+++Börsen-Ticker+++ - Wall Street schliesst fester

Die New Yorker Börsen haben den Handel am Donnerstag mit Gewinnen beendet.
28.12.2017 22:33
Gut gelaufen! Trader an der Börse in New York freuen sich.
Gut gelaufen! Trader an der Börse in New York freuen sich.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,26 Prozent bei 24 837,51 Punkten und damit nur knapp unter seinem vor zehn Tagen erklommenen Rekordhoch von 24 876 Zählern. Der breiter aufgestellte S&P 500 stieg um 0,18 Prozent auf 2687,54 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,10 Prozent auf 6441,42 Punkte zu.

Unter den Einzelwerten ragten die Aktien von Calumet Specialty Products mit einem Verlust von letztlich 9 Prozent negativ heraus. In der Spitze waren die Papiere des Rohölverarbeiters im frühen Handel sogar um fast ein Drittel eingebrochen und hatten den tiefsten Stand seit mehr als vier Monaten erreicht. Calumet hatte am Donnerstag einen unerwartet hohen Verlust für das dritte Geschäftsquartal gemeldet.

Die Papiere von Netflix gewannen knapp 3,5 Prozent. Der Online-Filmanbieter hatte eine Zusammenarbeit mit dem zu Facebook gehörenden Messengerdienst WhatsApp angekündigt. Die Kooperation beschränkt sich den Angaben zufolge zunächst auf den wichtigen indischen Markt mit seinen rund 200 Millionen WhatsApp-Nutzern.

Mit Blick auf das Börsenjahr 2017 liefen von den im Dow-Jones-Index geführten Aktien die Titel des Flugzeugbauers Boeing mit einem Plus von 90 Prozent am besten. Apple-Papiere kletterten um fast 50 Prozent nach oben, Microsoft-Titel um fast 40 Prozent. Schwer gebeutelt mit minus 45 Prozent wurden hingegen die Anteilscheine von General Electric . Der Dow legte bis zum vorletzten Handelstag dieses Jahres um gut 25 Prozent zu.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag, dem zweitletzten Handelstag im zu Ende gehenden Jahr, leicht nachgegeben.  Der SMI schloss 0,3 Prozent tiefer bei 9406 Punkten. Im Jahresverlauf ergibt sich ein Plus von fast 15 Prozent. Der Markt bewegte sich laut Händlern bei geringen Umsätzen und mangels Impulsen in sehr engen Spannen. "Wir sind ja fast auf Rekordniveau und es war ein unerwartet gutes Jahr", sagte ein Börsianer. Die Anleger hätten sich zurückgehalten. "Vielfach mutete die Kursbildung daher etwas zufällig an", sagte ein anderer Börsianer.

Weder die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten noch das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager aus Chicago konnte den Börsen noch entscheidende Impulse geben, hiess es am Markt.

Die Kurse der Standardwerte veränderten sich nach oben und nach unten um weniger als ein Prozent. 16 der 20 Bluechips schwächten sich ab. Fester schlossen einzig die Papiere des Pharmakolosses Roche, des Vermögensverwalters Julius Bär und der Swiss Life. Die Titel des Zementherstellers LafargeHolcim schlossen unverändert.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:50

Bei geringen Umsätzen kletterte der Dow Jones am Donnerstag um 0,2 Prozent auf 24'821 Punkte. Der S&P500 legte 0,1 Prozent auf 2686 Zähler zu, der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent auf 6952 Punkte. Damit blieben alle drei Indizes in Sichtweite ihrer noch vor Weihnachten markierten Rekorde. Wie auch in Europa waren die Umsätze zwischen Weihnachten und dem Jahresultimo gering. "Der eine oder andere dürfte heute und morgen noch versuchen, sein Portfolio optisch aufzuhübschen. Viel mehr dürfte nicht mehr passieren", sagte Fondsmanager Thomas Altman von QC Partners in Frankfurt.

Unterstützt wurde die Stimmung an der Wall Street vom leichten Rückgang des Dollar, wodurch sich die Absatzchancen der US-Firmen auf dem Weltmarkt verbessern.

