Brasilianischer Konzern stimmt Rekordzahlung wegen Korruption zu

Der brasilianische Konzern J&F hat einer Rekordzahlung zugestimmt, um der Strafverfolgung wegen Bestechung zu entgehen. Umgerechnet knapp 2,9 Milliarden Euro will das Unternehmen ratenweise über die kommenden 25 Jahre zahlen, wie die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Brasília mitteilte.
31.05.2017 19:35

Die fertig ausgehandelte Vereinbarung solle in den kommenden Tagen unterzeichnet werden. Es handelt sich den Angaben zufolge um den weltweit grössten derartigen Vergleich.

J&F ist der Mutterkonzern des weltgrössten Fleischlieferanten JBS und der populären Flip-Flop-Marke Havaianas. Gegen den Konzern und seine Tochterunternehmen laufen derzeit noch mehrere Ermittlungsverfahren wegen Korruptionsdelikten.

Der Konzern spielt auch eine zentrale Rolle in dem Korruptionsskandal um Brasiliens Präsidenten Michel Temer. Ermittler verdächtigen Temer, Schweigegeldzahlungen von Konzernchef Joesley Batista an einen bereits inhaftierten Politiker zugestimmt zu haben. Temer steht wegen der Korruptionsvorwürfe massiv unter Druck, lehnt einen Rücktritt aber ab.

(AWP)