+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen: Warten auf Trump-Kim-Gipfel

Einen Tag vor dem mit Hochspannung erwarteten Gipfel zwischen Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un war an der Wall Street leiser Optimismus angesagt.
11.06.2018 23:15
Trader an der Wall Street.
Trader an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

22:30

Die wichtigsten Aktienindizes hielten sich am Montag knapp über der Gewinnschwelle. Die Sorge vor einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und anderen Industrienationen geriet damit etwas in den Hintergrund.

So rückte der Dow Jones Industrial um 0,02 Prozent auf 25 322,31 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 lag 0,11 Prozent im Plus bei 2782,00 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,22 Prozent auf 7168,48 Punkte.

Die Aktien des Elektroautobauers Tesla zogen als bester Wert im Nasdaq 100 um 4,55 Prozent an. Der Markt unterschätze den technologischen Vorteil des Elektroauto-Pioniers im Vergleich zu den traditionellen Fahrzeugherstellern, schrieb Analyst Alexander Haissl von der Privatbank Berenberg.

Ansonsten standen die Aktien der Medizintechnikfirmen Boston Scientific und Stryker im Blick. Das "Wall Street Journal" hatte unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass Stryker an einer Übernahme von Boston Scientific interessiert sei. Dessen Anteilsscheine schnellten unter den Favoriten im S&P 500 um gut 7 Prozent in die Höhe, während die Papiere von Stryker am Indexende mehr als 5 Prozent verloren. Beide Unternehmen wollten die Nachricht nicht kommentieren.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Montag kräftig angezogen. Nach mehreren Verlustwochen nützten Anleger die tiefen Kurse für Käufe, sagten Händler. Der SMI stieg um 1,3 Prozent auf 8624 Punkte. Die vergangenen vier Wochen hatte der Leitindex jeweils mit Verlust beendet. Die Stimmung aufgehellt hat Börsianern zufolge vor allem das Bekenntnis des neuen italienischen Wirtschaftsministers Giovanni Tria zur Euro-Zone.

Gefragt waren vor allem Bankaktien. Sie profitierten vom Bekenntnis des Trias Bekenntnis zum Verbleib Italiens in der Euro-Zone, das zu einer starken Erholung der italienischen Anleihen führte.

Die Aktien der Credit Suisse und der UBS stiegen um 3,4 und 3,3 Prozent. Auch die Anteile des Vermögensverwalters Julius Bär sowie der Versicherungen Swiss Re, Swiss Life und Zurich rückten um 1,8 Prozent vor.

Ins Spitzentrio schaffte es der Bauchemiewert Sika mit 2,9 Prozent Plus. Sika-Präsident Paul Hälg sagte der Nachrichtenagentur Reuters, das Unternehmen wolle die Schlagzahl bei Übernahmen erhöhen und sein Wachstumstempo in den kommenden fünf Jahren weiter steigern.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:15

Spekulationen auf eine baldige Übernahme durch den Konkurrenten Stryker haben den Aktienkurs von Boston Scientific auf den höchsten Stand seit dreizehneinhalb Jahren gehievt. Die Papiere der US-Medizintechnikfirma, die unter anderem Defibrillatoren anbietet, stiegen am Montag um bis zu 16,4 Prozent auf 37,20 Dollar. Das ist der grösste Kurssprung seit 2008. Stryker-Titel verloren dagegen 2,9 Prozent.

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15:45

Am Tag vor dem historischen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un halten sich Anleger mit grösseren Engagements an der Wall Street zurück.  Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kamen zur Eröffnung am Montag kaum vom Fleck. Der Streit beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen (G7) am Wochenende spielte dagegen nur eine untergeordnete Rolle. "Obwohl alle auf einen besseren Ausgang gehofft hatten, ist niemand überrascht", sagte Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. Schliesslich seien die Einstellung von Trump zum Handel und seine konfrontative Verhandlungstaktik bekannt.

