+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen gehen träge ins Wochenende - Microsoft auf Rekordhoch

Lustlos hat sich der US-Aktienhandel ins Wochenende geschleppt. Der Dow Jones Industrial trat am Freitag knapp über 25 000 Punkten auf der Stelle.
20.07.2018 22:49
Gebäude der New York Stock Exchange an der Wall Street in New York.
Gebäude der New York Stock Exchange an der Wall Street in New York.
Bild: cash

22:30

Am Ende schloss der US-Leitindex Dow Jones mit minus 0,03 Prozent auf 25 058,12 Punkte quasi unverändert. Für Aufsehen sorgten allenfalls die Aktien von Microsoft, die nach starken Quartalszahlen des Softwareriesen auf ein Rekordhoch stiegen.

Harsche Aussagen von US-Präsident Donald Trump in Richtung Europäische Union und China belasteten die Kurse zwar nicht, bremsten aber doch den Aufwärtsdrang. Im Handelsstreit mit China hatte Trump seine Bereitschaft bekräftigt, auf alle Importe Sondersteuern zu erheben. Zudem sorgte er mit Vorwürfen der Währungsmanipulation an die Adresse Chinas und der Europäischen Union für Wirbel an den Finanzmärkten. An Europas Börsen hatten die Aussagen Trumps Kursverluste zur Folge gehabt.

Auch an der Wall Street liess die Dynamik zuletzt nach: Der Dow verbuchte auf Wochensicht nur ein kleines Plus von 0,16 Prozent. In der Vorwoche hatte das Börsenbarometer noch um 2,3 Prozent zugelegt.

Der marktbreite S&P 500 gab um 0,09 Prozent auf 2801,83 Zähler nach. Der Technologieindex Nasdaq 100 schloss mit einem Minus von 0,03 Prozent auf 7350,23 Punkte ebenfalls kaum verändert.

Nach einem starken Schlussquartal des Geschäftsjahres 2017/18 setzen sich Aktien von Microsoft an die Spitze des Dow. Sie stiegen um 1,79 Prozent und erreichten im frühen Handel bei ein 108,20 US-Dollar ein Rekordhoch. Dank eines florierenden Cloud-Geschäfts hatte der Software-Riese Umsatz und Profit deutlich gesteigert und die Erwartungen übertroffen. Analysten erhöhten gleich reihenweise die Kursziele für die Aktie. Experte Mark Moerdler vom Investmenthaus Bernstein sprach von "fortgesetzter Stärke auf breiter Front".

Die kriselnde US-Industrie-Ikone General Electric (GE) hingegen hatte im zweiten Quartal deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Die Investmentbank JPMorgan bemängelte, dass GE im klassischen Industriegeschäft die Gewinnprognose verfehlt habe. GE-Titel rutschten um 4,44 Prozent ab.

Aufspaltungsfantasie liess die Hinterlegungsscheine von GlaxoSmithKline um fast 3 Prozent zulegen.

+++

17:30

Der SMI hat am Freitag leicht zugelegt. Die Angst vor einer möglichen Regierungskrise in Italien und Sorgen um die Folgen des Zollstreits stimmten die Anleger laut Händlern vorsichtig und liessen die Gewinne abschmelzen. "Wer weiss, was alles über das Wochenende passieren kann", sagte ein Händler. Der SMI notierte mit 8991 Punkten um 0,7 Prozent höher. Damit steuert der Leitindex bereits auf die dritte Woche mit Kursgewinnen zu.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag mit einer neuen Zoll-Drohung auf quasi alle chinesischen Einfuhren die Anleger verschreckt. Für Diskussionsstoff sorgte ausserdem die Kritik Trumps an der Geldpolitik der Notenbank Fed. Damit habe der Präsident wieder einmal ein wichtiges Tabu gebrochen, hiess es am Markt. "Trump kratzt an der Unabhängigkeit der Notenbank", sagte ein Händler.

