+++Börsen-Ticker+++ - USA-Nordkorea-Schlagabtausch verunsichert die Wall Street

Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea hat Anleger am Donnerstag erneut in Unruhe versetzt. Sie flohen aus Aktien und nahmen Kurs auf «sichere Häfen» wie Gold.
10.08.2017 22:30
Wenig erfreuliche geopolitische Perspektiven lähmen am Donnerstag die Börsen in New York.
Wenig erfreuliche geopolitische Perspektiven lähmen am Donnerstag die Börsen in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Preis für Gold stieg zeitweise auf ein Zwei-Monate-Hoch. "In angespannten Situationen wie diesen wollen Anleger nicht auf dem falschen Fuss erwischt werden", sagt Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. Wer jetzt wieder in den Aktienmarkt einsteigen wolle, brauche Nerven aus Stahl.

Ähnlich urteilen seine Kollegen von der BayernLB: "Die sich zuspitzende Rhetorik und die Bekanntgabe Nordkoreas, konkrete Pläne für einen Beschuss der Pazifikinsel Guam zu erarbeiten, sprechen gegen eine schnelle Auflösung des Konflikts." Auf Guam betreiben die USA Militärstützpunkte.

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten schliesst 0,9 Prozent tiefer auf 21’844 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 1,4 Prozent auf 2438 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 2,1 Prozent auf 6216 Punkte.

Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners weist zudem darauf hin, dass sich Investoren kaum gegen fallende Kurse abgesichert hätten. Weitere Rücksetzer könnten sie zu Notverkäufen zwingen. "So kann schnell ein Domino-Effekt einsetzen."

Bei den Einzelwerten stürzen die Aktien von Blue Apron um 17,6 Prozent ab. Wegen hoher Werbeausgaben versechsfachte sich der Verlust des Kochboxen-Anbieters, der es im Juni nur mit Mühe auf das Börsenparkett geschafft hatte. In einer Kochbox befinden sich Rezepte mit allen dafür notwendigen Zutaten.

Die US-Kaufhausketten Macy's und Kohl's verschreckten die Anleger mit ihrem anhaltenden Umsatzschwund. Obwohl die Verkaufszahlen im zweiten Quartal nicht so stark sanken wie befürchtet, gingen die Aktien auf Talfahrt. Investoren befürchten, dass die Sanierung der Ketten noch lange dauern wird. Macy's-Papiere brechen über 10 Prozent ein. Kohl's-Aktien fallen 5,8 Prozent. Auch die Anteilsscheine der Rivalen gerieten unter die Räder. JC Penney stürzen mehr als 8 Prozent ab, Sears mehr als 6 Prozent und Nordstrom gut 4 Prozent.

Perrigo springen dagegen fast 15,8 Prozent in die Höhe, nachdem der Pharmakonzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht hatte.

+++

17:45

Die Angst vor einer Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Nordkorea hat am Donnerstag die Schweizer Börse belastet. Im Sog einer schwachen Eröffnung an der Wall Street weiteten sich die Verluste noch aus. Die Anleger würden zunehmend nervös, sagen Händler. Auch Investoren, die die jüngste Hausse verpasst und daher eigentlich auf tiefere Kurse gewartet hätten, wagten sich nicht aus der Deckung. Der Volatilitätsindex, das Angstbarometer der Börse, steigt kräftig um 13 Prozent. Auch der Preis der Krisenwährung Gold und der Franken legen zu. "Die Anleger beginnen sich abzusichern", sagt ein Händler.

Der SMI büsst bis Börsenschluss 0,9 Prozent auf 8950 Punkte ein. Am Mittwoch war der Leitindex schon um 1,5 Prozent gefallen.

Abgesehen von der Politik standen die zahlreichen Quartalsberichte im Zentrum des Interesses der Marktteilnehmer. Die Aktien des Personalvermittlers Adecco brechen um 6,4 Prozent ein. Der Weltmarktführer steigerte den Gewinn im zweiten Quartal um 1 Prozent auf 192 Millionen Euro und erfüllte damit die Schätzungen der Analysten nur knapp.

