+++Börsen-Ticker+++ - SMI beendet Monat Mai im Minus

An der Schweizer Börse haben sich die Abgaben am Freitag fortgesetzt.
31.05.2019 17:35
Nestlé-Aktie legte - entgegen dem negativen Markttrend - am Freitag zu.
Nestlé-Aktie legte - entgegen dem negativen Markttrend - am Freitag zu.
Bild: Bloomberg

17:35

Der Swiss Market Index (SMI) schliesst am Freitag bei 9'524 Punkten um 0,2 Prozent im Minus. Somit hat der Leitindex im Monat Mai rund 2,5 Prozent eingebüsst.

Auf den Verkaufszetteln standen vor allem Aktien von Unternehmen, die unter einer Eintrübung der Weltkonjunktur leiden. Der Personalvermittler Adecco und der Zementriese LafargeHolcim verloren je 1,1 Prozent. Die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch waren mit einem Minus von 2,1 Prozent Tagesverlierer, nachdem die beiden Broker JP Morgan und UBS ihre Kursziele gesenkt hatten.

Gefragt waren dagegen die Aktien von Unternehmen mit einem risikoarmen Geschäft. Nestle sowie Givaudan stiegen 1,2 Prozent. Barclays schraubte das Kursziel des Aromenherstellers hoch. Bei den Nebenwerten setzten die Aktien der Biotechfirma Newron nach dem jüngsten Einbruch zu einer Gegenbewegung an und kletterten 9,7 Prozent.

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17:15

Gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro am Freitag zu. Die Gemeinschaftswährung kostet am späten Nachmittag 1,1203 Franken.

Der US-Dollar hielt sich am letzten Wochentag gegenüber dem Franken praktisch unverändert. Er geht am Freitag-Nachmittag bei 1,0056 Franken um.

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16:00

Neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Mexiko haben Anleger an der Wall Street am Freitag verunsichert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 1,3 Prozent auf 24.842 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,3 Prozent auf 2750 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,5 Prozent auf 7452 Punkte.

Trump will den Nachbarn Mexiko mit der Androhung von Strafzöllen dazu bewegen, illegale Einwanderung in die USA stärker zu bekämpfen. Dabei hatten sich die beiden Staaten unlängst auf einen Nachfolger für das Freihandelsabkommen Nafta geeinigt.

 

 

Angesichts der stockenden Handelsgespräche mit China kommt der neue Konflikt aus Sicht von Investoren zur Unzeit. "Amerikanische Firmen müssen Versorgungsketten ausserhalb von China finden, da der Streit dort wohl nicht so bald enden wird und eines dieser dafür herausgedeuteten Länder war Mexiko", sagte Stratege Art Hogan vom Handelshaus National Securities in New York. Unter Druck gerieten dementsprechend die Aktien von General Motors (GM) und Ford, die Fahrzeuge in Mexiko fertigen und von dort Zulieferteile erhalten. Die Papiere beider Autokonzerne verloren jeweils mehr als drei Prozent.

Auch stark konjunkturabhängige Werte wie Boeing und Caterpillar gerieten unter die Räder, ebenso wie Chipwerte und Bankentitel.

Eine gesenkte Gesamtjahresprognose brockte Gap den grössten Kursrutsch seit zweieinhalb Jahren ein. Die Aktien der US-Modekette fielen um knapp 16 Prozent und sind mit 17,33 Dollar so billig wie zuletzt vor drei Jahren. 

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15:00

Neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Mexiko verschärfen die Lage am US-Aktienmarkt. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial am Freitag eine Stunde vor dem Handelsstart 0,94 Prozent tiefer bei 24 933 Punkten. Für den New Yorker Leitindex bahnt sich der erste Monatsverlust in diesem Jahr an. Gemessen am Vortagesschlusskurs hat der Dow im Mai bislang mehr als 5 Prozent eingebüsst.
 

Die Trumpschen Zoll-Drohungen gegen Mexiko hatten in Asien und Europa bereits besonders die Aktien von Automobilkonzernen auf Talfahrt geschickt, denn viele haben in dem mittelamerikanischen Land eigene Werke. Dies trifft auch auf die US-Hersteller General Motors und Ford zu, deren Aktien vorbörslich bereits um jeweils mehr als 4 Prozent abrutschten.