Vor diesem Hintergrund setzten die Anleger auf die als sicher und konjunkturunabhängig geltenden Schwergewichte aus dem Nahrungsmittel- und Pharmabereich. Der Genussschein des Pharmariesen Roche stieg um 0,9 Prozent und machte einen Teil des Vortagesabschlag wett. Am Donnerstag hatten enttäuschende Studienergebnisse über die Immuntherapie Tecentriq den Kurs belastet. Roche teilte zudem mit, die US-Arzneimittelbehörde FDA gewähre Elecsys Cerebrospinal Fluid die Gerätekennzeichnung Breakthrough Device Designation. Mit Elecsys wird die Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit bei erwachsenen Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen untersucht und auf die Alzheimer-Krankheit oder andere Ursachen von Demenz getestet.

Die Aktien von Rivale Novartis, die von Käufen im Anschluss an ein starkes Zwischenergebnis und positive Analystenkommentaren profitierten, gewannen 1,5 Prozent.

Gefragt waren auch die Luxusgüterwerte Richemont und Swatch. Die Uhrenexporte sind im Juni gegenüber dem Vorjahr stärker als erwartet gestiegen.

Dagegen litten die Anteile von ABB nach dem Kursplus vom Vortag unter Gewinnmitnahmen und sackten um 1,4 Prozent ab.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

+++

16:06

Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Freitag überwiegend gefallen. US-Präsident Donald Trump hatte mit Vorwürfen der Währungsmanipulation an die Adresse Chinas und der Europäischen Union (EU) für Wirbel an den Finanzmärkten gesorgt. "China, die EU und andere haben ihre Währungen manipuliert", hatte Trump am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter geschrieben.

Zweijährige Anleihen stagnierten bei 99 26/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,589 Prozent. Fünfjährige Papiere fielen um 2/32 Punkte auf 99 13/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,749 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen gaben um 8/32 Punkte auf 100 1/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,867 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren verloren 25/32 Punkte auf 102 16/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,996 Prozent.

+++

15:45

Der eskalierende amerikanisch-chinesische Handelsstreit hat am Freitag auch die Anleger an der Wall Street verunsichert.  Der Dow Jones fiel um 0,3 Prozent, während der S&P 500 und der Nasdaq-Composite kaum verändert notierten. "Wir erwarten, dass der Handelskonflikt gelöst wird, ehe die Welt in eine Rezession rutscht", sagte Analyst Mark Haefele von UBS Global Wealth Management. "Aber es besteht das Risiko, dass es erst schlimmer wird, bevor es besser wird."

US-Präsident Donald Trump drohte in einem Fernsehinterview damit, auf quasi alle chinesischen Einfuhren im Wert von 500 Milliarden Dollar Zölle zu erheben. Zudem bekräftigte Trump seine Kritik an der US-Geldpolitik und warf China und der EU vor, ihre Zinsen und Währungen zu manipulieren. Dies belastete den Dollar, der jäh seinen Höhenflug der vergangenen Tage abbrach. Dies macht US-Waren auf dem Weltmarkt etwas günstiger und stützt daher die Kurse.

Unter den Einzelwerten standen Microsoft mit einem Plus von über drei Prozent hoch im Kurs. Der US-Softwareriese profitierte im vergangenen Quartal vom boomenden Cloud-Geschäft. GE fielen um drei Prozent. Der Industriekonzern hatte für das zweite Quartal einen Gewinneinbruch von 28 Prozent ausgewiesen.

+++

15:01

Der SMI fällt wieder ins Minus und steht aktuell bei rund -1 Prozent . Dax rutscht um 1,5 Prozent auf 12'500 Punkte ab. Die US-Futures signalisieren für die US-Börse zu Handelsbeginn Verluste von bis zu einem halben Prozent.

+++

15:00

Der Euro klettert um etwa einen viertel US-Cent auf 1,17 Dollar. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor China, der EU und anderen Ländern eine Manipulation ihrer Währungen und Leitzinsen vorgeworfen, während die USA die Zinsen erhöhten.

+++

13:58

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag mit einer neuen Zoll-Drohung auf quasi alle chinesischen Einfuhren die Anleger verschreckt.  Die US-Futures sackten kurz um etwa ein halbes Prozent ab, grenzten dann aber ihre Verluste ein. "Die Märkte reagieren bislang noch insgesamt recht moderat auf den sich abzeichnenden Handelskrieg", sagte ein Händler. "Allerdings ist die Nervosität hoch." Trump hatte in einem Interview mit dem US-Sender CNBC mit Zöllen auf chinesischen Einfuhren im Wert von 500 Milliarden Dollar gedroht.

