+++Börsen-Ticker+++US-Börsen mit Verlusten - Nordkorea-Krise weiter verschärft

Eine weitere Verschärfung der Kriegsrhetorik zwischen Nordkorea und den USA hat den US-Börsen am Montag Verluste eingebrockt.
25.09.2017 23:08
Trübes Wetter vor der Börse in New York.
Trübes Wetter vor der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:45

Zum Handelsende stand der Dow Jones Industrial 0,24 Prozent tiefer bei 22'296,09 Punkten. Der marktbreite S&P 500-Index verlor 0,22 Prozent auf 2'496,66 Punkte. Noch deutlicher nach unten ging es für den technologielastigen Nasdaq 100, der 1,10 Prozent auf 5'867,35 Zähler verlor. Erst in der vergangenen Woche hatten alle Indizes Höchststände erreicht.

Auch wenn das jüngste Säbelrasseln schon bald wieder vorbei sein könnte, erreichten die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA nun trotzdem eine weitere Eskalationsstufe, kommentierte Marktexperte Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital. Entsprechend könnten Investoren ihre Risiken wieder reduzieren.

Konjunkturdaten gab es zum Wochenauftakt keine, dafür aber Reden der US-Notenbanker William Dudley und Charles Evans. Anleger erhofften sich davon wie immer Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Währungshüter. Derzeit fragen sich die Investoren vor allem, in welcher Geschwindigkeit die Leitzinsen weiter erhöht werden. Dudley, der einflussreiche Präsident der regionalen Notenbank von New York, hatte in seiner Rede die ungewöhnlich schwache Inflation in den USA als vorübergehendes Phänomen bezeichnet. Charles Evans von der regionalen Notenbank Chicagos zeigte sich angesichts der niedrigen Inflationserwartungen derweil besorgt und sprach sich für eine abwartende Geldpolitik aus.

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17:50

In New York machen die Anleger bei den grossen Tech-Werten Kasse: Facebook sackten am Montag um 3,8 Prozent auf 164,11 Dollar ab. Auch Apple setzten ihre Talfahrt fort und verloren zeitweise 1,8 Prozent auf 149,16 Dollar. Händler verwiesen auf die Enttäuschung einiger Anleger, die mit der Resonanz auf das neue iPhone 8 unzufrieden seien. Auch Microsoft, Amazon und der Google-Mutterkonzern Alphabet ließen Federn und verloren jeweils mehr als ein Prozent.

Tech-Werte haben in den vergangenen zwölf Monaten an der Wall Street massiv zugelegt. Apple und Facebook gewannen je mehr als 30 Prozent, während sich das Plus beim Dow Jones auf nur rund 20 Prozent belief. Doch im September hat die Kauflaune der Anleger bei Facebook & Co nachgelassen.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Montag nach einem verhaltenen Start Fahrt aufgenommen, die Gewinne zum Handelsschluss hin aber praktisch wieder abgegeben. Der SMI tritt am Montag an Ort und schliesst praktisch unverändert auf 9140 Punkte. "Die Anleger verhalten sich vorsichtig", sagte ein Händler.

Gewinner und Verlierer hielten sich bei den Standardwerten die Waage. Unter Druck standen die LafargeHolcim-Aktien mit minus 4,6 Prozent. Finanzchef Ron Wirahadiraksa habe auf einem Analystenanlass bezüglich des Umfelds in Schlüsselmärkten einen vorsichtigen Ton angeschlagen, hiess es in einem Bericht der Bank Berenberg.

Auf Talfahrt gingen auch die Aktien von AMS: Sie büssten 7,9 Prozent ein. Die Ankündigung einer Wandelanleihe belastete den Kurs. Dazu komme ein Bericht des Onlineportals "digitimes.com", das sich auf Insider berief.

Getragen wurde der Indexgewinn vor allem von den als krisensicher geltenden Schwergewichten. Pharmawert Novartis rückte 0,5 Prozent vor und Roche um 0,8 Prozent. Das Roche-Medikament Tecentriq ist in Europa zur Behandlung von Lungen- und Blasenkrebs zugelassen worden.

Auch die Swatch-Anteile stiegen um 0,6 Prozent. Konzernchef Nick Hayek sagte in einem Interview der "Schweiz am Wochenende", der Uhrenhersteller habe im September ein sehr positives Umsatzwachstum verzeichnet.