Zudem stehen mit dem Computer-Spezialisten Dell Technologies und dem Fahrdienstvermittler Uber zwei Konzerne im Blick, die am Vorabend nach Börsenschluss ihre Quartalszahlen vorgelegt hatten.

Dell hatte höheres Wachstum mit Diensten für seine Kunden verzeichnet, während die Geräte-Erlöse stagnierten. Vorbörslich ging es um mehr als 4 Prozent nach unten. Dell ist seit Ende 2018 wieder an der Börse. Die Aktie kam bis Mitte Mai sehr gut voran.

Uber hatte zu Jahresbeginn tiefrote Zahlen geschrieben, aber einen kräftigen Umsatzanstieg verbucht. Vorbörslich stieg die Aktie um 2 Prozent. Uber ist erst seit gut drei Wochen an der Börse. Für die Aktie lief es bislang wenig rund.

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12:55

In der Hoffnung auf einen Sieg wirtschaftsfreundlicher Kräfte bei den geplanten Neuwahlen decken sich Anleger mit griechischen Staatsanleihen ein. Dies drückt die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Rekordtief von 2,976 Prozent.

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11:50

Der Swiss Market Index (SMI) notiert mit 9'512 Punkten um 0,3 Prozent im Minus. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,5 Prozent auf 1'454 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,3 Prozent auf 11'519 Zähler. 22 SLI-Titel geben nach und acht ziehen an.

Als Stützen des Marktes erweisen sich die schwergewichtigen und als krisenresistent geltenden Nestle (+0,6%) und Roche (+0,1%). Auch Swisscom (+0,1%) Sonova (+0,5%) legen etwas zu. Zu den Gewinnern zählen zudem Kühne+Nagel (+0,8%) und Givaudan (+0,5%), die beide von Analystenkommentaren profitieren. Gefragt sind auch Swiss Life (+0,8%).

Den stärksten Kursrückgang verbuchen Swatch (-3,5%). AMS folgen mit minus 3,3 Prozent. "China lässt grüssen", sagte dazu ein Händler. Der Zollstreit und schwache Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte verstimmen die Anleger. Darunter leiden neben dem Sensorenhersteller und dem Uhrenproduzenten auch die am breiten Markt gehandelten Aktien des Reisedetailhändlers Dufry (-2,5%). Bei AMS erwähnen Händler zudem schwache Absatzzahlen bei den iPhone-Verkäufen in China.

Die Grossbanken UBS (-0,8%) und Credit Suisse (-1,5%) büssen ebenfalls Wert ein. CS-Chef Chef Tidjane Thiam hält nichts von grenzüberschreitenden Zusammenschlüssen von Banken: "Wir sind sehr skeptisch gegenüber internationalen Übernahmen und Fusionen über Grenzen hinweg", sagte der Franko-Ivorer in einem Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung "l'Agefi" vom Freitag.

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11:05

Dax und EuroStoxx50 verlieren jeweils etwa 1,5 Prozent auf 11.710 und 3272 Punkte. Das ist deutlich mehr als der SMI (-0,3 Prozent).  Anleger schichteten verstärkt Geld in die als sicher geltenden Bundesanleihen um. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Rekordtief von minus 0,205 Prozent. Die "Antikrisen-Währung" Gold verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 1294,64 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Unter Verkaufsdruck gerieten ausserdem Firmen mit einem grossen Mexiko-Geschäft, allen voran die Autobauer BMW, Daimler, Volkswagen und Fiat Chrysler, deren Titel sich um bis zu 4,7 Prozent verbilligten. Investoren befürchteten, dass nach China und Mexiko Europa das nächste Ziel von Trumps Zolldrohungen ist, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Die Papiere des italienischen Stahlkochers Tenaris und der spanischen Bank BBVA büssten jeweils etwa vier Prozent ein.

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10:10

Die Aktien des Sensorenherstellers AMS stehen am Freitag unter Verkaufsdruck. Während die Sorgen um die global sich ausweitenden Handelskonflikte konjunktursensitive Titel unter Druck setzen, leiden AMS zusätzlich unter schlechten Nachrichten zum Grosskunden Apple.

