Börsen-Vorschau - Konjunktur übernimmt an der Börse wieder das Ruder

Die schwindende Furcht vor einem bewaffneten Konflikt zwischen den USA und Nordkorea lässt an der Börse wieder Platz für andere Themen.
19.08.2017 16:19
Die europäischen Einkaufsmanager-Indices werden die Exporteure interessieren.
Die europäischen Einkaufsmanager-Indices werden die Exporteure interessieren.
Bild: Pixabay

Dadurch eröffnen sich Experten zufolge Chancen auf Kursgewinne. In den kommenden Tagen dürfte vor allem eine Fülle von Konjunkturdaten Börsianer auf Trab halten. Besonders spannend dabei ist die Veröffentlichung des Ifo-Indexes für August am Freitag. Der wichtigste Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kletterte in den vergangenen drei Monaten immer weiter in Rekordhöhe. Am Tag darauf folgen die deutschen und europäischen Einkaufsmanager-Indizes.

In den USA stehen unter anderem die Auftragseingänge für langlebige Güter (Freitag) auf dem Terminplan. Zwar zeichne sich hier ein Minus von sieben Prozent ab, weil der Vormonatswert durch Flugzeugbestellungen auf der Pariser Luftfahrtschau aufgebläht worden sei, erläuterte Weil. "Der Trend wäre aber trotzdem weiter leicht nach oben gerichtet."

In der Schweiz stehen weiterhin zahlreiche Zahlen von Unternehmen an. Im Lauf der Woche legen unter anderem Bossard, Schlatter, Emmi und Siegfried wie auch Implenia, Komax, Sunrise, Bachem, U-Blox und SFS, sowie auch die Kantonalbanken von Luzern (LUKB) und des Thurgaus (TKB) ihre Bilanzen vor.

Notenbanker-Treffen in den Rocky Mountains

Daneben fiebern Anleger dem alljährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming entgegen. Sie erhoffen sich davon Hinweise auf die künftige Geldpolitik. Mario Draghi wird sie aber wohl enttäuschen. Einem Insider zufolge will der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Aussagen zur erwarteten Drosselung der vor allem in Deutschland umstrittenen Wertpapierkäufe machen, um der Diskussion in seinem Haus nicht vorzugreifen. Derzeit pumpt die EZB monatlich 60 Milliarden Euro in die Finanzmärkte.

Der Nordkorea-Konflikt wird Börsianern zufolge in der neuen Woche nicht völlig aus den Köpfen der Anleger verschwinden, obwohl es zuletzt eine Pause im verbalen Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un gab. Trump hatte Nordkorea vor knapp zwei Wochen für den Fall weiterer Provokationen "Feuer und Zorn" angedroht. Kim konterte mit Plänen für einen Angriff auf eine US-Militärbasis im Pazifik.

(Reuters)