Die Unsicherheit am Markt bleibt aber: Trotz des Siegs von Angela Merkel bei den Wahlen in Deutschland gebe es zahlreiche Unsicherheiten. So sei nicht klar, mit wem die CDU/CSU eine Regierung bilden wird. Ein Händler sagte: "Die Regierungsbildung könnte eine zähe Angelegenheit werden."

Frischen Wind erhofften sich die Marktteilnehmer von der US-Notenbank. Fed-Chefin Janet Yellen wird sich am Dienstag in Cleveland zum Thema Inflation und Geldpolitik äussern. Die Fed hatte am Mittwoch den US-Leitzins in einer Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent belassen, allerdings eine weitere Zinserhöhung noch in diesem Jahr signalisiert.

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17:19

Neue Drohungen Nordkoreas an die Adresse der USA belasten die Wall Street: Der Dow-Jones- und der S&P-500-Index weiten ihre Verluste aus und fallen um je 0,5 Prozent. Der Nasdaq verliert mehr als ein Prozent. Auch in Europa legen Dax und EuroStoxx50 den Rückwärtsgang ein und fallen um 0,1 beziehungsweise 0,3 Prozent.

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15:55

In Erwartung einer Rede von Fed-Chefin Janet Yellen im weiteren Wochenverlauf haben die Investoren an der Wall Street am Montag Aktien nur mit spitzen Fingern angefasst. Der Dow-Jones- und der S&P 500-Index gaben zu Handelsbeginn je 0,1 Prozent auf 22.324 beziehungsweise 2498 Zähler nach. Der Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 6402 Punkte. Laut Händlern verstimmten Aussagen des New Yorker Fed-Chefs William Dudley die Anleger etwas. Der Notenbanker hatte eine weitere schrittweise Straffung der Geldpolitik angekündigt. Yellen wird am Dienstag in Cleveland zum Thema Inflation und Geldpolitik sprechen.

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13:12

Die Ölpreise haben sich am Montag uneinheitlich gezeigt. Während der Preis für Nordsee-Öl zulegte, hielt sich die Notierung für US-Öl unverändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete gegen Mittag 57,36 US-Dollar. Das waren 50 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) hielt sich dagegen bei 50,66 Dollar.

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13:00

Nachdem der Schweizer Leitindex SMI am Montagmorgen zunächst etwas schwächer in den Handel gestartet war, hat er im weiteren Verlauf das Minus nach und nach eingedämmt und bewegt sich seither knapp im grünen Bereich.  Der Swiss Market Index (SMI), neu wird das Gewicht der grössten Titel gekappt, steht gegen 12.20 Uhr um 0,11% höher bei 9'146,98 Punkten. Er knüpft damit an seinen freundlichen Trend aus der Vorwoche an.

Angeführt wird die Gewinnerliste mittlerweile von den Aktien des Backwarenkonzerns Aryzta (+3,8%). Im frühen Handel waren sie noch grösster Verlierer. Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr seien schwach, heisst es einhellig von Analysten und Händlern. Ebenso gibt es aber Stimmen, die sagen, dass der Konzern sich strategisch in die richtige Richtung zu bewegen scheine. Das Kursplus wiederum dürfte auf die Telefonkonferenz zurückzuführen sein, in der das Management einer Kapitalerhöhung eine Absage erteilt hatte. Das sorge für Erleichterung.

Mit Kursgewinnen zwischen 0,7 und 0,2% stützen zudem die drei Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis.

Den auführlichen Schweizer Börsenbericht zum Mittag finden Sie hier.

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12:55

Die Aktien des Backwarenherstellers Aryzta haben am Montag trotz einer schlechter als erwarteten Jahresbilanz kräftig zugelegt. Die Titel stiegen an der gut gehaltenen Börse um 2,3 Prozent auf 30,18 Franken. Die Anleger griffen zu, nachdem Verwaltungsratspräsident Gary McGann auf einer Telefonkonferenz eine Kapitalerhöhung als nicht nötig bezeichnet hatte, sagten Händler.

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10:32

Das kurdische Unabhängigkeitsreferendum im benachbarten Irak verunsichert Türkei-Anleger. Der Istanbuler Leitindex fällt um 2,2 Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Tief von 101.756 Punkten. Auch die türkische Währung schwächt sich ab. Der Dollar steigt um ein Prozent auf 3,5305 Lira.

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10:08

Spekulationen auf die Übernahme eines Löwenanteils von Air Berlin treiben die Aktien der Lufthansa um 2,1 Prozent auf 23,36 Euro. Das ist der höchste Stand seit 16-1/2 Jahren.