Bis um 10.10 Uhr büssen AMS an der Schweizer Börse 2,3 Prozent auf 32,70 Franken ein. Der Gesamtmarkt (SPI: -0,08%) gibt derweil dank der Unterstützung der Schwergewichte Roche, Novartis und Nestlé nur leicht nach.

Die globalen Handelsstreitigkeiten halten die Märkte weiterhin im Griff, wobei Händlern zufolge vor allem auch Aktien wie AMS darunter leiden. Schwache Konjunkturdaten aus China lassen Befürchtungen aufkommen, dass der Streit zwischen den USA und China verstärkt auf die Konjunktur durchschlagen könnte. Derweil hat China die Erhöhung von Strafzöllen auf US-Waren angekündigt.

Bei AMS kommt hinzu, dass Grosskunde Apple laut der Statistik des Beratungsunternehmens Gartner im ersten Quartal mit dem Verkauf von iPhones im Schlüsselmarkt China enttäuschend abgeschnitten hat. Die Nachfrage nach Premium-Smartphones stand den Angaben zufolge weltweit unter Druck. AMS liefert für die Apple-Geräte eine Reihe von Komponenten.

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10:05

Aus Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen des neuen Zollstreits zwischen den USA und Mexiko ziehen sich Anleger aus dem Rohölmarkt zurück. Brent verbilligt sich um 1,2 Prozent auf 66,07 Dollar je Barrel. Die "Antikrisen-Währung" Gold verteuert sich dagegen um 0,5 Prozent auf 1294,60 Dollar je Feinunze.

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09:55

Der Franken zeigt sich leicht höher zum Dollar, der 1,0053 Franken kostet nach 1,0072 Franken am Vorabend. Der Euro erholt sich zum Franken auf 1,1202, nachdem er über Nacht unter diese Schwelle gerutscht war.

Starke Kursverluste gab es hingegen beim mexikanischen Peso, der im Handel mit dem Dollar im frühen Handel rund drei Prozent an Wert verloren hat. US-Präsident Trump will Mexiko mit Strafzöllen auf alle Warenimporte dazu zwingen, die illegale Migration durch das Land in die Vereinigten Staaten zu stoppen. Vom 10. Juni an würden Zölle in Höhe von fünf Prozent auf sämtliche Einfuhren aus Mexiko erhoben, hiess es von Trump.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Eröffnung 0,4 Prozent auf 9505 Punkte nach. Auslöser der jüngsten Sorgen sind neue Hiobsbotschaften aus China und den USA zum Thema Handel. China will Zölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden US-Dollar anheben. Die USA wiederum wollen wegen der illegalen Migration von Mexikanern Strafzölle gegen das Nachbarland verhängen.

Im Mai hat der SMI 2,6 Prozent eingebüsst und ist damit der bisher einzige Monat mit einer negativen Performance im laufenden Jahr. Trotz dieser Korrektur, die auf einem recht hohen Niveau stattgefunden hat, weist der Leitindex noch immer ein Plus seit Jahresbeginn von gut 13 Prozent auf.

Impulse für die Pharmawerte erhoffen sich die Anleger von dem US-Onkologiekongress ASCO. Dort will sich Roche (+0,3 Prozent) zu insgesamt 17 Medikamenten äussern. Dabei wird der Konzern sowohl aus seinem Krebsimmuntherapie-Portfolio Daten vorstellen als auch zu seinen zielgerichteten Therapien und Fortschritten in der personalisierten Medizin. Auch Novartis (-0,5 Prozent)) wird Daten zu seinen aktuellen Forschungs-Programmen unter anderem über Brust- und Lungenkrebs sowie Leukämie präsentieren.

Zu den raren Gewinnern im SMI gehören neben Roche auch Givaudan (+0,3 Prozent) und Nestlé (+0,2 Prozent). Deutlich im Minus hingegen sind die Uhrenhersteller Swatch (-2,6 Prozent) und Richemont (-1,3 Prozent).

09:05

Der Handel in Asien ist beendet: Für den Tokioter Leitindex Nikkei 225 ging es um 1,63 Prozent bergab auf 20 601,19 Punkte. Auf Monatssicht verlor das Barometer fast siebeneinhalb Prozent.

