+++Börsen-Ticker+++ - Steuerreform-Euphorie beflügelt US-Börsen

Gestiegene Erfolgsaussichten für die Steuerreformpläne von US-Präsident Donald Trump haben am Donnerstag Euphorie an der Wall Street ausgelöst.
30.11.2017 22:15
Gute Stimmung bei den Tradern an der Wall Street am Donnerstag.
Gute Stimmung bei den Tradern an der Wall Street am Donnerstag.
Bild: Bloomberg

22:15

Der Dow-Jones-Index stieg erstmals über die Marke von 24'000 Punkten. "Der Markt preist allmählich eine höhere Wahrscheinlichkeit ein, dass die Steuerreform kommen wird", sagt Anlagestratege Mark Heppenstall vom Vermögensverwalter Penn Mutual Asset Management. "Das sorgt heute für mächtig Auftrieb."

Trumps Vorhaben dürfte noch am Donnerstag oder am Freitag vom Senat verabschiedet werden, sagte der Mehrheitsführer der Kongresskammer, Mitch McConnell. Er sei optimistisch, dass die Republikaner dafür genügend Stimmen zusammenbekommen. Zustimmung signalisierte etwa der Trump-Kritiker John McCain.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte geht 1,4 Prozent höher aus dem Handel auf 24'272 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 steigt 0,8 Prozent auf rund 2648 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,7 Prozent auf fast 6874 Stellen.

Auf der Gewinnerseite stehen Energietitel, die im Schnitt 1,6 Prozent zulegen. Sie profitieren von der Entscheidung der Opec, die Ölpreise mit einer Verlängerung der Förderbremse bis Ende 2018 zu stützen.

Bankenwerte setzen ihre Kursgewinne der vergangenen Tage fort. Goldman Sachs ziehen 2,6 Prozent an, J.P. Morgan 0,8 Prozent.

Die Supermarktkette Kroger steigert ihren Börsenwert sogar um gut 6 Prozent. Bei den Anlegern kam die optimistische Umsatzprognose des Managements für das Weihnachtsquartal gut an.

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17:55

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag zugelegt. Die Stimmung ist nicht zuletzt wegen des anhaltenden Rekordlaufs der Wall Street gut. Auch die Hoffnung, dass im US-Senat eine Mehrheit für die geplanten Steuersenkungen von Präsident Donald Trump zusammenkommt, sorge für Auftrieb. "Die Anleger sind optimistisch, dass die Steuerreform kommt", sagt ein Händler. Am Nachmittag liess die Kauflaune allerdings nach und der SMI schliesst noch um 0,2 Prozent höher mit 9319 Punkten. Vorübergehend erklomm der Leitindex mit 9370 Zählern den höchsten Stand seit Februar 2015.

Im Fokus stand die Credit Suisse. Die Aktien der Grossank kletterten vorübergehend um mehr als 4 Prozent und beenden den Tag noch mit einem Plus von 2 Prozent. Das zweitgrösste Schweizer Geldhaus will mit weiteren Kostensenkungen deutlich rentabler werden. Die Eigenkapitalrendite solle 2019 10 bis 11 Prozent und 2020 11 bis 12 Prozent erreichen. In den ersten neun Monaten 2017 lag die Kennzahl bei 4,1 Prozent. Dies entspräche einem Nettogewinn von mindestens 4,2 Milliarden Franken im kommenden Jahr und von mindestens fünf Milliarden Franken 2020. "Die Aussicht auf höhere Ausschüttungen lockte die Anleger", sagt ein Händler.

Auch andere Bankaktien legen zu. Die Titel des Vermögensverwalters Julius Bär rücken 1,2 Prozent vor und die von EFG International 1,4 Prozent. Die Anteile der UBS rutschen leicht ab. Versicherungswerte legen ebenfalls zu, allerdings weniger stark als die Banktitel.

Die Novartis-Aktien sind nach guten klinischen Testergebnissen für die Medikamente Erenumab gegen Migräne und Cosentyx gegen Psoriasis um 0,6 Prozent fester. Die Roche-Scheine steigen um 0,2 Prozent. Die Aktien des dritten SMI-Schwergewichts Nestlé dagegen rutschen um weitere 0,8 Prozent ab, nachdem sie bereits am Mittwoch kräftig verloren hatten.