Die auch im Dow Jones gelisteten Aktien von Apple traten bei 171,41 Dollar auf der Stelle. Von ihrem Jahreshoch sind sie nur 3,8 Prozent entfernt. Mit einem Jahresgewinn von rund 45 Prozent zählen die Titel zudem zu den Favoriten des Jahres. Allerdings standen bei den Anlegern 2017 auch einige "old economy"-Werte wie Boeing und Caterpillar mit Kursgewinnen von fast 88 und über 65 Prozent noch höher im Kurs als Apple. Mit Abstand schwächster Wert im Dow waren 2017 General Electric mit einem Minus von 45 Prozent. Boeing und Caterpillar legten am Donnerstag leicht zu, während GE nachgaben.

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15:48

In den USA hat sich in der Region Chicago das Geschäftsklima im Dezember überraschend verbessert. Der entsprechende Indikator sei um 3,7 Punkte auf 67,6 Punkte gestiegen, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Donnerstag in Chicago mitteilte. Experten hatten dagegen einen Rückgang auf 62,0 Punkte erwartet. Werte über 50 Punkten signalisieren ein Wachstum der wirtschaftlichen Aktivität, Werte darunter ein Schrumpfen.

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12:58

Kurz vor Jahresschluss steht Gold wieder etwas höher im Kurs: Die Feinunze verteuert sich um 0,5 Prozent auf ein Vier-Wochen-Hoch von 1293,25 Dollar. Händler verweisen auf charttechnische Kaufsignale. Mitte Dezember hatte Gold nach der US-Zinserhöhung noch bei 1235,92 Dollar notiert. Seit Jahresbeginn hat der Preis aber um rund zwölf Prozent angezogen.

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12:43

Leitindex SMI bewegt sich in einem flauen Handel mit dünnen Umsätzen in einer engen Bandbreite von nur knapp 30 Zählern. Viele Anleger hätten sich an Weihnachten in die Ferien verabschiedet und ihre Bücher geschlossen, heisst es im Handel. Der Fokus der Investoren richte sich nach einem erfolgreichen Börsenjahr 2017 bereits auf das neue Jahr.

Unternehmensnews sind so kurz vor dem Jahreswechsel dünn gesät. Novartis (-0,1%) hat Agenturmeldungen zufolge vor einem Münchner Berufungsgericht einen Rückschlag im Patentstreit mit dem chinesischen Pharmaunternehmen Luye erlitten. Das Gericht habe einen Einspruch von Novartis zurückgewiesen. Im Streit geht es um ein 24-Stunden-Pflaster mit dem Wirkstoff, das bei einer milden Alzheimer-Erkrankung verabreicht wird. Der Gerichtsentscheid dürfte Novartis jedoch nicht allzu schwer treffen. Auch die weiteren Schwergewichte Nestlé (+0,1%) und Roche (unv.) treten mehr oder weniger auf der Stelle.

Die Aktien der Grossbank Credit Suisse büssen 0,2% nachdem sie am Vortag zu den wenigen Verlierern gezählt hatten. Auslöser war eine Meldung der Bank gewesen, dass die Bank mit der Umsetzung der US-Steuerreform Wertberichtigungen auf Steuergutschriften in Milliardenhöhe vornehmen muss. Auch die UBS (Aktie unv.) hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt auf hohe Abschreibungen im Zuge der Steuerreform hingewiesen.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:20

Die Aufwertung des Euro hat den europäischen Börsen am Donnerstag erneut zugesetzt. Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils 0,2 Prozent auf 13.044 und 3542 Punkte, während gleichzeitig der MSCI-Weltindex mit 513,42 Zählern ein Rekordhoch markierte.

Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung stieg auf ein Viereinhalb-Wochen-Hoch von 1,1946 Dollar und schmälerte damit die Wettbewerbschancen heimischer Firmen auf dem Weltmarkt. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, büsste 0,4 Prozent ein. Offenbar strichen Anleger, die in Erwartung der US-Steuerreform Dollar gekauft hatten, nun Gewinne ein, sagte Analyst Lee Jin Yang vom Vermögensverwalter Aberdeen Standard.

