Brexit / Juncker: EU muss sich auf Zukunft konzentrieren - nicht auf Brexit

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die britische Regierung aufgefordert, schnell eine klare Position zum Brexit und den künftigen Beziehungen mit der EU einzunehmen. Nur ein Jahr vor dem EU-Austritt sei es nun Zeit, "Reden in Verträge umzuwandeln und Zusagen in Vereinbarungen", sagte er.
13.03.2018 11:21

Bei den künftigen Beziehungen müssten aus "breit gefassten Anregungen und Wünschen" bald "konkrete, praktikable Lösungen" werden.

Dies sei in der Irland-Frage "besonders wichtig", sagte Juncker am Dienstag im EU-Parlament in Strassburg weiter. Er bezeichnete die künftige Grenze zwischen der britischen Provinz Nordirland und dem EU-Mitglied Irland dabei als "europäische Frage".

Juncker hob dabei die Bedeutung einer möglichst durchlässigen Grenze für das Karfreitagsabkommen hervor, das den blutigen Nordirland-Konflikt beendet hatte.

Ausserdem betonte der EU-Kommissionspräsident in seiner Rede im EU-Parlament, die EU könne sich nicht allein auf den Brexit konzentrieren. "Wir müssen uns auf unsere europäische Zukunft konzentrieren, nicht auf die Vergangenheit, nicht auf den Brexit."

(AWP)