Der Zwischenbericht von Zurich Insurance wurde zwar etwas wohlwollender aufgenommen. Die Aktie schwächt sich aber trotzdem um 0,4 Prozent ab. Der Versicherungskonzern erzielte im zweiten Quartal einen Gewinn von 896 Millionen Dollar, 21 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 

Sämtliche Standardwerte geben nach. Die Aktien von UBS, Richemont, SGS, Swisscom, Nestlé und Novartis verlieren bis zu 0,7 Prozent und halten sich damit etwas besser als der Markt. Die Genussscheine von Roche geben 0,8 Prozent nach.

Starke Verluste verbuchen die Aktien der Versicherer Swiss Re und Swiss Life mit einem Minus von 1,8 Prozent. Die Aktien der Credit Suisse sacken 1,6 Prozent ab.

Am breiten Markt tendierten die Papiere der Lagerlogistikfirma Kardex und des Bauzulieferers Arbonia deutlich niedriger. Beide Firmen hätten mit ihren Ergebnissen die Markterwartungen enttäuscht, sagt ein Händler.

Die Aktien von Basilea fallen um 4,1 Prozent. Der Arzneimittelhersteller hat im ersten Halbjahr den Verlust auf 20,6 Millionen Franken verringert von 27,9 Millionen Franken Fehlbetrag im gleichen Zeitraum 2016. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Donnerstag.)

+++

15:45

Die Furcht vor einer Eskalation des Nordkorea-Konflikts hat am Donnerstag auch die Wall Street belastet. Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten gibt in den ersten Handelsminuten um 0,3 Prozent auf 21'976 Punkte nach, während das Minus beim breiter aufgestellten S&P 500 0,4 Prozent beträgt. Er steht bei 2464 Zählern. Der Nasdaq-Index mit den Technologiewerten sinkt um 0,6 Prozent auf 6313 Stellen.

Die Führung in Pjöngjang hat ihre Drohungen gegen die USA konkretisiert und will Raketen nahe dem amerikanischen Überseegebiet Guam in den Pazifik stürzen lassen. Angesichts der verbalen Aufrüstung beider Seiten setzten Investoren auf den japanischen Yen und den Schweizer Franken, die bei globalen Krisen oft aufwerten. Auch Gold legt zu und notiert 0,5 Prozent höher.

Die Zeit der Quartalsberichte neigt sich unterdessen langsam dem Ende entgegen: Die Kaufhauskette Macy's überraschte mit der Höhe des Gewinns. Beim Konkurrenten Kohl's verdoppelte sich der Überschuss beinahe. Allerdings sind beide Konzerne weniger profitabel, weil sie Kunden mit Rabatten und anderen Aktionen in ihre Filialen locken müssen. Macy's-Papiere gehen um 1,5 Prozent nach unten, während Kohl's-Aktien um mehr als 7 Prozent nachgeben.

+++

13:10

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstagvormittag die Anfangsverluste leicht ausgebaut, wobei der Leitindex SMI zeitweise wieder unter die Marke von 9000 Punkten gerutscht ist. Weiterhin belastet der Nordkorea-Konflikt die Aktienmärkte weltweit. Die Erwähnung eines möglichen Kriegs lasse Investoren umgehend in Deckung gehen, kommentiert ein Marktanalyst: Wer angesichts der Konfrontation zwischen den USA und Nordkorea nun Aktien kaufe, brauche "Nerven aus Stahl".

Der SMI verliert zur Mittagszeit 0,2% auf 9006 Punkte, das Tagestief hat er bei 8989 Punkten erreicht. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gibt 0,3% auf 1437 und der breite SPI 0,3% auf 10'251 Zähler nach. Von den 30 SMI/SLI-Werten notieren 23 im Minus, 6 im Plus und 1 (Sika) unverändert.

Weiterhin klar die deutlichsten Abschläge unter den Bluechips entfallen auf die Aktien des Personalvermittlers Adecco (-5,5%). Mit seinen Zahlen für das zweite Quartal 2017 hat das Unternehmen die Schätzungen der Analysten nicht erfüllt. Die Experten hatten sich vor allem beim Umsatzwachstum nach starken Quartalszahlen der Konkurrenten Manpower und Randstad deutlich mehr erhofft.

Dagegen können Zurich (+0,1%) leicht zulegen. Der Versicherer hat mit seinen Halbjahreszahlen die Vorgabe der Analysten sowohl beim Betriebsergebnis wie auch beim Reingewinn übertroffen. Analysten verwiesen vor allem auf die gute Entwicklung auf der Kostenseite. Die weiteren Versicherungstitel Swiss Life (-0,6%) und Swiss Re (-0,8%) notieren dagegen im Minus.