Zyklische Werte wie der Elektrokonzern ABB, der Personalvermittler Adecco, die Sanitärtechnikfirma Geberit und das Bauchemieunternehmen Sika legten nach einem verhaltenen Start zu.

Am breiten Markt steigen die Aktien von Meyer Burger um 3,5 Prozent. Der Auftragseingang des Solarzulieferers wuchs im Zeitraum Januar bis Oktober um 26 Prozent auf 503 Millionen Franken.

Andere Technologiewerte standen unter Abgabedruck. Händler verwiesen auf die jüngsten Gewinnmitnahmen an der US-Technologiebörse Nasdaq. Die Titel des Chip- und Sensorherstellers AMS etwa verlieren 2,8 Prozent. Die Aktien von U-Blox allerdings legen 2,6 Prozent zu. Firmenchef Thomas Seiler bekräftigte im Finanzportal cash die Jahresprognose der Spezialchip-Firma. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Donnerstag.)

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16:10

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihre Rekordjagd zunächst abgebrochen und dafür eine Berg- und Talfahrt begonnen. Nach Kursschwankungen von fast 20% am Mittwoch betrug die Wertschwankung am Donnerstag rund 15%. Auf der bekannten Handelsplattform Bitstamp wurden am Donnerstag im Hoch 10'618 Dollar erreicht, im Tagestief waren es am Nachmittag 9000. Am Mittwoch war der Bitcoin nach einem Kursanstieg von mehr als 1000% seit Jahresbeginn auf über 11'000 Dollar gestiegen.

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15:40

In der Hoffnung auf einen zusätzlichen Wachstumsschub decken sich am Donnerstag weitere Anleger mit US-Aktien ein. Der US-Standardwerte-Index Dow Jones steigt um 0,5 Prozent und markiert mit 24'056 Punkten den vierten Tag in Folge ein Rekordhoch. Genährt werden die Spekulationen von den Bemühungen im Senat, eine Mehrheit für die geplanten Steuersenkungen zusammenzubekommen. "Die Zeichen stehen gut", sagt Brad McMillan, Chef-Anleger des Brokerhauses Commonwealth Financial. "Die Republikaner kommen voran und der Markt ist optimistisch, dass die Steuerreform kommt."

An der Wall Street zählen die Aktien von Kroger, die sich um fast 14 Prozent verteuern, zu den grössten Gewinnern. Das ist der höchste Kurssprung seit 25 Jahren. Die grösste Supermarktkette der USA erhofft sich im laufenden Quartal ein Umsatzplus von 1,1 Prozent. Am "Black Friday", dem für seine riesigen Rabatte bekannten Tag nach dem Thanksgiving-Fest, habe das Unternehmen so viel verkauft wie noch nie in der Firmengeschichte.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstagmittag im Plus. Der Leitindex war nach dem frischen Jahreshoch vom Vortag zunächst verhalten gestartet, stiess dann aber klar in die Gewinnzone vor. Insgesamt sei die Stimmung weiter freundlich, heisst es im Handel. Für einen Angriff auf das Allzeithoch des SMI aus dem Jahr 2007 brauche es aber noch einmal unterstützende Impulse. Bei den Einzeltiteln steht die CS mit dem Investorentag im Fokus.

Unterstützung kam von Konjunkturdaten aus der Eurozone. Die Arbeitslosenquote ist im Oktober auf den tiefsten Stand seit Anfang 2009 gesunken und die Inflation hat im November leicht angezogen. Hierzulande nahm die Konjunktur im dritten Quartal wie erwartet Fahrt auf. Auch das KOF-Konjunkturbarometer deutet im November auf eine weiter beschleunigte Wirtschaftsentwicklung hin. Am Nachmittag folgen aus den USA Daten zu den persönlichen Einkommen sowie der Chicago Einkaufsmanagerindex.

Der SMI notiert gegen Mittag 0,5% höher bei 9351 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt um 0,5% auf 1499 Zähler und der breite SPI um 0,4% auf 10'695 Stellen. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 23 im Plus und 7 im Minus.