Schon am Vormittag hatte Trump mit einer offenen Kritik an der Notenbank Fed die Anleger irritiert. "Trump schießt verbal in Richtung eigene Notenbank und gefährdet damit die Unabhängigkeit dieser Institution, die so wichtig ist für das Funktionieren der Geldpolitik", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Trump hatte in einem TV-Interview gesagt, er sei von der US-Geldpolitik "nicht begeistert". Die Fed hat den Schlüsselsatz seit Anfang 2018 zwei Mal erhöht. Experten rechnen bis Jahresende mit bis zu zwei weiteren Schritten.

Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, fiel als Reaktion auf die Trump-Kritik um bis zu 0,2 Prozent. Im Gegenzug stieg der Euro zeitweise um einen Drittel US-Cent auf 1,1673 Dollar. "Anleger die über den Kauf von Dollar nachgedacht hatten, werden diese Pläne sicher erst einmal auf Eis legen", sagte Minori Uchida, Chef-Anlagestratege für Devisen bei der Bank Mitsubishi UFJ.

+++

13:25

Die Ölpreise haben am Freitag frühe Gewinne wieder abgegeben. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete gegen Mittag 72,48 US-Dollar. Das waren zehn Cent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August stieg um acht Cent auf 69,54 Dollar.

Bis zum Mittagshandel konnten die Ölpreise noch deutlich zulegen und der US-Ölpreis war zeitweise bis auf 70,45 Dollar gestiegen. Dann sorgten Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump für einen Dämpfer. Die Ölpreise gaben ihre Gewinne in kurzer Zeit ab. Trump hatte erneut seine Entschlossenheit zu einer weiteren Eskalation im Handelsstreit mit China bekräftigt. Er sei bereit, die Zölle auf chinesische Waren massiv auszuweiten, sagte Trump in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC, das am Freitagmittag ausgestrahlt wurde.

+++

13:09

Schreck lass nach: Der SMI steigt bereits wieder uns liegt 0,2 Prozent im Plus.

+++

12:25

Die Schweizer Börse hat auf die mögliche Eskalation des Handelsstreit mit einem Kurssturz reagiert. Eben noch 0,5 Prozent im Plus steht der SMI um 12.25 0,1 Prozent im Minus.

Auch der deutsche DAX ist ins Minus gerutscht und verliert aktuell 0,6 Prozent.

+++

12:00

Der Schweizer Aktienmarkt nimmt zum Wochenausklang nochmals Anlauf und nimmt Kurs auf die 9'000-Punkte-Marke. Diese wurde letztmals Mitte Mai erreicht.  Der Swiss Market Index (SMI) legt bis um 12 Uhr um 0,5 Prozent auf 8'975 Punkte zu. Getragen wird der Markt insbesondere von den Pharmatiteln. Allein die beiden Schwergewichte Roche (+1%) und Novartis (+0,6%) sind für zwei Drittel Prozent des Anstiegs verantwortlich.

Grösster Gewinner ist am Freitag aber Vifor Pharma (+1,8% auf 182,55 Franken). JPMorgan hat das Kursziel von 170 auf 190 Franken erhöht und behält das Rating "Overweight" bei. Auch konjunktursensitive Aktien wie Geberit (+1,2%) oder Sika (+1,1%) legen zu.

Die defensiven Givaudan-Titel (+1,1%) haben am Morgen zur Gegenbewegung nach den Kursverlusten vom Vortag angesetzt.

Demgegenüber gibt ABB (-1,4%) seine Kursgewinne vom Vortag wieder etwas ab und wird damit vom grössten Gewinner zum grössten Verlierer.

Unter den Verlieren finden sich weiter einige Finanzwerte. Am stärksten geben dabei die Grossbankentitel CS (-0,7%) und UBS (-0,7%) nach. Aber auch die Versicherer Baloise (-0,3%), Swiss Life (-0,1%), Zurich (-0,3%) und Swiss Re (-0,3%) sind klar schwächer.

In der zweiten Reihe haben einige Unternehmen am Freitag Zahlen vorgelegt. Positiv heraus stechen SFS (+5%) und die Chemie+Papier Holding CPH (+2,9%).