Die chinesischen Börsen hingegen schlugen sich am Freitag wacker: So notierte der Auswahlindex der Festlandbörsen CSI 300 gegen Handelsende kaum verändert bei knapp über 3641 Zählern. Für den Monat Mai zeichnet sich aber ein Minus von rund 7 Prozent ab. In Hongkong sank der Hang Seng im späten Freitagshandel um ein halbes Prozent auf 26 964,37 Punkte.

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08:08

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse 0,1 Prozent nach. Gestern war die Schweizer Börse wegen Auffahrt geschlossen, am Mittwoch büsste der Leitindex 1,43 Prozent auf 9542 Punkte ein.

Börsianer zufolge verstärken die geplanten US-Strafzölle auf sämtliche Importwaren aus Mexiko die Furcht vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur. Ausserdem drückten das Brexit-Chaos und die Gefahr eines neuen Haushaltsstreits zwischen Italien und der EU auf die Stimmung am Markt.

Sämtlich SMI-Werte notieren vorbörslich leicht negativ. Auffällige Kursbewegungen gibt es keine.

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08:00

Die Ölpreise haben am Freitag an die Verluste vom Vortag angeknüpft. Kurz vor dem Wochenende ging es mit den Notierungen für Rohöl aus den USA und der Nordsee aber nicht mehr so stark abwärts wie am Donnerstag. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 66,02 US-Dollar. Das waren 85 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 60 Cent auf 55,99 Dollar.

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07:30

Der Kurs des Euro hat sich am Freitag vorerst stabilisiert. Bereits am Vortag hatte sich die Gemeinschaftswährung kaum verändert gehalten, nachdem sie in der ersten Wochenhälfte deutlich gesunken war. Am Morgen wurde der Euro bei 1,1132 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend.

Der Franken zog derweil zu beiden Währungen wieder leicht an. Der Dollar kostete am Morgen 1,0052 Franken nach 1,0072 Franken am Vorabend. Der Euro war noch 1,1190 Franken wert nach 1,1215 Franken zuvor.

Kursentwicklung Euro/Franken in den letzten 2 Wochen, Quelle: cash.ch

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06:35

US-Präsident Donald Trump kündigte ab dem 10. Juni Zölle auf Importe aus Mexiko an, um das Land zu schärferen Massnahmen gegen illegale Einwanderung zu bewegen. Davon wären auch japanische Autobauer wie Toyota, Nissan, Honda oder Mazda betroffen, die allesamt in Mexiko Fahrzeuge für den US-Markt produzieren. Ihre Aktien verbuchten Kursverluste von zwei bis drei Prozent, Mazda brachen sogar mehr als sechs Prozent ein.

Der Nikkei der 225 führenden Werte an der Tokioter Börse fiel um 0,8 Prozent auf 20.778 Punkte. Der breiter gefasste Topix verlor 0,6 Prozent auf 1522 Zähler. "Die Androhung der USA, innerhalb von zwei Wochen Zölle auf mexikanische Waren einzuführen, ist ein schwerer Schlag für die Stimmung an den Finanzmärkten", sagte Sean Callow, Währungsanalyst bei Westpac.

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06:30

Der Euro notierte im fernöstlichen Handel zum Dollar etwas höher bei 1,1135 Dollar. Zum Yen lag der Dollar 0.3 Prozent im Minus bei 109,28 Yen.

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06:25

Die US-Börsen schlossen am gestrigen Donnerstag positiv: Der Dow-Jones-Index stieg um 0,2 Prozent auf 25.170 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte ebenfalls um 0,2 Prozent auf 2789 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 7568 Zähler. Zuvor hatten Dax und EuroStoxx50 jeweils etwa ein halbes Prozent auf 11.902 und 3317 Punkte zugelegt.

Zu den Gewinnern in New York gehörten die Aktien von Viacom (plus 3,5 Prozent) und CBS (plus 3,2 Prozent). Der Sender CNBC hatte berichtet, ab Mitte Juni würden Fusionsgespräche erwartet. Beide Konzerne lehnten eine Stellungnahme ab.

(cash/AWP/Reuters)