Wie schon am Vortag führen die Titel der CS (+3,4%) die Gewinnerliste im SMI/SLI an. Die Grossbank hat sich am Investorentag neue Ziele für die Zeit nach 2018 gegeben. Die Kostenbasis soll im kommenden Jahr weiter sinken und die Gewinnziele der Divisionen wurden bestätigt. Die Aussagen zum laufenden Geschäftsjahr seien leicht besser als erwartet, heisst es am Markt. Bei den Analysten werden auch die Aussagen zur zukünftigen Eigenkapitalentwicklung sowie zur Dividendenpolitik positiv gewertet.

Credit Suisse kann nicht bei allen Analysten punkten

Die übrigen Banken und Versicherungen wie UBS (+0,9%), Julius Bär (+1,4%), Zurich, Swiss Re (je +0,7%) oder Swiss Life (-0,5%) zeigen sich durchwegs freundlich. Die Finanztitel profitieren mit Blick auf die US-Notenbank von der Erwartung eines verbesserten Zinsumfeldes.

Novartis (+0,5%) hat positive Daten zum Migränemedikament Erenumab sowie dem Schuppenflechtemittel Cosentyx gemeldet. Insbesondere die Nachrichten zu Cosentyx werden von Analysten positiv aufgenommen. Das unterstreiche, dass Novartis einen Mega-Blockbuster in den Händen halte. Die übrigen Schwergewichte Roche (+0,1%) und Nestlé (+0,3%) stützen nur leicht. Die Aktien des Lebensmittelriesen hatten am Mittwoch etwas stärker nachgegeben.

Grösste Verlierer sind Partners Group und Schindler (je -0,7%), gefolgt von Logitech (-0,5%) und Swatch (-0,3%). Der Schmuck- und Uhrenhersteller Richemont (+0,4%) drehte hingegen in Plus. US-Konkurrent Tiffany hatte positive Zahlen gemeldet.

Im breiten Markt hat der Solarzulieferer Meyer Burger (+3,5%) an einem Technologietag eine weiter hohe Dynamik beim Auftragseingang gemeldet und bis Oktober hier einen Anstieg von 26% auf 503 Millionen Franken verbucht. U-Blox (+2,5%) ziehen nach einem Interview des Finanzportals cash mit CEO Thomas Seiler etwas an. Der Unternehmenschef bestätigte die Jahresguidance.

Durch die Kursabschläge bei US-Halbleiteraktien am Vortag würden auch VAT und AMS (je-2,4%) belastet, heisst es. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:45

Die Anleger an der Schweizer Börse wagen sich am Donnerstag nicht aus der Deckung. Die Vorgaben von den US-Märkten waren uneinheitlich und in Tokio schwächelte der Nikkei-Index, wie Händler die Zurückhaltung begründen. Der Leitindex SMI legt am Vormittag 0,3 Prozent zu auf 9329 Punkte. Am Vortag hatte er nach einem Anstieg auf ein Zweijahreshoch wegen Verlusten bei den schwergewichtigen Nestlé-Aktien an Schwung verloren und um 0,2 Prozent schwächer geschlossen.

Impulse könnten laut Händlern im Tagesverlauf von den US-Konsumausgaben ausgehen. Die Käufe der Konsumenten gelten als Hauptstütze der weltgrössten Volkswirtschaft. Von den Zahlen erhoffen sich Börsianer Rückschlüsse über Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen. Thema an den Finanzmärkten ist zudem das Opec-Treffen in Wien. Dabei steuern die grossen Ölnationen auf eine Verlängerung der Förderbremse zu.

Im Fokus der Anleger stehen die Papiere der Credit Suisse, die 2,5 Prozent zulegen und mit 16,74 Franken den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren markieren. Die zweitgrösste Schweizer Bank will mit weiteren Kostensenkungen die Rentabilität deutlich verbessern, wie sie anlässlich eines Investorentags mitteilte. Die Eigenkapitalrendite des Instituts solle 2019 10 bis 11 Prozent und 2020 11 bis 12 Prozent erreichen. In den ersten neun Monaten 2017 lag der Wert bei 4,1 Prozent. Die neuen Ziele entsprechen einem Nettogewinn von mindestens 4,2 Milliarden Franken 2019 und mindestens 5 Milliarden Franken 2020. Kräftige Einsparungen erhofft sich die CS etwa vom verstärkten Einsatz von Robotern. Zudem peilt die Bank Wachstum in der Vermögensverwaltung an. Die Analysten der Bank Vontobel begrüssen die neuen Renditeziele.

