Brexit: G7 bereit für mögliche Liquiditätsspitzen

TOKIO/BERLIN (awp international) - Die führenden westlichen Industrieländer (G7) wollen bei möglichen Turbulenzen nach dem "Brexit"-Votum notfalls mit Finanzspritzen für eine Stabilisierung der Märkte sorgen. Die Notenbanken der G7-Länder hätten Schritte unternommen, um eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten und das Funktionieren der Märkte zu unterstützen, heisst es in einer Erklärung der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs, die am Freitag nach einer Telefonkonferenz verbreitet wurde: "Wir sind bereit, die etablierten Liquiditätsinstrumente zu diesem Zweck zu verwenden."
24.06.2016 15:44

Die Marktentwicklung werde beobachtet. "Wir werden uns weiterhin eng abstimmen zu Marktbewegungen und zur finanziellen Stabilität und werden angemessen kooperieren", heisst es. Zugleich wird betont: "Wir bleiben vereint und werden weiter als G7 solidarisch sein." Zu den G7 gehören die USA, Japan, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Kanada und Italien.

Die G7 betonen, dass "eine übermässige Volatilität und ungeordnete Wechselkursbewegungen" negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität haben könnten. Die G7-Minister und -Notenbankchefs bekräftigten zugleich ihre Einschätzung, dass die britische Wirtschaft und der Finanzsektor robust blieben. Die G7 seien auch zuversichtlich, dass die britischen Behörden gut aufgestellt seien, um auf die Folgen des Referendums zu reagieren./sl/DP/stb

(AWP)