US-Aussenminister Mike Pompeo äusserte sich zuversichtlich über den Ausgang des Trump/Kim-Treffens. Die USA seien bereit, Nordkorea als Gegenleistung für eine nukleare Abrüstung des Landes beispiellose Sicherheitsgarantien zu geben.

Zu den grössten Gewinnern am US-Aktienmarkt zählte Genworth. Die Aktien des Versicherers stiegen um 29 Prozent auf 4,92 Dollar und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit gut neun Jahren zu.

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13:55

Die Schweizer Börse hat am Montag angezogen. Nach den Verlusten der vergangenen Wochen nützten Anleger die tiefen Kurse für Käufe, sagten Händler.  Die Angst vor einem eskalierenden Handelsstreit sei in den Hintergrund gerückt. Die Erwartungen an den G7-Gipfel am Wochenende seien schon im Vorfeld sehr gering gewesen und deswegen halte sich die Enttäuschung über das Ausscheren von US-Präsident Donald Trump bei der Abschlusserklärung in Grenzen. Für neuen Schub sorgen könnte dagegen das Treffen von Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un am Dienstag in Singapur.

Der SMI stieg um ein Prozent auf 8593 Punkte. Am Freitag hatte der Leitindex 0,4 Prozent nachgegeben und den vierten Wochenverlust in Folge eingefahren.

Kursunterstützend wirkte auch der nachgebende Franken. Eine schwächere Landeswährung helfe der exportorientierten Schweizer Wirtschaft, hiess es am Markt.

Mit Ausnahme von Adecco legten alle Standardwerte zu. An die Spitze setzten sich die Banken: Die Aktien der Credit Suisse stiegen um 2,7 Prozent und die der UBS um 2,3 Prozent. Auch die Anteile des Vermögensverwalters Julius Bär sowie der Versicherungen Swiss Re, Swiss Life und Zurich waren mit Kurszuwächsen von mehr als einem Prozent gefragt. Banken und Versicherer gelten als Profiteure höherer Zinsen, sagte ein Händler.

Ins Spitzentrio schaffte es der Bauchemiewert Sika mit 2,4 Prozent Plus.

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13:13

Der Kupferpreis ist am Montag gefallen, weil Spekulationen auf Lieferausfälle der weltgrößten Kupfermine nachliessen. Das Industriemetall verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 7228 Dollar je Tonne. Der Betreiber der chilenischen Mine Escondida, BHP Billiton , hatte sich am Freitag optimistisch zu den Aussichten auf eine Einigung im Tarifstreit geäußert. Bei der Auseinandersetzung im vergangenen Jahr hatten die Beschäftigten die Arbeit an 44 Tagen niedergelegt. Escondida liefert rund eine Million Tonnen Kupfer pro Jahr. Das entspricht fünf Prozent des weltweiten Angebots.

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12:32

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat zugelegt. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 74,22 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 60 Cent mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

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12:31

Anleger haben dem grössten chinesischen Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology (CATL) bei seinem Börsengang am Montag die Aktien aus den Händen gerissen. Die neu herausgegebenen Titel des Konzerns, der auch Daimler, BMW und Volkswagen beliefert, schossen an der Börse in Shenzhen um 44 Prozent in die Höhe auf 36,20 Yuan. Damit kam CATL auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet knapp elf Milliarden Euro. Bei Börsengängen in China ist der maximal mögliche Kursanstieg am ersten Handelstag auf 44 Prozent beschränkt.

CATL platzierte zehn Prozent seines Kapitals, der Ausgabepreis der Aktien lag bei 25,14 Yuan. Besonders hohe Nachfrage gab es von Privatinvestoren. Aktienanalysten des Brokerhauses Founder Securities empfahlen die Titel zum Kauf und erklärten, CATL profitiere von der boomenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in China sowie von seinen Partnerschaften mit deutschen Autoherstellern sowie den chinesischen Anbietern SAIC und Geely.

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11:44

Der Swiss Market Index (SMI) verzeichnet um 10.40 Uhr ein Plus von 0,88 Prozent und steht bei 8'587,37 Punkten, wobei vorübergehend die Marke von 8'600 überschritten wurde.