+++

11:29

Die wochenlange Talfahrt des Kupferpreises ist vorerst beendet. Das Industriemetall, das sich in den vergangenen sechs Wochen um gut 16 Prozent verbilligt hatte, notiert bei 6102 Dollar je Tonne. Am Donnerstag hatte es mit 5988 Dollar ein Zwölf-Monats-Tief markiert.

+++

10:56

Die Aktien der Chemie + Papier Holding stehen am Freitag in der Gunst der Anleger. Das Papier- und Verpackungsunternehmen hat mit seinen Halbjahreszahlen die Markterwartungen übertroffen. Umsatz und Betriebsgewinn legten deutlich zu, zudem kehrte CPH nach einem Verlust im Vorjahr in die Gewinnzone zurück.

Die Aktien legen in einem freundlichen Umfeld bis 10.00 Uhr um 3,5 Prozent auf 88,5 Franken zu. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI steht 0,4 Prozent im Plus. Die CPH-Aktien haben seit Ende April eine kräftige Erholung erlebt. Seit Jahresbeginn beträgt das Kursplus knapp 60 Prozent.

+++

10:19

Der Euro hat am Freitag seine leichten Kursgewinne aus dem frühen Handel wieder abgegeben und zeigte sich am Vormittag kaum verändert. Die Gemeinschaftswährung konnte damit nur zeitweise von Äusserungen des US-Präsidenten Donald Trump profitieren, der die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed kritisiert hatte.

Zuletzt wurde der Euro bei 1,1639 US-Dollar gehandelt, nachdem er zuvor ein Tageshoch bei 1,1674 Dollar erreicht hatte. Auch zum Franken fiel die europäische Währung wieder zurück. Zuletzt kostete ein Euro 1,1630 Franken und damit ähnlich viel wie am Vorabend. Noch am Morgen war es mit 1,1647 klar mehr.

Im Zuge seiner Erholung gewann der Dollar auch gegenüber dem Franken im Verlauf des Vormittags. Bei einem aktuellen Kurs von 0,9991 Franken bewegt er sich in kleinen Schritten wieder auf die Parität zu.

+++

09:39

Erstmals seit Januar können Anleger die Aktien von mehreren Firmen aus dem Reich des chinesischen Mischkonzerns HNA wieder handeln - und haben die Gelegenheit am Freitag zu Verkäufen genutzt. Die Papiere von Hainan Airlines, Caissa Travel und CCOOP brachen jeweils um zehn Prozent ein, das ist der maximal mögliche Tagesverlust.

+++

09:15

Der SMI steigt um 0,12 Prozent auf 8945 Punkte. Dies verdankt der Leitindex den Schwergewichten: Roche (+0,5 Prozent) hat von der US-Gesundheitsbehörde für seine sogenannten CSF-Tests zur besseren Diagnose der Alzheimer-Krankheit den Durchbruch-Status erhalten.

Gleichzeitig kündigt Roche an, am bevorstehenden Alzheimer-Kongress AAIC in Chicago ab diesem Sonntag neue Daten aus seinen laufenden Alzheimer-Studien vorzustellen. Bei Novartis (+0,7 Prozent) haben Berenberg und UBS haben das Kursziel jeweils um zwei Franken erhöht, bleiben jedoch bei ihrer jeweiligen Einstufung "Hold" und "Neutral". Nestlé steigen um 0,2 Prozent.

ABB (-0,9 Prozent) und andere Zyklierer wie Adecco (-0,4 Prozent) und LafargeHolcim (-0,7 Prozent) stehen unter Druck. Die Vorgaben aus Übersee sind negativ, wobei die Zykliker neuen Sorgen im Handelsstreit ausgesetzt sind. Die Wall Street hat den Rückwärtsgang eingelegt. Selbst starke Konjunkturdaten konnten die Investoren am Donnerstag nicht mehr zu einer Fortsetzung des Aufwärtstrends bewegen. Die Vorgaben aus Asien fallen derweil gemischt aus.

Mehr Bewegung am Schweizer Markt ist in der zweiten Reihe auszumachen. Hier haben eine Reihe von Unternehmen Zahlen vorgelegt. BB Biotech (-0,2 Prozent) ist im zweiten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Aktienkurseinbussen der Unternehmen, die im Portfolio gehalten werden, bescherten der Beteiligungsgesellschaft in der Folge auch im Halbjahr einen Verlust von 70 Millionen Franken.

