Chemie (-2 Prozent) wird mit Dividendenabschlag gehandelt. Aryzta (+3,2  Prozent) kann zu einer Gegenbewegung zu den Abgaben der Vortage ansetzen.

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08:35

Die Börsen in Japan haben ihre Verluste zu Wochenbeginn am Dienstag wieder wettgemacht. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,3 Prozent höher bei 22.356 Punkten. Der breiter gefasste Topix rückte um 1,6 Prozent vor. Am Montag hatten die Aktienmärkte in Asien wegen der Sorge vor einer Ausbreitung der Währungskrise in der Türkei auf andere Schwellenländer deutliche Verluste verzeichnet.

Bei Anlegern in China blieb die Stimmung jedoch weiterhin gedämpft. Die Börsen in Peking und Shanghai lagen je rund ein Prozent im Minus. Anleger fürchten, dass die Wirtschaft der Volksrepublik wegen des Handelskonflikts mit den USA nicht mehr so stark wächst wie früher. Im Juli stagnierte das Wachstum der Industrieproduktion.

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08:30

Zugesagte Geldspritzen der Zentralbank haben den rasanten Verfall der türkischen Lira gebremst. Ein Dollar kostete am Dienstag 6,8054 Lira. Damit rückte die türkische Landeswährung von dem am Montag erreichten Rekordtief von 7,24 wieder etwas ab. Die Zentralbank in der Türkei hatte Geldspritzen zugesichert, um den Währungsverfall zu stoppen.

Analysten der Commerzbank zeigten sich aber weiterhin zurückhaltend. "Auch wenn ich nach wie vor davon überzeugt bin, dass sich Ansteckungseffekte in Grenzen halten werden, da die Probleme der Türkei hausgemacht sind und die Volkswirtschaft zu klein ist, um global signifikanten realwirtschaftlichen Schaden anzurichten, dürfte es noch zu früh sein, um Entwarnung zu geben", sagte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen.

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08:10

Der SMI steht trotz der türkischen Währungskrise um 0,06 Prozent im Plus bei 9011 Punkten. Zykliker und Banken stehen leicht höher als der übrige Markt. Swiss Life (+1,5 Prozent) stechen heraus, nachdem starke Wachstumszahlen im Halbjahr vorgelegt worden sind. Geberit (-0,2 Prozent) hingegen fallen als einzige SMI-Aktie etwas ab. Der Sanitärkonzern hat ebenfalls Zahlen vorgelegt (zu den vorbörslichen SMI-Kursen bei cash.ch).

Am breiten Markt steigen nach der Ergebnisvorlage Straumann (+0,6 Prozent) und Basilea (+1,8 Prozent) deutlicher als der Markt. Aryzta (+1,6 Prozent) setzen nach den Verlusten von gestern infolge der Ankündigung einer Kapitalerhöhung zu einer Gegenbewegung an. Ems (-3 Prozent) werden ex-Dividende behandelt.

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06:50

Der Euro steht zum Franken zur Stunde bei 1,1340. In der Nacht war der Kurs angesichts der andauernden Turbulenzen um die türkische Lira auf bis zu 1,1323 gefallen.

Mehr zum Thema: Soll man nun Euro zukaufen?

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06:45

Die Tokioter Börse ist am Dienstag mit einem Plus in den Handel gestartet, nachdem der rasante Verfall der türkischen Lira etwas gebremst wurde. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legt um 1,9 Prozent zu auf 22'261 Punkte zu.

Die Lira blieb unter Druck, obwohl die Türkei mit Investitionen, Drohungen und Geldspritzen den Verfall zu stoppen versuchte. Ein Dollar kostete im fernöstlichen Devisenhandel 6,9541 Lira. Die türkische Währung rückte aber etwas ab von ihrem Rekordtief von 7,24.

Ein Euro wurde mit 1,1407 Dollar bewertet, nachdem er am Montag mit 1,1365 Dollar ein 13-Monats-Tief erreicht hatte. Der Dollar wurde mit 110,83 Yen gehandelt.

Die türkische Währungskrise hatte am Montag auch die Wall Street belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer bei 25.187 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,4 Prozent auf 2821 Zähler nach, der Index der Technologiebörse Nasdaq rund 0,25 Prozent auf 7819 Stellen. 

(Reuters/AWP/cash)