+++Börsen-Ticker+++ - US-Anleger unbeeindruckt von Nordkoreas Säbelrasseln

Die Investoren an der Wall Street haben am Dienstag trotz des erneuten Raketentest Nordkoreas Ruhe bewahrt.
29.08.2017 22:47
Die Börse an der Wall Street in New York.
Die Börse an der Wall Street in New York.
Bild: Pixabay

22:45

Nach anfänglichen Verlusten erholten sich die grossen Indizes rasch. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte am Ende um 0,26 Prozent auf 21 865,37 Punkte zu. An Europas Börsen waren die Kurse dagegen noch kräftig unter Druck geraten.

Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,41 Prozent auf 5862,14 Punkte. Der 500 Werte umfassende S&P 500 schloss 0,08 Prozent höher bei 2446,30 Punkten.

Rückenwind gab es auch vom Fusions- und Übernahmekarussell, das sich munter weiter dreht. Laut "Wall Street Journal" könnte United Technologies in Kürze den Flugzeugkabinenausstatter Rockwell Collins übernehmen.

Apple-Aktien stiegen auf ein Rekordhoch von 163,12 Dollar. In den vergangenen Wochen hatte der Kurs bereits kräftig zugelegt, angetrieben von der Erwartung einer baldigen Präsentation des neuen iPhone. Am Ende des Handels gewannen Apple noch 0,89 Prozent auf 162,91 Dollar.

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17:30

Erholung an der Schweizer Börse zum Börsenschluss: Im späten Geschäft grenzten sich die Verluste nach der Veröffentlichung des höher als erwarteten US-Verbraucher-Vertrauens aber wieder etwas ein. Der Leitindex SMI notierte mit 8815 Punkten noch um 0,6 Prozent schwächer. Kurzzeitig war der Leitindex bis auf 8750 Punkte gefallen - der tiefste Stand seit gut vier Monaten.

Marktteilnehmer hoffen, dass die Verwerfungen kurzfristiger Natur sind. "Üblicherweise haben politische Börsen kurze Beine", sagte ein Händler. Positiv wäre, wenn der SMI sich wieder in die seit einigen Monaten gültige Handelsspanne von 8800 bis 9200 Punkten erholen könnte.

Neben der Nordkorea-Krise galt das Augenmerk Händlern zufolge "Harvey". JP Morgan schätzt die versicherten Schäden durch den Tropensturm bis zu 20 Milliarden Dollar, womit "Harvey" zu einem der zehn teuersten Wirbelstürme der US-Geschichte werden könnte. Die Aktien von Swiss Re und Zurich büssten jeweils 1,7 Prozent ein. Aber auch die Anteile von Baloise, Helvetia und Swiss Life verloren. "Der Branche machen aber auch zunehmend die erneut tieferen Anleihenrenditen zu schaffen", sagte ein Händler.

Eine gewisse Stütze für den Markt bildeten die als krisenresistent geltenden und schwergewichtigen Nestle-Aktien mit einem Kursplus von 0,3 Prozent.

Den ausführlichen Schlussbörsenbericht lesen Sie hier.

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17:00

Der erneute Raketentest Nordkoreas hat die Aktienkurse an der Wall Street am Dienstag nur kurz belastet. Die Kurseinbussen halten sich im Vergleich zu den europäischen Börsen deutlich in Grenzen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial macht die grösseren Eröffnungsverluste nach kurzer Zeit wieder wett und steht nur noch 0,06 Prozent tiefer auf 21 795,33 Punkte. Für den 500 Werte umfassenden S&P 500 geht es um 0,17 Prozent auf 2440,09 Punkte nach unten.

Positive Nachrichten gab es von der Konjunktur: Die Verbraucherstimmung in den USA war im August besser als erwartet ausgefallen.

"Die mässigen Kursverluste an den US-Börsen legen den Schluss nahe, dass sich die Investoren in Europa vor allem um den immer stärkeren Euro sorgen", sagte ein Händler. Zudem habe US-Präsident Donald Trump den nordkoreanischen Raketentest zwar scharf verurteilt, aber keine unmittelbaren Massnahmen angekündigt.