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09:58

Die 2,27 Milliarden Euro schwere Übernahme von Carver Korea kommt bei Unilever-Aktionären gut an. Die Aktien steigen um 0,7 Prozent auf 49,48 Euro, sie sind damit unter den größten Gewinnern im EuroStoxx50.

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09:38

Spekulationen auf eine Regierungsbeteiligung der Grünen machen Anleger von RWE nervös. Die Aktien des Energiekonzerns brachen am Montag um 4,3 Prozent auf ein Sechs-Wochen-Tief von 19,36 Euro ein und waren mit Abstand größter Verlierer im Dax.

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09:25

Der Euro reagiert zum Franken nur wenig auf die deutschen Parlamentswahlen. Aktuell steht das Wechselverhältnis bei 1,1569 (-0,1 Prozent). Gemäss deutschen Ökonomen herrscht im Moment gewisse Unsicherheit wegen der Regierungsbildung: Eine "Jamaica"-Koalition aus den wirtschaftsfreundlichen Parteien CDU/CSU und FDP mit den Grünen würde aber mehrheitlich nicht als wirtschaftspolitische Zäsur empfunden.

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09:10

Am Schweizer Markt entwicklen sich die Aktienkurse mehrheitlich abwärts. Die politische Ausganglage in Deutschland nach den Wahlen trübt die Stimmmung. Der SMI sinkt nach der Handelseröffnung um 0,11 Prozent auf 9127 Punkte. Die politischen Entscheidungen vom Wochenende haben unter dem Strich einen leicht belastenden Einfluss auf das Marktgeschehen. Die Vorgaben aus Übersee sind zudem nicht einheitlich. So ist der Dow Jones am Freitag nach einer flauen Sitzung letztlich etwas tiefer aus dem Handel gegangen. In Asien überwiegen ebenfalls die negativen Vorzeichen, während der Nikkei hinzu gewinnt.

Auf Seiten der Politik ist hierzulande die Reform der Altersvorsorge überraschend deutlich gescheitert, während in Deutschland eine neue Bundesregierung gewählt wurde. Dabei haben vor allem die beiden etablierten grossen Parteien CDU und SPD deutliche Verluste verzeichnet, während die populistisch orientierte AfD als drittstärkste Partei hervorging. Laut Händlern drückt dies auf die Stimmung. Für eine gewisse Verunsicherung sorge auch der wieder etwas in den Vordergrund getretene Konflikt zwischen den USA und Nordkorea, heisst es von Händlern.

Zum Schweizer Abstimmungssonntag: Reform der Altersvorsorge deutlich abgelehnt

Beim Industriekonzern ABB (+0,08 Prozent) reagieren Investoren wider Erwarten zurückhaltend auf die angekündigte Expansion in den USA, wo die ABB die Sparte Industrial Solutions von General Electric (GE) übernimmt. Der Kaufpreis für die Sparte liegt bei 2,6 Milliarden Dollar. Damit bestätigen sich entsprechende Spekulationen, die bereits am Freitag erneut hochgekocht hatten.

Mit zu den Verlierern zählen zunächst vor allem jene Werte, die in der Vorwoche gut abgeschnitten haben, wie etwa die Papiere der beiden Grossbanken UBS (-0,43 Prozent) und Credit Suisse (-0,26 Prozent). Aber auch die Papiere von Zyklikern wie Adecco (-0,13 Prozent) und LafargeHolcim (-0,34 Prozent) stehen schwächer da.

Noch deutlicher abwärts geht es für die Anteilsscheine des Backwarenkonzern Aryzta (-0,71 Prozent), der am Morgen seine Jahreszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 vorgelegt hat. Das Unternehmen hat sowohl beim Umsatz als auch Gewinn schwächer abgeschnitten, als die von AWP befragten Analysten im Schnitt geschätzt hatten.

In etwa wie der Markt fallen  die drei Schwergewichte Nestlé (-0,19 Prozent), Roche (-0,12 Prozent) und Novartis (-0,06 Prozent) zurück. Beim Nahrungsmittelkonzern Nestlé hatten zum Wochenschluss Spekulationen um seine L'Oréal-Beteiligung für Gesprächsstoff gesorgt, die auch am anstehenden Investorentag am morgigen Dienstag nochmals auf der Agenda stehen dürften. Der Pharmakonzern Roche wiederum hat für sein Medikament Tecentriq (Atezolizumab) weitere Zulassungen erhalten.