Bei den am Vortag noch sehr schwachen Grossbankenwerten zeigen UBS (+0,7%) eine Erholung, während CS (-0,3%) weiter nachgeben. Marktbeobachter verweisen auf Medienberichte, wonach sich der Katar-Konflikt zunehmend auf Gesellschaften wie die CS auswirke, an denen das arabische Land Beteiligungen besitzt. Leicht im Plus stehen auch die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär (+0,5%). Uneinheitlich zeigen sich auch die Luxusgüterwerte Richemont (+0,1%) und Swatch (-0,3%), die am Vortag noch unter der Verunsicherung über die wichtige Verkaufsregion Ostasien gelitten hatten.

Dass die Schweizer Indizes weniger stark nachgeben als andere grosse europäische Handelsplätze ist nicht zuletzt auf Kursgewinne der defensiven Pharma-Schwergewichte Novartis (+0,2%) und Roche (+0,1%) zurückzuführen. Beide Titel waren am Vortag noch mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gegangen. Die grosskapitalisierten Nestlé-Titel (-0,6%) stehen allerdings auch am Donnerstag klar im Minus.

Im breiten Markt stehen ebenfalls zahlreiche Halbjahresabschlüsse im Zentrum. Klar negativ aufgenommen werden dabei die Semesterergebnisse des Bauausrüsters Arbonia (-4,4%) sowie der Lagerlogistikgruppe Kardex (-2,7%), unverändert werden die Titel des Pharmaunternehmens Basilea gehandelt. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

+++

10:35

Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea hält auch am Donnerstagmorgen die Schweizer Börse in Schach. Die Anleger konzentrierten sich auf Aktien von Firmen, die Ergebnisse veröffentlicht hätten, sagen Händler. "Trotz des starken Kursrückgangs vom Mittwoch wagt sich keiner vor und greift so richtig zu", sagt ein Börsianer. Zu unsicher sei die politische Lage. Der SMI notiert mit 9016 Punkten um 0,1 Prozent tiefer als am Vortag, als der Leitindex um 1,5 Prozent gefallen war.

Die Regierung in Pjöngjang will bis Mitte August einen Einsatzplan für den Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorlegen. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sagte, dass das Vorgehen der Regierung in Pjöngjang zu ihrem eigenen Ende und zur Vernichtung ihrer Bevölkerung führen könnte.

Abgesehen von der Politik richteten die Anleger ihren Blick auf die zahlreichen Quartalsberichte. Die Aktien des Personalvermittlers Adecco brechen um 5,7 Prozent ein. Der Weltmarktführer steigerte den Gewinn im zweiten Quartal um 1 Prozent auf 192 Millionen Euro und erfüllte damit die Schätzungen der Analysten nur knapp. Mit 5 Prozent Plus wuchs der Konzern im zweiten Quartal langsamer als erwartet und auch langsamer als die Konkurrenten Randstad und Manpower. "Das Wachstum hat enttäuscht", sagt ein Händler.

Etwas positiver beurteilt wird der Zwischenbericht von Zurich Insurance. Die Aktie legt 0,5 Prozent zu. Der Versicherungskonzern erzielte im zweiten Quartal einen Gewinn von 896 Millionen Dollar, 21 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt nur einen Nettogewinn von 790 Millionen Dollar prognostiziert.

Bei den Standardwerten gibts mehr Verlierer als Gewinner. Dabei fallen die Kursänderungen aber unter 1 Prozent aus. Die Anteile des Prüfkonzerns SGS und die Papiere des Duft- und Aromaherstellers Givaudan verlieren 0,9 Prozent. Die Scheine des Elektrokonzerns ABB fallen um 0,8 Prozent.

Die stärksten Gewinne bei den Bluechips verbuchen neben Zurich die Anteile der Grossbank UBS und des Vermögensverwalters Julius Bär mit plus 0,5 und 0,4 Prozent. Rivalin Credit Suisse verliert 0,1 Prozent an Wert.