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10:15

Weiter leicht bröckelnde Kurse an der Schweizer Börse. Der SMI steht um 10.15 bei 9426 Punkten knapp unter dem Vortagesschluss.

Die meisten Aktien bewegen sich am Donnerstag kaum vom Fleck, Unternehmensnews gibt es nämlich kaum. Etwas deutlichere Abgaben sind etwa bei Zyklikern wie Clariant (-0,6%) und Sika (-0,4%) zu sehen. Allerdings blicken diese Titel auf ein erfolgreiches Jahr mit Kursavancen von rund 60% zurück. Auch Swatch Group oder Julius Bär (je -0,5%) verzeichnen am Berichtstag im Marktvergleich überdurchschnittliche Kurseinbussen.

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09:10

Der SMI tritt nach Handelsbeginn bei 9430 Punkten auf der Stelle. An der Schweizer Börse gilt es damit noch die Frage zu klären, ob der Leitindex SMI in den letzten beiden Handelstagen das am 19. Dezember erzielte Jahreshoch von 9'468,84 Punkten toppen kann. Am Mittwoch rückte der Index bis auf 38 Zähler an dieses Ziel heran. Sofern die Schwelle bis am Nachmittag noch nicht erreicht wird, könnten US-Konjunkturdaten auf der Rekordjagd Unterstützung bieten. Auf dem Programm stehen Angaben zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie der Einkaufsmanagerindex Chicago.

Die Aktien der Grossbanken UBS (-0,06 Prozent) und Credit Suisse (-0,28 Prozent) fallen zurück. Am Vortag hatten sie zu den wenigen Verlierern gezählt. Auslöser war eine Meldung der CS, dass die Bank mit der Umsetzung der US-Steuerreform Wertberichtigungen auf Steuergutschriften in Milliardenhöhe vornehmen wird. Auch die UBS hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt auf die Möglichkeit solcher Korrekturen hingewiesen.

Zu den wenigen Aktien im Plus gehören Richemont (+0,11 Prozent), Swiss Life (+0,09 Prozent) und Swiss Re (+0,05 Prozent). Die Index-Schwergewichte Nestlé (+0,12 Prozent), Roche (+9,36 Prozent) laufen ebenfalls besser, dagegen fällt Novartis (-0,06 Prozent) leicht zurück. Die Pharmagruppe hat laut Agenturmeldungen vor einem Münchner Berufungsgericht einen Rückschlag im Patentstreit mit dem chinesischen Pharmaunternehmen Luye erlitten. Das Gericht habe einen Einspruch von Novartis zurückgewiesen. Im Streit geht es um ein 24-Stunden-Pflaster mit dem Wirkstoff, das bei einer milden Alzheimer-Erkrankung verabreicht wird. Der Gerichtsentscheid dürfte Novartis aber nicht allzu schwer treffen.

Bereits am Vorabend meldete das Cybersecurity-Unternehmen Wisekey (..... Prozent) den Abschluss eines weiteren Aktienplatzierungsabkommen mit dem US-Investor Global Emerging Markets (GEM). GEM habe im Rahmen der Finanzierungsvereinbarung 400'000 B-Aktien von Wisekey zu einem Preis von 5,57 CHF - insgesamt 2,29 Mio CHF - gezeichnet. Die Wisekey-Aktien schlossen am Mittwoch bei 6,18 CHF.

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09:02

Die südkoreanischen Pläne zur Beschränkung des Handels mit Kryptowährungen hat Bitcoin-Anleger am Donnerstag in Unruhe versetzt. Der Kurs der ältesten und wichtigsten Cyber-Devise fiel am Donnerstag um zehn Prozent auf 13'600 Dollar. Am Mittwoch hatte sie zeitweise 16'500 Dollar gekostet. In ihrem Sog fielen die Aktien der Bitcoin Group, Betreiberin der einzigen deutschen Bitcoin-Börse, um 2,4 Prozent.