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Überdurchschnittlich abwärts geht es zudem für die Papiere von Clariant (-0,39 Prozent), nachdem die ursprünglich für Oktober/November angesetzte ausserordentliche Generalversammlung zur geplanten Fusion mit Huntsman laut "Sonntagszeitung" verschoben wird. Zuletzt gab es Spekulationen, ob es Nachforderungen beim Umtauschverhältnis geben könnte. Diesen Spekulationen erteilte ein Clariant-Sprecher eine Absage.

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08:35

Inzwischen ist in Fernost der Handel beendet. Dank der aktuellen Schwäche des Yen und der Spekulationen auf vorgezogene Wahlen in Japan hat der Nikkei-Index am Montag gegen den Trend zugelegt. Der Tokioter Leitindex stieg um 0,5 Prozent auf 20.397,58 Punkte. Ministerpräsident Shinzo Abe wird wohl bald Neuwahlen ankündigen. Außerdem plant er Insidern zufolge ein umgerechnet 15 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket.

 

 

Die Börsen in Shanghai und Hongkong verloren im Sog eines Kurssturzes bei den Immobilienwerten 0,4 und ein Prozent. Am Wochenende hatten mehrere Städte neue Beschränkungen für Immobiliengeschäfte verhängt, um die Spekulation einzudämmen. Daraufhin verloren der chinesische und der Hongkonger Index für diesen Sektor jeweils etwa vier Prozent.

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08:20

Der SMI sinkt vorbörslich um 0,26 Prozent auf 9113 Punkte. Am stärksten trifft es Zykliker und Banken, wobei am deutlichsten die Aktien von Adecco und der UBS sinken (je 0,44 Prozent, zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch). Die Anleger dürften am Montag vorsichtig agieren, sagten Händler. Denn trotz des Siegs von Angela Merkel bei den Wahlen in Deutschland gebe es zahlreiche Unsicherheiten. So sei nicht klar mit wem die CDU/CSU, die zwar als stärkste Partei aus den Wahlen hervorgegangen ist aber trotzdem erhebliche Verluste eingefahren hat, eine Regierung bilden wird.

Auftrieb erhält nur die Aktie von ABB (+0,79 Prozent), nachdem bekannt wurde, dass der Technolgiekonzern die Sparte Industrial Solutions von Konkurrent General Electric für 2,6 Milliarden Dollar kaufen wird.

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Im SLI hat der Backwarenkonzern Aryzta rote Zahlen vorgelegt. Die Aktie sinkt vorbörslich um 0,34 Prozent.

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07:40

Der Dax dürfte nach Berechnungen von Banken und Brokern am Montag etwas schwächer eröffnen. Die Aussicht auf ein Jamaika-Bündnis im deutschen Bundestag und der Einzug der rechtspopulistischen AfD lässt Anleger vorsichtig in die neue Handelswoche starten. "Die Sondierungen zwischen CDU, FDP und Grünen werden zäh, so viel steht fest", sagte der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank, Ulrich Stephan. "Vor allem bei Themen wie Digitalisierung und Bildung oder bei der künftigen Steuer-, Energie- und Europapolitik."

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06:40

Der Ausgang der Bundestagswahl in Deutschland hat den Euro am Montag im asiatischen Frühhandel sinken lassen. Die Gemeinschaftswährung gab um knapp ein halbes Prozent auf 1,1910 Dollar nach. Zum Franken steht der Euro bei 1,1578, ein Rückgang um 0,03 Prozent.

Nach dem vorläufigen Ergebnis erhielt die Union 33,0 Prozent der Stimmen nach 41,5 Prozent 2013. Die SPD sackte auf 20,5 (2013: 25,7) Prozent. Mit 12,6 Prozent wird die AfD, die 2013 mit 4,7 Prozent knapp den Einzug ins Parlament verpasst hatte, drittstärkste Kraft.

 

 

Der Aktienmarkt in Tokio profitierte Händlern zufolge vom schwächeren Yen, der wiederum Exporttitel habe steigen lassen. Auch die Aussicht auf vorgezogene Neuwahlen in Japan habe der Marktstimmung gutgetan, während das erwartete neue Konjunkturpaket im Umfang von umgerechnet 15 Milliarden Euro nur begrenzten Einfluss gehabt habe. Der Nikkei-Index stieg bis zum Mittag (Ortszeit) um 0,6 Prozent auf 20.414,93 Punkte.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe plant Insidern zufolge ein Ausgabenpaket für Kinderbetreuung und Ausbildung. Es wird erwartet, dass Abe noch am Montag vorgezogene Neuwahlen ausruft, um seine derzeit hohen Umfragewerte auszunutzen.

(cash/AWP/Reuters)