+++Börsen-Ticker+++US-Börsen im Plus - S&P erstmals bei 2500 Punkten

Die US-Börsen haben sich am Freitag unbeeindruckt gezeigt von einem neuen Raketentest Nordkoreas und dem Anschlag in London.
15.09.2017 22:53
Trader an der Wall Street.
Trader an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

22:50

Der S&P-Index schloss erstmals bei 2500 Punkten, nachdem alle drei Kern-Indizes im Verlauf neue Rekordmarken erreicht hatten. Experten zufolge steht am Markt die kommende Sitzung der US-Notenbank am Dienstag und Mittwoch im Fokus.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,3 Prozent auf 22.268 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 0,2 Prozent zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 6448 Zähler. Auf Wochensicht stieg der Dow um fast 2,2 Prozent, der S&P um knapp 1,6 Prozent und die Nasdaq um etwa 1,4 Prozent. Der Dax verlor dagegen 0,2 Prozent auf 12.518 Punkte, der EuroStoxx50 gab 0,3 Prozent auf 3515 Punkte nach.

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18:18

Die Schweizer Börse hat zum Wochenausklang an Boden verloren.  Der Leitindex SMI gab am Freitag gut 0,5 Prozent nach und notierte bei 9028 Punkten. Im Wochenverlauf hat der Index damit aber dennoch an Wert gewonnen.

Für richtungweisende Impulse dürften in den kommenden Wochen die grossen Notenbanken sorgen: Von der US-Notenbank Fed erhoffen sich Investoren Hinweise zum Abbau ihrer in der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz. Und in Europa warten Anleger gespannt, wann die EZB erste konkrete Schritte zum Ausstieg aus ihrer lockeren Geldpolitik setzt.

Für Schlagzeilen sorgten Firmen aus der zweiten Reihe: Die Aktien von Santhera brachen zwischenzeitlich mehr als 50 Prozent ein. Im Tagesverlauf reduzierte sich der Wertverlust auf zuletzt gut 46 Prozent.

Und Helvetia sackten knapp 2,3 Prozent ab. Raiffeisen hat sich von seiner vierprozentigen Beteiligung an der Versicherung getrennt .

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18:15

Ein erneuter Raketentest Nordkoreas und ein Anschlag in London haben Europas Anleger zum Wochenschluss verunsichert. Der Dax verlor am Freitag 0,2 Prozent auf 12.518 Punkte, der EuroStoxx50 gab 0,3 Prozent auf 3515 Punkte nach.

Auch ein teurerer Euro bremste: nach schwächer als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätzen in den USA gewann die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar deutlich die Oberhand und legte um mehr als einen halben US-Cent auf 1,1977 Dollar zu. Die US-Börsen setzten indes ihre Rekordjagd in Trippelschritten fort.

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17:40

Die Ölpreise haben sich am Freitag nach dem jüngsten Höhenflug nur wenig verändert. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 55,63 US-Dollar. Das waren 16 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um einen Cent auf 49,88 Dollar.

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15:45

Der Dow Jones stieg 0,1 Prozent auf 22.235 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq büsste knapp 0,1 Prozent auf 6425 Zähler ein und der S&P 500 tendierte nahezu unverändert bei 2495 Punkten.

Die Erlöse der Einzelhändler waren im August um 0,2 Prozent zum Vormonat gefallen. Besonders Autos erwiesen sich im August als Ladenhüter: Hier gab es ein Minus von 1,6 Prozent. Als mögliche Ursachen für den Einbruch gelten die Folgen des Hurrikans "Harvey", der in Teilen von Texas gewütet hatte.

Kaum für Verunsicherung sorgte hingegen der erneute Raketentest Nordkoreas. "Ich glaube, was das angeht, wird der Markt unempfindlicher", sagte der Chefökonom Scott Brown vom Finanzdienstleister Raymond James.

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14:12

Spekulationen auf rasche Zinserhöhungen der Bank von England (BoE) verhelfen dem Pfund Sterling zum größten Kurssprung seit einem knappen halben Jahr. Mit 1,3615 Dollar ist die Währung so teuer wie zuletzt am Tag nach dem Brexit-Referendum im Juni 2016.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Freitagmittag weiter mit Abgaben. Im Fokus steht weiterhin der Einbruch der Santhera-Aktien. Der Swiss Market Index (SMI) steht um 12 Uhr 0,32% tiefer bei 9'042,36 Punkten. Die Abgaben bei den schwergewichtigen Novartis (-0,7%) und Nestlé (-0,6%) werden im Handel bereits auf die anstehende Kappung der Gewichtung grosser Titel im SMI zurückgeführt. Fonds, die den Index abbilden, müssten ihrer Bestände reduzieren, heisst es.