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15:45

Verunsicherung setzt den Kursen an der Wallstreet zu. Auslöser war der Abschuss einer nordkoreanischen Rakete, die japanisches Territorium überflog und anschliessend ins Meer stürzte. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Führung in Pjöngjang als zunehmende Bedrohung für die Welt und schloss erneut eine militärische Antwort nicht aus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten 0,5 Prozent tiefer bei 21.708 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls 0,5 Prozent auf 2432 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,7 Prozent auf 6241 Stellen. "Die Investoren stehen entweder an der Seitenlinie, bis der Staub sich legt, oder nehmen Gewinne mit", sagte Marktanalyst Naeem Aslam vom Online-Handelshaus Think Markets UK.

Angesichts der politischen Spannungen in Fernost suchten Investoren sichere Anlagehäfen. Der Goldpreis zog an - ebenso wie die Aktienkurse von Unternehmen, die das Edelmetall fördern. Kinross Gold etwa kletterten 2,7 Prozent, Harmony Gold um 5,3 Prozent.

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13:35

Am Ölmarkt bleiben der tropische Wirbelsturm "Harvey" und die Auswirkungen der Überschwemmungen auf die Ölindustrie an der Südküste der USA das alles beherrschende Thema. Im US-Bundesstaat Texas wurden mehrere Raffinerien geschlossen. Derzeit gebe es einen starken Einbruch bei der Nachfrage nach Rohöl in den USA, sagte Experte John Kilduff von "Again Capital", einem auf Rohstoffe spezialisiertem Handelshaus.

Die Ölpreise sind am Dienstag etwas gesunken. Nach einer leichten Erholung im frühen Handel knüpften die Notierungen seit dem Vormittag wieder an die Verluste vom Wochenauftakt an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 51,48 US-Dollar. Das waren 41 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um sechs Cent auf 46,54 Dollar.

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12:55

Weiterhin sinkende Kurse an der Schweizer Börse: Verschreckt vom Wiederaufflackern der Nordkorea-Krise bleiben die Anleger in Deckung und wenden sich vermeintlich sicheren Anlageformen wie Staatsanleihen oder dem Schweizer Franken zu. Der Volatilitäts-Index VSMI als "Angstbarometer" zog derweil deutlich an.

Der Swiss Market Index (SMI) sinkt bis zum Mittag auf Minus 1,15% und notiert bei 8'762,06 Punkten. Der Leitindex fällt damit auf den tiefsten Stand seit April. Die Eskalation in Fernost liess auch den Franken erstarken, was die Stimmung an der hiesigen Börse ebenfalls belastet. Der EUR/CHF-Kurs rutschte deutlich unter die 1,14er-Marke, der USD/CHF-Kurs (aktuell 0,9441) notierte vorübergehend so tief wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Klar im Minus liegen die Bankaktien von UBS (-2,1%), Credit Suisse (-1,9%), Partners Group (-1,8%) und Julius Bär (-1,7%). Die geopolitischen Spannungen betreffen typischerweise auch zyklische Papiere wie LafargeHolcim (-2,0%), ABB (-1,7%) oder jene des Reisedetailhändlers Dufry (-2,6%).

Den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag lesen Sie hier.

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12:53

Aus Furcht vor einem Angebotsengpass haben sich Anleger am Dienstag mit Industriemetallen eingedeckt. Der Preis für Kupfer kletterte um 2,2 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch von 6814 Dollar je Tonne. In Shanghai erreichte der Rohstoff für Stromkabel und Wasserrohre mit 53.050 Yuan (8041 Dollar) sogar ein Viereinhalb-Jahres-Hoch. Das zur Stahl-Herstellung benötigte Nickel war mit 11.840 Dollar so teuer wie zuletzt im vergangenen November.