Auch andere Bankaktien legen zu: UBS gewinnen 0,8 Prozent an Wert und die Papiere des Vermögensverwalters Julius Bär 1,0 Prozent. Versicherungswerte legen ebenfalls zu.

Bei den Pharmaschwergewichten zeichnet sich kein einheitlicher Trend ab: Novartis legt nach positiven Nachrichten zum Mittel Erenumab gegen Migräne und zum Medikament Cosentyx 0,5 Prozent zu. Die Roche-Scheine verlieren hingegen leicht an Wert. Die Aktien des dritten Indexschwergewichts Nestlé geben ebenfalls leicht nach.

Die zyklischen Werte neigen zur Schwäche: Die Titel des Personalvermittlers Adecco, der Sanitärtechnikfirma Geberit und der Bauchemiefirma Sika geben leicht nach.

Am breiten Markt gewinnen die Aktien von Meyer Burger 4,1 Prozent. Die Dynamik beim Auftragseingang aus dem ersten Halbjahr 2017 habe sich fortgesetzt, teilte der Solarzulieferer mit. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 stieg der Auftragseingang um 26 Prozent auf 503 Millionen Franken.

Die Titel der Bankensoftwarefirma Temenos verlieren 4,2 Prozent an Wert.

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09:15

Der SMI fällt um 0,15 Prozent auf 9291 Punkte zurück.An der Wall Street hatten die Kurse nach den europäischen Handelsschluss etwas zugelegt, und der Dow Jones hatte erstmals die Marke von 23'900 Punkten überschritten. In Asien war das Bild uneinheitlich. Während der Nikkei ebenfalls auf Rekordniveau anzog, gaben die chinesischen Festlandbörsen nach.

Nach der Rede von Fed-Chefin Janet Yellen vor dem US-Kongress zogen die Kurse an den US-Börsen etwas an. Erfreuliche Daten zum US-Immobilienmarkt, das etwas stärker als erwartet ausgefallene BIP-Wachstum im zweiten Quartal und zuversichtliche Aussagen der Notenbank Fed zur Wirtschaftsentwicklung sorgten für Auftrieb. In Japan legte die Industrieproduktion weiter zu, und in China hat sich die Stimmung in den Chefetagen grosser und staatlich geführter Industriebetriebe überraschend gebessert, und der Einkaufsmanager-Index für das Verarbeitende Gewerbe stieg überraschend an. Am Vormittag werden in der EU Daten zum Arbeitsmarkt und den Verbraucherpreisen veröffentlicht. Hierzulande nahm die Konjunktur im dritten Quartal wie erwartet an Fahrt auf.

Bei der Aktie der Credit Suisse beträgt das Plus 0,9 Prozent, nachdem die Titel bereits am Vortag grösster Gewinner im SMI waren. Die Grossbank hat sich am Investorentag neue Ziele für die Zeit nach 2018 gegeben. Die Kostenbasis soll im kommenden Jahr weiter sinken und die Gewinnziele der Divisionen wurden bestätigt.

Novartis (+0,1 Prozent) hat positive Daten zum Migräne-Medikament Erenumab sowie dem Schuppenflechtemittel Cosentyx gemeldet. Die übrigen Schwergewichte Roche (-0,3 Prozent) und Nestlé (-0,2 Prozent) ziehen den SMI nach unten. Die Aktien des Lebensmittelriesen hatten am Mittwoch etwas stärker nachgegeben.

Von Analystenseite kamen nur wenige Impulse. Bei ABB (+0,1 Prozent) hat Liberum das Kursziel um zwei auf 30 Franken  angehoben und die Buy-Bewertung bestätigt. Der Analyst rechnet bei Robotik & Antriebe mit einer Beschleunigung des Umsatzanstiegs, und auch Automation soll wieder zu Wachstum zurückfinden. Im breiten Markt hat DKSH (-0,4 Prozent) einen Auftrag vom Konsumgüterkonzern Church & Dwight für deren Asien-Pläne erhalten.