Die Aktien von Valiant steigen um 0,4 Prozent. Die Regionalbankgruppe hat im ersten Halbjahr den Reingewinn um ein Prozent auf 52,2 Millionen Franken gesteigert. Das Ergebnis sei wie erwartet. Valiant seien wegen ihrer Stabilität eine gute Alternative für eine Anlage in erstklassigen Anleihen, sagt ein Händler.

Bei den Marktschwergewichten rücken die Pharmatitel Novartis und Roche um 0,3 Prozent vor. Der Lebensmitteltitel Nestlé sinkt um 0,4 Prozent.

Am breiten Markt fallen die Aktien der Lagerlogistikfirma Kardex und des Bauzulieferers Arbonia um 4 und 3 Prozent. Beide Firmen hätten mit ihren Ergebnissen die Markterwartungen enttäuscht, sagt ein Händler.

Die Aktien von Basilea steigen um 1,1 Prozent. Der Arzneimittelhersteller hat im ersten Halbjahr den Verlust auf 20,6 Millionen Franken verringert von 27,9 Millionen Franken Fehlbetrag im gleichen Zeitraum 2016.

+++

09:15

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich nach dem deutlichen Kursrückgang des Vortags ein leicht tieferer Handelsstart ab. Der SMI steht nach Handelsbeginn quasi unverändert bei 9021 Punkten da, allerdings ist die Grundtendenz negativ. Weiter im Fokus ist dabei der Nordkorea-Konflikt. US-Aussenminister Rex Tillerson hat zuletzt versucht, die Gemüter etwas zu beruhigen. Die US-Märkte haben am Mittwochabend denn auch nur moderat im Minus geschlossen, und auch die japanischen Börsen haben nur noch leicht nachgeben. Allerdings sind in der Nacht auf Donnerstag auch die Märkte in China vom Abwärtstrend erfasst worden.

Die Investoren sollten sich bewusst sein, dass das Potenzial für einen "politischen Fehltritt" weiterhin hoch ist, mahnt ein Marktbeobachter mit Verweis auf die "Unvorhersehbarkeit sowohl von US-Präsident Trump als auch von Nordkorea". Etwas stabilisiert hat sich vorläufig der Franken, der am Vortag als "sicherer Hafen" gesucht war.

Mit deutlichen Abgaben fallen die Aktien des Personalvermittlers Adecco auf (-4,25 Prozent). Dieser hat für das zweite Quartal zwar ein solides Wachstum und einen kleinen Gewinnanstieg vermeldet. Allerdings hat er die Erwartungen der Analysten damit sowohl beim Wachstum wie auch bei den Gewinnzahlen verfehlt.

Die Zurich-Semesterzahlen (+0,2 Prozent) werden positiver aufgenommen. Der Versicherungskonzern hat im ersten Halbjahr zwar einen Gewinnrückgang vermeldet, allerdings ist das wegen regulatorischer Anpassungen im britischen Geschäft keine Überraschung. Zudem konnte das Betriebsergebnis trotz dem Effekt in Grossbritannien auf Vorjahreshöhe gehalten werden. Insgesamt konnte Zurich mit dem ausgewiesenen Gewinn und dem Betriebsergebnis die Vorgaben der Analysten übertreffen. Stärkste SMI-Aktien sind derzeit Novartis (+0,3 Prozent) und UBS (+0,2 Prozent).

Zurich: Die befürchtete Zahlenenttäuschung bleibt aus

Im breiten Markt stehen ebenfalls zahlreiche Halbjahresabschlüsse im Zentrum. So hat das Pharmaunternehmen Basilea für das Halbjahr bei einem gestiegenen Umsatz einen verringerten Halbjahresverlust präsentiert. Für das laufende Geschäftsjahr wurden die Erwartungen für die Umsätze aus Produktverkäufen leicht erhöht.

Der Bauausrüster Arbonia hat für das Halbjahr einen rückläufigen Umsatz und deutlich höhere Gewinnzahlen vorgelegt. Beeinflusst worden die Zahlen vor allem durch Akquisitionen aus dem Jahr 2016. Die Erwartungen der Analysten wurden damit beim Umsatz leicht übertroffen, beim Betriebsergebnis allerdings unterschritten. Die Lagerlogistikgruppe Kardex (kein Kurs) hat derweil Auftragseingang, Umsatz und Gewinn im ersten Semester klar erhöht. Allerdings wurden die Analystenprognosen damit leicht verfehlt.