SFS (-0,4 Prozent) kann nicht profitieren: Dabei hat der Metallverarbeiter die Markterwartungen beim Umsatz übertroffen und bei der Ergebnisseite erfüllt. In der Folge hob die Gruppe die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr an. Beim Logistiker Ceva (noch kein Kurs) hat die Deutsche Bank die Abdeckung mit einer Kauf-Empfehlung aufgenommen.

+++

08:55

Der anhaltende Handelsstreit mit den USA macht Asien-Anleger nervös. Der japanische Nikkei-Index fiel am Freitag um 0,3 Prozent auf 22.697,88 Punkte. Zu den größten Verlierern zählten die Stahlwerte. Für Stahl und Aluminium gelten bereits Strafzölle in den USA. Die Aktien von Kobe Steel verloren 2,3 Prozent.

Sie litten zusätzlich unter einer Anklage wegen der Manipulation von Daten zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten. Die Börse Shanghai erholte sich dagegen von ihren anfänglichen Verlusten und gewann 2,2 Prozent.

+++

08:10

Die SMI-Kurse fallen um 0,02 Prozent auf 8932 Punkte, dies gemäss den Berechnungen der Bank Julius Bär. Vorbörslich stehen 19 von 20 SMI-Titeln im Minus (zu den vorbörslichen Kursen). Wie üblich sind Zykliker wie ABB (-0,13 Prozent) und Adecco (-0,12 Prozent) noch etwas tiefer gestellt als die übrigen Titel. Allerdings fallen auch die UBS und Swiss Re (je -0,13 Prozent) in dieser Grössenordnung zurück.

Allein auf weiter Flur steigt der Roche-Bon (+0,43 Prozent). Der Pharmakonzern hat in den USA für Alzheimer-Diagnosen einen positiven Regulierungsbescheid erhalten. 

+++

07:55

Der Kurs des Euro ist am Freitag gestiegen. Die Gemeinschaftswährung profitierte damit weiter von Äusserungen des US-Präsidenten Donald Trump vom Vorabend, der in einem Fernsehinterview die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed kritisiert hatte. Am Morgen legte der Euro aber nur noch vergleichsweise leicht zu und wurde bei 1,1663 US-Dollar gehandelt.

 

 

Gegenüber dem Franken kletterte der Euro auf 1,1647 Franken von 1,1632 Franken am Vorabend. Der Dollar wurde zur Schweizer Währung mit einem Kurs von 0,9987 Franken auf einem ähnlichen Niveau wie am Abend zuvor gehandelt, als sich die US-Währung gegenüber dem Franken wieder unter die Parität abschwächte.

+++

06:40

Die Furcht vor einer Eskalation im internationalen Handelsstreit hat die Tokioter Börse am Freitag belastet. Die EU-Ankündigung von Vergeltungsschritte, sollte US-Präsident Donald Trump höhere Zölle auf Autos aus Europa verhängen, schürte Verunsicherung.

Der japanische Leitindex Nikkei gibt um 0,7 Prozent auf 22'606 Punkte nach. "Die neuesten Schlagzeilen aus Europa haben die Aufmerksamkeit auf sich gezogen", sagte Analyst Masahiro Ichikawa vom Finanzhaus Sumitomo Mitsui Asset Management. Allerdings stünden angesichts der Verhandlungen in Washington in der nächsten Woche keine unmittelbaren Massnahmen der EU bevor, und die negativen Reaktionen der Aktien könnten nach ein bis zwei Tagen nachlassen, wenn sich die Märkte wieder beruhigen.

Trump: bin von Zinserhöhungen der Fed nicht begeistert

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans trat ebenso auf der Stelle wie die chinesische Börse in Shanghai. An der New Yorker Wall Street hatten zuvor auch enttäuschende Quartalsbilanzen einiger Grosskonzerne den Anlegern die Kauflaune verdorben. Der Euro bewegte sich am Devisenmarkt in Fernost kaum. Er trat bei 1,1645 Dollar auf der Stelle. Der Schweizer Franken lag zum Euro ebenfalls wenig verändert bei 1,1637 wie auch zum Dollar bei 0,9992.

(Reuters)