Am deutlichsten gesucht sind die Grossbanken, wobei CS (+2,2%) noch einen Tick höher stehen als UBS (+2,0%). Beide büssten über die vergangenen vier Wochen insbesondere wegen der Befürchtungen um Italien und eine mögliche neue Eurozonenkrise stetig an Terrain ein.

Sika ziehen mit einem Plus von 1,9 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich an. Der Titel erhält von positiv gefärbten Aussagen des Verwaltungsratspräsidenten Paul Hälg in einem Interview vom Wochenende etwas Rückenwind.

Dahinter finden weitere Finanzaktien wie Swiss Re (+1,2%), Swiss Life und Bâloise (je +1,1%) oder Julius Bär (+0,9%) ebenfalls Zuspruch.

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11:10

Die britische Industrie bekommt die Folgen des Brexit-Votums immer härter zu spüren. Ihre Produktion schrumpfte im April um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat und damit so deutlich wie seit Oktober 2012 nicht mehr. Das teilte das nationale Statistikamt ONS am Montag mit. Von Reuters befragte Experten hatten hingegen ein Plus von 0,3 Prozent erwartet, nachdem die Firmen die Fertigung im März um 0,1 Prozent zurückgefahren hatten. "Die Nachfrage aus dem Ausland hat sich weiter abgeschwächt und im Inland bleibt sie gedämpft", sagte ONS-Experte Rob Kent-Smith zu den April-Daten.

Die Wirtschaft auf der Insel lahmt. Grund dafür ist nicht zuletzt, dass die Währung nach dem Brexit-Votum vom Sommer 2016 auf Talfahrt gegangen ist, wodurch sich Importgüter verteuern. Dies zehrt an der Kaufkraft der Briten.

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10:25

Das Bekenntnis des neuen italienischen Wirtschaftsministers zur Euro-Zone hat die Nerven der Anleger in Italien beruhigt. Der Leitindex der Börse in Mailand kletterte am Montag um 2,5 Prozent auf 21.883 Punkte. Gefragt waren vor allem Banken wie Unicredit, Banco BPM und Intesa Sanpaolo. Der italienische Bankenindex legte um 4,1 Prozent zu. Wirtschaftsminister Giovanni Tria sagte in einem Zeitungsinterview, die Koalition wolle das Wachstum durch Investitionen und Strukturreformen ankurbeln und nicht durch eine Erhöhung der Schulden. Außerdem stehe ein Ausstieg aus dem Euro nicht zur Debatte.

Auch am Anleihemarkt herrschte Erleichterung. Anleger griffen bei italienischen Staatsanleihen zu, die Renditen schwächten sich daraufhin ab. Die zehnjährigen Titel rentierten bei 2,88 Prozent nach 3,13 Prozent am Freitag.

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10:01

Fusionsspekulationen haben die Aktien des Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor zum Wochenstart beflügelt. Die Titel des schwäbisch-englischen Chipherstellers legten um bis zu 3,9 Prozent auf 15,65 Euro zu und waren zeitweise einer der größten Gewinner im Technologieindex TecDax. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur "Bloomberg" lotet Dialog einen Zusammenschluss mit der US-Technologiefirma Synaptics aus.

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09:35

Commerzbank gewinnen nach einer Kaufempfehlung 3,2 Prozent auf 9,65 Euro und sind mit Abstand grösster Gewinner im Dax. Analysten von HSBC stuften die Aktien auf "Buy" von "Hold" nach oben und erhöhten das Kursziel auf 13 von 11 Euro. Zudem berichtete die "Süddeutsche Zeitung", der Finanzinvestor Cerberus halte inzwischen deutlich mehr als fünf Prozent an dem Institut, allerdings weniger als zehn Prozent. Die Aktien der Deutschen Bank legten 2,2 Prozent auf 9,77 Euro zu.

