Börsen in Asien sinken drastisch

Spekulationen über eine baldige Zinsanhebung in den USA und Sorgen um die regionale Sicherheit nach Nordkoreas Atomtest haben die Börsen in Asien am Montag belastet.
12.09.2016 09:00
Nordkoreas Diktator Kim Jong Un verunsichert wieder mal die Region.
Nordkoreas Diktator Kim Jong Un verunsichert wieder mal die Region.

Nervös reagierten die Anleger am Montag zudem auf die Erkrankung von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton weniger als zwei Monate vor der Wahl. Die Märkte gingen bisher allgemein von einem Sieg der 68-Jährigen aus. Mit den ökonomischen und politischen Folgen eines Triumphs ihres Rivalen Donald Trump haben sie sich noch nicht ernsthaft auseinandergesetzt.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,7 Prozent schwächer auf 16.772 Punkten. Das war der größte Tagesverlust seit Anfang August. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans gab um 2,6 Prozent nach. Die Börse in Hongkong verlor 2,8 Prozent, der Aktienmarkt in Südkorea gut zwei Prozent.

Nordkorea sorgte an den Märkten mit seinem fünften Atomtest für Unruhe. Das isolierte Land trotzte damit internationalen Sanktionen und hat südkoreanischen Medienberichten zufolge bereits die Vorbereitungen für einen weiteren Nuklearversuch abgeschlossen.

Auf dem südkoreanischen Aktienmarkt stand unterdessen Samsung im Mittelpunkt des Interesses. Die Probleme mit dem neuen Smartphone Galaxy Note 7 ließen die Papiere des Apple-Rivalen fast sieben Prozent in die Tiefe rauschen. Wegen Brandgefahr fehlerhafter Akkus warnte der Konzern davor, das erst vor wenigen Wochen auf den Markt gekommene Vorzeigemodell zu benutzen.

Die US-Notenbank Federal Reserve machte im Vorfeld ihrer nächsten Sitzung auch die asiatischen Anleger nervös. Innerhalb der Fed wurde zuletzt verstärkt vor einer zu zögerlichen Zinspolitik gewarnt. Höhere Zinsen sind aber tendenziell schlecht für die Aktienmärkte, weil dadurch andere Investitionen wie etwa in Anleihen attraktiver werden.

Der Euro notierte 0,1 Prozent fester bei 1,1247 Dollar. Der Schweizer Franken wurde zum Euro mit 1,0969 und zum Dollar mit 0,9751. Ein Dollar kostete 102,49 Yen

(Reuters)