Südkorea, eines der weltweit wichtigsten Länder für den Handel mit virtuellen Währungen, will unter anderem die Öffnung anonymer Konten für Cyber-Devisen verbieten. Ausserdem soll ein neues Gesetz kommen, das Aufsichtsbehörden unter bestimmten Umständen die Schliessung von Börsen erlaubt, an denen Bitcoin & Co. gehandelt werden.

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08:30

Aus Furcht vor nachlassenden Exportgeschäften haben sich einige Anleger am Donnerstag aus japanischen Aktienwerten zurückgezogen. Der Nikkei-Index verlor 0,6 Prozent auf 22'783,98 Punkte. Genährt wurden die Spekulationen durch die Aufwertung des Yen, der die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Waren auf dem Weltmarkt schmälert. Ein Dollar verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 112,79 Yen.

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08:25

Spekulationen auf eine anziehende Nachfrage geben Kupfer erneut Auftrieb. Das Industriemetall ist mit 7301,50 Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt vor vier Jahren. Damit steigt der Preis den zehnten Tag in Folge. Das ist die längste Serie seit mindestens zwölf Jahren.

 

 

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08:20

Der SMI rückt vorbörslich um 0,23 Prozent auf 9452 Punkte vor. Die Zykliker steigen etwas stärker als der übrige Markt: ABB (+0,35 Prozent) und Adecco (+0,31 Prozent) führen das Feld an. Die Banken UBS (+0,33 Prozent) und Credit Suisse (+0,24 Prozent) ziehen ebenfalls stärker als der Markt an.

Von einem Rückschlag im Patenstreit mit der chinesischen Luye Pharma Group unbeeindruckt zeigt sich die Aktie von Novartis (+0,24 Prozent). Sämtliche SMI-Titel stehen vor dem Handelsbeginn im Plus (zu den vorbörslichen Kursen).

Am zweitletzten Handelstag im zu Ende gehenden Jahr dürften an der Schweizer Börse keine dickeren Stricke mehr zerrissen werden. "Es fehlen richtungsweisende Impulse und viele Marktteilnehmer haben mit 2017 bereits abgeschlossen", sagte ein Händler. Er erwarte ähnlich dünne Umsätze wie am Vortag.

 

 

An der Wall Street hatten sich die Kurse am Vortag nach Börsenschluss in Europa kaum mehr bewegt und in Asien zeigten die Märkte keine einheitliche Richtung. Dass die am Nachmittag aus den USA erwarteten wöchentlichen Arbeitsmarktdaten oder das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager aus Chicago noch entscheidende Impulse setzen könnten, sei ebenfalls nicht zu erwarten, hiess es am Markt.

"Da bleibt höchstens die Kurspflege zum Jahresende", sagte ein Händler. Doch auch das falle dieses Jahr weniger ausgeprägt aus als in den Vorjahren, erklärte er weiter.

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07:45

Kurz vor dem Jahresende gerät Bitcoin wieder unter Druck: Die Cyber-Devise fällt am Donnerstag um zehn Prozent auf 13.600 Dollar. Am Mittwoch hatte sie zeitweise 16.500 Dollar gekostet.

Ein hoher Manager der deutschen Commerzbank hat Bitcoin derweil als "Hype" bezeichnet:

 

 

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06:40

Trotz der Veröffentlichung ermutigender Konjunkturdaten hat die Tokioter Börse am Donnerstag ins Minus gedreht. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index tendiert 0,14 Prozent im Minus bei 22'880 Punkten.

Zuvor hatte die Regierung Daten zur Industrieproduktion vorgelegt. Diese legte im November etwas stärker zu als erwartet. Auch an den anderen Aktienmärkten in Fernost ging es nach oben. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans lag 0,5 Prozent höher.

An den Devisenmärkten stand der Dollar unter Druck wegen des Rückgangs der Renditen von US-Staatsanleihen. Der Euro stieg 0,2 Prozent auf 1,1910 Dollar. Zur japanischen Währung sank der Dollar um ebenfalls 0,2 Prozent auf 113,17 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9849 Franken je Dollar und 1,1731 Franken je Euro gehandelt.

(cash/AWP/Reuters)