Brexit: Internationaler Bankenverband sagt heftige Marktturbulenzen voraus

Paris (awp/sda/afp) - Der internationale Bankenverband IIF sagt nach der Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der EU heftige Bewegungen an den Finanzmärkten voraus. Es sei "sicher, dass es kurzfristig zu starken Turbulenzen kommen wird und dass Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt längerfristig belastet werden, vor allem in Grossbritannien", sagte IIF-Chef Tim Adams am Freitagmorgen.
24.06.2016 07:52

Die Börsen in Asien und Australien waren am Freitag bereits auf Talfahrt gegangen, nachdem sich entgegen früherer Erwartungen eine Mehrheit für den EU-Austritt Grossbritanniens abgezeichnet hatte. Das Pfund stürzte auf den niedrigsten Stand gegenüber dem Dollar seit 31 Jahren.

"Die Politiker in Grossbritannien und in der Europäischen Union tragen jetzt die Verantwortung, schnell das langfristige Verhältnis zwischen beiden Seiten zu klären, um die Unsicherheit zu minimieren", sagte IIF-Chef Adams. In seinem Verband sind Vertreter der Finanzwelt aus aller Welt zusammengeschlossen, darunter Banken und Zentralbanken, Investment- und Staatsfonds sowie Versicherungen.

Nach Angaben der BBC votierten die Briten am Donnerstag mehrheitlich für den Austritt aus der Europäischen Union. Die Befürworter eines Brexit lagen am Freitagmorgen nach Auszählung fast aller Stimmen uneinholbar vorn, wie der britische Sender berichtete.

(AWP)