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11:09

Die Kurse am SMI kennen am Dienstagmorgen nur eine Richtung: gen Süden...

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10:20

Kim Jong Uns Raketentest hält die Anleger weiter in Atem. Der SMI büsst bis 10:20 Uhr 1% auf 8'7775 Punkte ein. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 1,2% auf 1'401 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1% auf 10'009 Zähler.

Die Eskalation in Fernost liess auch den Franken wieder etwas erstarken, was die Stimmung an der hiesigen Börse ebenfalls belastet. Der EUR/CHF-Kurs rutschte zwischenzeitlich unter die 1,14er-Marke, der USD/CHF-Kurs notiert unter der Grenze von 0,95.

Klar im Minus sind die Finanztitel von Credit Suisse (-1,8%), UBS (-2%) und Julius Bär (-1,7%). Finanztitel reagieren häufig sensibel auf geopolitische Spannungen.

Die Versicherer Zurich (-1,9%) und Swiss Re (-2%) leiden derweil auch am Dienstag unter dem Sturm "Harvey" in den USA. Die grosse Frage sei, wie hoch genau die versicherten Schäden tatsächlich ausfallen werden.

Mehr zur Börseneröffnung lesen Sie hier.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) geht mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 8803 Punkten in den Handel und steuert damit auf den fünften Verlusttag in Folge zu.  Der Nordkorea-Konflikt verursacht bei den Investoren Sorgenfalten. Diktator Kim Jong Un liess erneut eine ballistische Rakete abfeuern, die dieses Mal über Japan flog. Damit wurde eine neue Eskalationsstufe erreicht, da erstmals eine Rakete ohne Ankündigung über Japan hinweg flog.

Sämtliche SMI-Titel starten in der Verlustzone. Die Versicherer kommen besonders unter Druck. Die weitere Kursentwicklung von Zurich (-1,6 Prozent) und Swiss Re (-1,7 Prozent) wird wohl stark davon abhängen, wie hoch genau die versicherten Schäden aus dem Sturm tatsächlich ausfallen. Experten rechnen mit versicherten Immobilienschäden in Milliardenhöhe.

Auch SGS (-0,9 Prozent) hatten zu Wochenauftakt überdurchschnittlich nachgegeben. Denn der Genfer Wareninspektionskonzern ist auch im Öl- und Gasbereich tätig, und "Harvey" hat mit Texas ein für diese Branche wichtiges Gebiet getroffen. Die Bankentitel UBS und CS (je -1,3 Prozent) sowie die Schwergewichte Nestlé (-0,3 Prozent), Novartis (-0,8 Prozent) und Roche (-0,7 Prozent) stehen ebenfalls unter Druck.

Clariant (-0,5 Prozent) hatten am Vortag deutlich nachgegeben, weil im Handel nach dem Sturm "Harvey" über mögliche Schäden beim Fusionspartner Huntsman spekuliert worden war. Huntsman hat seinen Hauptsitz in der hart vom Wirbelsturm getroffenen Stadt Houston. Kaum profitieren die Partizipationsscheine von Schindler (-0,2 Prozent) von einem Analystenvotum durch Goldman Sachs. Dessen Analysten haben das Kursziel für den Lift- und Rolltreppenhersteller marginal erhöht und ihre Einstufung "Neutral" bekräftigt.

Am breiten Markt haben diverse Unternehmen Halbjahreszahlen vorgelegt. So etwa die Immobiliengesellschaften Allreal (-0,4 Prozent) und SFPI (+0,5 Prozent), das Verlagshaus Tamedia (+0,4 Prozent), die Finanzgruppe Valartis (+1,2 Prozent), der Flaschenhersteller Vetropack (+0,6 Prozent), der Flughafen Zürich (-1,3 Prozent) sowie die beiden Industriekonzerne Feintool (-1,7 Prozent) und KTM (+0,4 Prozent).