Grösste Verlierer sind aktuell Baloise (-0,8%), Schindler (-0,8%) und Swiss Life (-0,7%). Die am Donnerstag bereits schwach gewesenen und erneut tieferen Swiss Re (-0,6%) und Zurich (-0,5%) vervollständigen das negative Bild bei den Assekuranzen. Auch Geberit (-0,7%) geben stärker ab.Am breiten Markt stürzen die Santhera-Aktien nach enttäuschenden Nachrichten zu Raxone mit rund -37% auf 44,80 CHF massiv ab, auch wenn sie sich vom Tagestief bei 29,10 CHF etwas erholt haben. Der vorberatende Ausschuss der Europäischen Arzneimittelbehörde hat den Erweiterungsantrag für das Mittel negativ beurteilt. Bei der Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) zeige die eingereichte Studie nicht genügend Wirksamkeit.

Den ausführlichen Mittagsbericht zum SMI lesen Sie hier.

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11:00

Der Handel mit der Aktie von Santhera gestaltet sich am Freitag als schwierig. Broker berichten, dass der Handel der Aktie wegen der hohen Kursausschläge  immer wieder ausgesetzt wird und verhältnismässig hohe Volumen zu verzeichnen sind. Die Aktie lag zuletzt 43 Prozent im Minus nachdem sie mit einem Abschlag von 58 Prozent eröffnet hatte. 

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) empfahl der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), das Santhera-Schlüsselmedikament Raxone zur Behandlung von Muskelschwund (DMD) die Zulassung zu verweigern. Das CHMP bezweifelt die Wirksamkeit des Medikaments. Santhera will zwar Widerspruch gegen die Beurteilung einlegen. Doch Stephan Sola vom Broker Kepler Cheuvreux stuft die Chancen auf einen Erfolg des Wirkstoffs für diese Indikation als gering ein.

Getrieben von der Hoffnung auf eine Zulassung in Europa hatten die Santhera-Titel in den vergangenen zwölf Monaten fast 40 Prozent an Wert gewonnen. Die EMA folgt den Empfehlungen der CHMP üblicherweise. Zur Behandlung einer seltenen Sehnerv-Erkrankung ist Raxone in Europa seit 2015 zugelassen. 

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10:01

Ein Medienbericht über eine Explosion in einer Londoner U-Bahn-Station macht Aktienanleger nervös. Der FTSE baut seine Verluste aus und notiert 0,4 Prozent im Minus bei 7271 Punkten.

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09:10

Der Swiss Market Index notiert wenige Minuten nach Handelsstart 0,4 Prozent tiefer bei 9041 Punkten. Die Vorgaben aus dem US-Handel waren zwar erneut leicht positiv, und der Dow Jones-Index schloss auf einem Rekordwert. Unterstützung kam von den Erwartungen an die Steuerreform von Präsident Donald Trump sowie dem festeren Ölpreis. Auch zum Wochenschluss werden wichtige US-Makrodaten im Fokus stehen. Beim SMI könnte es am Mittag mit dem grossen Verfall zu Bewegungen kommen. Die auslaufenden Future- und Optionenkontrakte sorgen am sogenannten "Hexensabbat" oft für kräftige Schwankungen.

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Hingucker im negativen Sinn sind die Aktien der Liestaler Firma Santhera. Die Aktie verliert gleich 58 Prozent. Hintergrund: Santhera muss einen Rückschlag bei der beantragten Marktzulassung seines Mittels Raxone melden. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) habe eine negative Beurteilung für den Typ-II-Erweiterungsantrag für Raxone zur Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) abgegeben. Santhera beabsichtigt gegen die Beurteilung Widerspruch einzulegen (hier diskutieren cash-Forum-User über die Santhera-Aktie).

Bei den Banken reagieren Julius Bär (+0,6 Prozent) klar positiv auf eine Heraufstufung durch die HSBC auf "Buy" von "Hold". Die langfristige Strategie der Bank trage langsam Früchte, heisst es. Die Credit Suisse (-0,4 Prozent) hat derweil eine weitere Altlast aus der Finanzkrise bereinigt und einen Vergleich mit einer US-Versicherung im Streit um Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) geschlossen. Das führt zu einer Vorsteuer-Belastung von 79,5 Mio USD im dritten Quartal. UBS (-0,6 Prozent) tendieren etwas tiefer als der Marktschnitt. Nestlé (-0,5 Prozent) hat in den USA eine Lifestyle-Kaffemarke übernommen.