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09:10

Geprägt wird das Geschehen zum Wochenbeginn einerseits vom durch US-Präsident Trump per Tweet ausgelösten Eklat beim G7-Gipfel in Kanada vom Wochenende und andererseits vom Ausblick auf das bevorstehende Treffen Trumps mit dem Machthaber Nordkoreas, Kim Jong Un, vom Dienstag in Singapur.

Das faktische Scheitern des G7-Gipfels wird weltweit sehr kritisch kommentiert, hinterlässt an den Aktienmärkten jedoch noch keine Spuren. Das Risiko für neue und weitergehende Handelsstreitigkeiten sei jedoch weiter gestiegen, hiess es in Börsenkreisen.

Der SMI nimmt einen deutlichen Sprung. Zum Handelsbeginn steigen vor allem Bank- und Versicherungsaktien, aber auch die Schwergewichte.  Der SMI steigt bei der Börsenöffnung um 0,7 Prozent auf 8571 Punkte. Die zuletzt stark zurückgenommenen Banken legen kräftig zu, Credit Suisse (+1,7 Prozent) und UBS (+1,6 Prozent) wie auch Julius Bär (+0,8 Prozent) gelingt ein starker Handesstart. Daneben liegen die Versicherer Zurich (+1,1 Prozent) und Swiss Re (+1,3 Prozent) stark im Rennen.

Roche (+0,6 Prozent) hat am Freitagabend über die US-Zulassung für das Medikament Venclexta in der Kombination mit Rituxan zur Behandlung zweier Leukämie-Krankheiten berichtet. Nestlé (+1,1 Prozent) und Novartis (+0,5 Prozent) stützen den SMI ebenfalls.

Idorsia startet Phase-III-Studie mit Mittel gegen Schlaflosigkeit

Klare Avancen zeigt die Aktie von Idorsia (+2 Prozent). Das Biotechunternehmen hat am Morgen über den Start einer zulassungsrelevanten Studie der klinischen Phase III mit dem Wirkstoff Nemorexant berichtet, was die Fantasie der Investoren offenbar beflügelt. Der Produktkandidat soll zur Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt werden.

Im breiten Markt gibt es News zu den beiden bevorstehenden Börsengängen des Industrieunternehmens Klingelnberg und der im Bereich Luxusgüter tätigen Lalique. Die Klingelnberg-Aktien sollen am 20. Juni erstmals an der SIX Swiss Exchange gehandelt werden, jene von Lalique am 25. Juni.

Etwas Zurückhaltung dürften sich die Investoren auch mit Blick auf die in der laufenden Woche anstehenden Sitzungen der Notenbanken der USA und der Eurozone auferlegen. Angesichts der jüngsten Nachrichtenlage aus der US-Wirtschaft scheint eine weitere Zinserhöhung durch das Fed nicht mehr so sicher wie auch schon. Und von der EZB erhoffen sich die Marktteilnehmer, dass erstmals ein konkreter Fahrplan für den Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes thematisiert werden könnte.

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08:35

Vor dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben die Börsen in Asien fester tendiert. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio ging am Montag 0,5 Prozent höher bei 22'804 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index in Japan gewann 0,3 Prozent auf 1786 Zähler.

Der Leitindex an der Börse in Südkorea gewann 0,7 Prozent. Trump und Kim wollen am Dienstag in Singapur über die Atomwaffen Nordkoreas sprechen. Der US-Präsident hatte sogar eine Friedenserklärung ins Gespräch gebracht. "Das Aufeinanderzugehen der beiden Staaten hat die Wahrscheinlichkeit eines Atomwaffen-Deals erhöht und es könnten sogar die Sanktionen gegenüber Nordkorea gelockert werden", sagte Volkswirt Gareth Leather vom Vermögensverwalter Capital Economics.

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08:15

Die Sorge wegen möglicher US-Zölle auf Import-Autos belastet die Aktien der deutschen Autohersteller. Daimler, Volkswagen und BMW geben im vorbörslichen Handel je rund ein Prozent nach und sind unter den größten Verlierern im Dax. Auch die Aktien des Autozulieferers Continental rutschen um ein Prozent ab.