Der Solar-Zulieferer Meyer Burger (+2,9 Prozent) hat an einem Technologietag von einer weiter hohen Dynamik beim Auftragseingang gesprochen.

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08:25

Die asiatischen Börsen haben zum Handelsschluss keine einheitliche Richtung gefunden. Kursverluste bei Technologieaktien bremsten, während Finanztitel gesucht waren. Der Nikkei der 225 führenden Werte stieg um 0,6 Prozent auf 22.724 Punkte. Der breiter gefasste Topix kletterte um 0,4 Prozent auf 1792 Zähler. In China ging es hingegen abwärts. Der Shanghai-Composite verlor 1,3 Prozent.

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08:20

Der SMI steht vorbörslich bei 9305 Punkten, was einem Plus von 0,01 Prozent entspricht. Die Aktie der Credit Suisse (+1,5 Prozent) zieht stark an, nachdem erste Informationen zum Investorentag bekannt geworden sind. Die zweitgrösste Schweizer Bank will mit weiteren Kostensenkungen die Rentabilität deutlich verbessern.

Die Eigenkapitalrendite des Instituts solle 2019 zehn bis elf Prozent und 2020 elf bis zwölf Prozent erreichen. In den ersten neun Monaten 2017 lag der Wert bei 4,1 Prozent. Die Gesamtausgaben des Konzerns sollen bis 2020 auf 16,5 bis 17 Milliarden Franken gedrückt werden. Kräftige Einsparungen erhofft sich die CS etwa vom verstärkten Einsatz von Robotern. Zudem peile die Bank Wachstum in der Vermögensverwaltung an.

Credit Suisse will Rendite bis 2020 verdreifachen

Alle übrigen SMI-Titel stehen im Minus. Am meisten lässt ABB (-0,08 Prozent) nach, andere Zykliker stehen ebenfalls etwas stärker unter Druck (zu den vorbörslichen Kursen).

Mit höheren Kursen rechneten Händler bei den Aktien von Meyer Burger. Die Dynamik beim Auftragseingang aus dem ersten Halbjahr 2017 habe sich fortgesetzt, teilte der Solarzulieferer mit. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 stieg der Auftragseingang um 26 Prozent auf 503 Millionen Franken.

Impulse könnten laut Händlern von den europäischen Inflationsdaten und den US-Konsumausgaben ausgehen. Die Käufe der Verbraucher gelten als Hauptstütze der weltgrössten Volkswirtschaft. Von den Zahlen erhoffen sich Börsianer Rückschlüsse über Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen. Thema an den Finanzmärkten ist zudem das Opec-Treffen in Wien. Dabei steuern die großen Ölnationen auf eine Verlängerung der Förderbremse zu.

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06:40

Die Tokioter Börse erholt sich. Der Nikkei der 225 führenden Werte sank wegen Verlusten bei Technologieaktien bis zum späten Vormittag, liegt aber nun um 0,5 Prozent bei 22'707 Punkten im Plus.

Wie bereits an der New Yorker Börse trennten sich viele Marktteilnehmer von Technologieaktien. Manche Investoren schichteten Geld aus den Überfliegern der vergangenen Monate in Finanzwerte um. Zu den Verlierern im High-Tech-Sektor zählten die Anteilsscheine von Tokyo Electron mit einem Abschlag von 2,3 Prozent und Panasonic mit einem Minus von 1,8 Prozent.

Auftrieb erhielten die Finanztitel von Spekulationen auf Zinserhöhungen und eine Deregulierung der Branche. Bei den Banken standen Aktien von Mitsubishi Financial mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent auf der Gewinnerseite.

Der Euro legte im fernöstlichen Handel zum Dollar leicht zu. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1854 Dollar. Zum Yen stieg die US-Währung minimal auf 112,00 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9836 Franken je Dollar und bei etwa 1,1671 Franken je Euro.

(Reuters)