Am breiten Markt zeigen sich Helvetia (-2,6 Prozent) nach dem Ausstieg von Raiffeisen deutlich unter Druck. Die Bank trennt sich von ihrem 4-Prozent-Anteil an der Versicherung vollständig. Sulzer (-1,3 Prozent) verstärkt den Bereich Applikationssysteme mit einem Zukauf im Dentalbereich. Die deutsche Transcodent soll im laufenden Jahr einen Umsatz von 17 Mio EUR erreichen.

Aevis Victoria (+0,2 Prozent) hat positive Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Umsatz wuchs leicht, der Gewinn jedoch kräftiger. Unterdessen hat Myriad (-10 Prozent) die Dekotierung von der SIX beantragt. Die Aktien haben im Jahresverlauf rund 65 Prozent an Wert eingebüsst.

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08:15

Die Ölpreise haben am Freitag leicht nachgegeben. Starke Impulse blieben im frühen Handel aus. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 55,26 US-Dollar. Das waren 0,3 Prozent weniger als am Donnerstag. Trotz der Verluste steuern die Ölpreise auf ihre zweite Woche in Folge mit Preiszuwächsen zu. Ein Grund dafür sind neue Prognosen der Internationalen Energieagentur IEA und des Ölkartells Opec, die beide von einer stärkeren Ölnachfrage ausgehen. Hinzu kommt, dass auch die kurzfristige Nachfrage in den USA zunimmt, weil die Raffinerien im Golf von Mexiko nach dem Sturm Harvey wieder anlaufen. 

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08:10

Der Swiss Market Index wird vorbörslich 0,15 Prozent tiefer indiziert bei 9057 Punkten. Nur zwei Aktien stehen im Plus, nämlich Julius Bär (0,84 Prozent) und Adecco (0,24 Prozent). Die Titel des Vermögensverwalters profitierten von einer Kaufempfehlung der HSBC, die die Aktie auf "Buy" von "Hold" hochstufte.

Einige Anleger seien wegen des neuerlichen Abschusses einer nordkoreanischen Rakete verunsichert, sagten Börsianer am Freitag. Zudem hielten sich viele Investoren wegen der unklaren Entwicklung der künftigen Geldpolitik in wichtigen Wirtschaftsräumen zurück.

In der Schweiz steht unter anderem Nestle im Fokus. Der Nahrungsmittelriese baut mit einem Zukauf in den USA sein Kaffee-Geschäft aus und übernimmt zu einem ungenannten Preis eine Mehrheitsbeteiligung an der Firma Blue Bottle Coffee. Die Aktie notierte vorbörslich etwas schwächer. Die Credit Suisse kann einen weiteren Streitfall um US-Hypothekarpapiere zu den Akten legen. Das Institut erzielte eine Einigung mit der Massachusetts Mutual Life Insurance Company. Im Zuge dessen verbucht die Bank im dritten Quartal Belastungen von 79,5 Millionen Dollar vor Steuern - zusätzlich zu den bereits bestehenden Rückstellungen für den Streit. Die Aktie war wenig verändert indiziert.

Unter Druck standen die Aktien der Versicherung Helvetia, die vor dem offiziellen Handelsstart 1,7 Prozent nachgaben. Raiffeisen trennt sich von seiner vierprozentigen Beteiligung und platziert diese bei institutionellen Investoren. Der Zürcher Vermögensverwalter Mojmir Hlinka rechnet übrigens mit einem Stand des SMI von bis 9500 Punkten bis Ende Jahr: 

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06:40

Der Nikkei der 225 führenden Werte stieg kurz vor Handelsschluss um 0,5 Prozent auf 19'903 Punkte. Bei den Einzelwerten legten Astellas Pharma 3,3 Prozent nach einer positiven Studie zu einem Krebsmedikament zu.

Auch bei den anderen Anlageklassen hielten sich die Reaktionen auf den neuen Raketentest in Grenzen. Sogenannte sichere Häfen, in die die Investoren ihre Gelder bei politischen Krisen verschieben, wie der japanische Yen, der Schweizer Franken oder das Gold waren zwar gesucht - aber die Kurse zogen nur leicht an. Der Euro behauptete sich im fernöstlichen Handel zum Dollar. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1907 Dollar. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9633 Franken je Dollar und bei etwa 1,1472 Franken je Euro

Nordkorea hatte in der Nacht auf Freitag trotz Verschärfung der UN-Sanktionen wegen seines jüngsten Atomwaffentests erneut eine Rakete von mehreren tausend Kilometern Reichweite über Japan hinweg gefeuert. Die Rakete sei nach dem Start nahe der Hauptstadt Pjöngjang 3700 Kilometer weit geflogen und dann in den Pazifischen Ozean gestürzt, teilte der südkoreanische Generalstab am Freitag mit.

(cash/AWP/Reuters)

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