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08:55

Der Euro kletterte am Dienstag erstmals seit Januar 2015 über die psychologisch wichtige 1,20er-Marke und notierte bei 1,2012 Dollar. Der Dollar-Index, der den Wert der US-Währung im Vergleich zu anderen Devisen misst, gab 0,3 Prozent nach auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von 91,95 Punkte.

Zum Schweizer Franken hält sich die Gemeinschaftswährung über der Marke von 1,14. Der Euro-Franken-Kurs steht derzeit bei 1,1417 (+0,1 Prozent).

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär 0,4 Prozent tiefer bei 8825 Punkten gehandelt. Am Montag schloss der Leitindex um 0,5 Prozent niedriger. Sämtliche SMI-Titel stehen im roten Bereich, die grössten Verluste verzeichnen ABB, Adecco, Credit Suisse, Givaudan und UBS (alle -0,6 Prozent). Am breiten Aktienmarkt können Clariant (+ 0,1 Prozent) gegen den Trend zulegen.

Nordkorea feuerte am Dienstagmorgen eine Rakete ab, die über Japan hinweg flog und in den Pazifik stürzte. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sprach von einer ernsthaften Bedrohung. An den asiatischen Börsen reagierten die Anleger mit Aktienverkäufen. Gleichzeitig kletterte der Goldpreis auf den höchsten Stand seit November 2016. Auch der als sicher geltende Anlagen Schweizer Franken war gefragt.

So notiert etwa der Euro mit 1,1408 Franken rund einen halben Rappen unter dem Stand vom Montagabend; im Tief fiel das Währungspaar auf 1,1374 zurück. Der US-Dollar notiert bei 0,9527 Franken und bei einem Tief von 0,9490 in der Nacht auf Dienstag.

Börsianer in Europa dürften neben der Lage in Asien den GfK-Konsumklima-Index für Deutschland im Blick behalten. Mit den in dieser Woche laufenden Gesprächen über den EU-Austritt Grossbritanniens könnte zudem das Thema Brexit wieder in den Vordergrund rücken.

 

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07:35

Die Preise für Rohöl stehen haben sich verteuert. Die Sorte Brent wird zu 52,05 Dollar (+0,3 Prozent) gehandelt. WTI kostet 46,80 Dollar (+0,5 Prozent). Damit haben sich die Ölpreise ein Stück weit von den Vortagesverlusten erholen können. Am Ölmarkt bleiben der tropische Wirbelsturm "Harvey" und die Auswirkungen der Überschwemmungen auf die Ölindustrie an der Südküste der USA das alles beherrschende Thema.

 

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07:05

Der Preis für Gold legt weiter zu. Eine Unze kostet am Dienstagmorgen 1316,41 Dollar. Das ist der höchste Stand seit November des letzten Jahres. Für steigende Nachfrage sorgen die geopolitischen Unsicherheiten in Zusammenhang mit Nordkorea. Auch die Tatsache, dass von der Federal Reserve auf dem Symposium der Zentralbanker in Jackson Hole kaum etwas zur Geldpolitik zu vernehmen war, drückte den Dollar und trieb die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall an. In diesem Jahr hat sich Gold bereits um 14 Prozent verteuert.

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06:45

Nordkorea hat am Dienstag eine Rakete abgefeuert, die über Japan hinweg flog und später in den Pazifik stürzte. Der Nikkei-Index mit den Standardwerten gab in Tokio um 0,6 Prozent auf 19.330 Punkte nach. Zeitweise lag er auf dem niedrigsten Niveau seit fast vier Monaten. Der breiter gefasste Topix fiel um 0,3 Prozent auf 1595 Zähler. In Seoul büsste der Kospi-Index sogar mehr als ein Prozent auf 2343 Punkte ein. Das südkoreanische Finanzministerium teilte mit, bei Bedarf die Märkte zu stabilisieren. Der Euro lag mit 1,1967 Dollar leicht im Minus. Der Dollar gab 0,4 Prozent auf 108,80 Yen nach.

 

(cash/Reuters/AWP)