Einen leichten Gewinnanstieg hat zudem die Bank Valiant vermeldet, wobei sie insgesamt am oberen Ende der Analystenerwartungen abschnitt. Für das Gesamtjahr erwartet Valiant unverändert einen Gewinn in der Höhe des Vorjahres. Ebenfalls Semesterzahlen hat die Online-Reiseagentur Lastminute.com vermeldet, zudem will das Unternehmen den Rückkauf von einem Drittel des gesamten Aktienkapitals prüfen. In einer Vorabmeldung hat zudem der Immobilienentwickler Peach Property einen Gewinnsprung für das erste Halbjahr angekündigt.

+++

08:20

Mittlerweile haben auch die asiatischen Aktienmärkte den Handel beendet. An der Tokioter Börse bewegten sich die Kurse vor dem langen Wochenende kaum, denn wegen eines Feiertags bleibt die Börse am Freitag geschlossen. Der Nikkei-Index schloss mit 19'729 Zählern nahezu unverändert. Der breiter gefasste Topix-Index trat ebenfalls auf der Stelle. Die chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen verloren etwas mehr als ein halbes Prozent. An der Börse in Seoul fiel der Kospi-Index zeitweise um 1,2 Prozent, grenzte dann aber seine Verluste auf etwa die Hälfte ein. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans rutschte um 0,7 Prozent ab.

+++

08:10

Der Swiss Market Index wird vorbörslich 0,1 Prozent tiefer bei 9018 Punkten indiziert. Der Schlagabtausch zwischen Nordkorea und den USA geht weiter. Nordkorea will bis Mitte August einen Einsatzplan für den Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorlegen. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sagte, dass das Vorgehen der Regierung in Pjöngjang zu ihrem eigenen Ende und zur Vernichtung ihres Volkes führen könnte. Angesichts der Krise hatte der SMI am Mittwoch 1,5 Prozent verloren.

Zurich und Adecco legten die Halbjahreszahlen vor. Vorbörslich steigt der Kurs von Zurich um 1,1 Prozent, die Aktien von Adecco geben hingegen 2,5 Prozent nach.

An der Wall Street hatten der Dow Jones und der Nasdaq am Mittwoch nach Handelsschluss in Europa ihre Verluste leicht eingegrenzt und waren mit Abschlägen von 0,2 Prozent und 0,3 Prozent aus dem Handel gegangen. Der S&P 500 weitete seine Verluste auf 0,4 Prozent aus.

+++

07:23

Die Ölpreise haben am Donnerstag an die Gewinne vom Vortag angeknüpft und weiter leicht zugelegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 52,78 Dollar. Das waren 0,15 Prozent mehr als am Vortag.

+++

06:40

Die Verunsicherung der Anleger nach den jüngsten Spannungen zwischen Nordkorea und USA habe sich etwas gelegt, sagten Händler. Die Entwicklung an der Börse zeige, dass, solange es keine militärischen Konflikt gebe, die durch die geopolitischen Spannungen verursachte Risikoscheu nur vorübergehender Natur sei, sagte Junichi Ishikawa, Devisenstratege bei IG Securities in Tokio.

Der verbale Schlagabtausch zwischen den Staatschefs der USA und Nordkorea hatte zuletzt weltweit die Furcht vor einer militärischen Eskalation geschürt. Allerdings hat Nordkorea seine Drohung mit einem Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam konkretisiert und zugleich scharfe Kritik an Präsident Donald Trump geübt. Bis Mitte August solle der Einsatzplan stehen, um vier Mittelstreckenraketen vom Typ Hwasong-12 über Japan hinweg auf Guam abzufeuern, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag.

Die Raketen würden 30 bis 40 Kilometer vor Guam im Meer niedergehen. Der Plan werde Staatschef Kim Jong Un vorgelegt, der dann über das weitere Vorgehen entscheide. Auf Guam leben rund 163.000 Menschen. Die USA betreiben dort eine Militärbasis.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert leicht tiefer bei 19.703 Punkten. Der Euro bewegte sich im Devisenhandel kaum. Er wurde mit 1,1742 Dollar gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 109,98 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9652 Franken je Dollar und 1,1335 Franken je Euro gehandelt.

(Reuters)