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08:10

Julius Bär projiziert zum Wochenbeginn einen Anstieg des SMI 0,19 Prozent auf 8529 Punkte. Die Berechnungen zeigen wie häufig ein leicht stärkeres Ansteigen der Zykliker ABB (+0,26 Prozent) und Adecco (+0,25 Prozent) sowie der Banken UBS  und Credit Suisse (je +0,23 Prozent). Gemäss der Annahme gehen alle 20 Titel mit einem Plus in den Handel (zu den vorbörslichen Kursen). Am breiten Markt profitiert Idorsia (+1,7 Prozent) vom Bericht über eine Phase-III-Studie für ein Schlafmedikament.

 

 

Vor dem Korea-Gipfel in Singapur verhalten sich die Anleger gemäss Händlern eher ruhig: Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Herrscher Kim Jong Un beginnt offizell morgen. Für eine gewisse Anspannung sorgen auch Notenbank-Termine: Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will am Mittwoch die Leitzinsen erhöhen, während die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Lettland ihre jahrelange Lockerungspolitik neu beurteilen will.

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08:00

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn leicht gefallen. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 76,23 US-Dollar. Das waren 23 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Lieferung fiel um 18 Cent auf 65,56 Dollar.

Im Mittelpunkt des Marktgeschehens steht nach wie vor das Ölangebot. Zum einen gab es in den vergangenen Wochen Stimmen aus Saudi-Arabien und Russland, die eine höhere Rohölförderung ins Spiel brachten.

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07:20

Der Schweizer Franken hat sich am Montag nach der Ablehnung der Vollgeld-Initiative etwas abgeschwächt. In den Morgenstunden kostete ein Euro 1,1621 Franken nach 1,1590 Franken am Sonntagabend. Zuvor hatten die Schweizer in einer Abstimmung einen radikalen Wechsel des Geldsystems deutlich abgelehnt. Der Vorschlag hätte die Kreditvergabe der Banken beschränkt und die Notenbank zur einzigen Quelle für neues Geld gemacht. Experten hatten in dem Zusammenhang im Vorfeld vor einer Aufwertung des Frankens gewarnt.

Die Nationalbank SNB hatte am Sonntag erklärt, sie könne ihre Geldpolitik nun unter den gleichen Rahmenbedingungen fortführen. Sie setzt zur Schwächung des Frankens auf Negativzinsen und Interventionen am Devisenmarkt.

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07:05

Die Kurse von Kryptowährungen weltweit sind zum Wochenstart nach einem Hackerangriff auf einen Handelsplatz in Seoul stark unter Druck geraten. Der Kurs des Bitcoin - der weltweit bekannteste Vertreter der Digitalwährungen - verlor mehr als zehn Prozent und rutschte deutlich unter die Marke von 7000 Dollar. Damit weiteten sich die Verluste der vergangenen Wochen deutlich aus. Seit Jahresbeginn sackte der Bitcoin-Kurs um mehr als 50 Prozent ab.

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Am Montag kämpften nicht nur der Bitcoin, sondern auch zahlreiche andere virtuelle Währungen wie Ether, Ripple oder Bitcoin Cash mit Problemen. Der Gesamtwert der Kryptowährungen rutschte nach Berechnungen von Coinmarketcap.com auf ein Zwei-Monats-Tief von 294 Milliarden Dollar - zum Höhepunkt der Kryptowährung-Manie hatte der Markt ein Volumen von mehr als 800 Milliarden Dollar.

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06:55

Der japanische Aktienmarkt hat am Montag Gewinne verzeichnet. Im Vorfeld des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un überwog Händlern zufolge aber die Vorsicht.

 

 

Auch die in dieser Woche anstehenden Sitzungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank lasse die Anlger Zurückhaltung üben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte aber immerhin um 0,6 Prozent im Plus bei 22'828 Punkten.

(cash/AWP/Reuters)