Brexit-Rede: May wird in Florenz auch über Rechte von EU-Ausländern sprechen

Die britische Premierministerin Theresa May wird sich in ihrer Grundsatzrede auch zu einer Übergangsphase nach dem Brexit und zu den Rechten von EU-Ausländern äussern. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die die Regierung am späten Donnerstagabend in London veröffentlichte. "Grossbritanniens Zukunft ist glänzend", wird die Regierungschefin darin zitiert.
22.09.2017 06:32

May will sich am Freitagnachmittag in der italienischen Stadt Florenz zum Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union äussern. Die Verhandlungen zwischen Brüssel und London sind bisher sehr zäh verlaufen. Die Scheidungsgespräche sollen am Montag fortgesetzt werden. Grossbritannien will die Staatengemeinschaft Ende März 2019 verlassen.

Ein erfolgreiches Abkommen sei im Interesse beider Seiten, betonte May. "Wenn dieses Kapitel unserer europäischen Geschichte geschrieben ist, ... dann wird es nicht als Ende einer Beziehung in Erinnerung bleiben, sondern als Beginn einer neuen Partnerschaft." Konkrete Inhalte stehen allerdings nicht in der Mitteilung.

Medienberichten zufolge könnte May ein Angebot im Streit um die Abschlussrechnung auf den Tisch legen. Die Rede ist von 20 Milliarden Euro. Das wäre allerdings deutlich weniger, als von der EU voraussichtlich gefordert wird. Experten rechnen mit 60 bis 100 Milliarden Euro, die London der Europäischen Union schuldet.

Unklar ist, mit welchen Bedingungen May ein solches Angebot verknüpfen könnte. Spekuliert wird, dass sie vielleicht eine zweijährige Übergangsphase nach dem Brexit vorschlägt, in der Grossbritannien weiter Zugang zum gemeinsamen Binnenmarkt hätte. 20 Milliarden Euro entsprechen ungefähr dem EU-Mitgliedsbeitrag des Landes für zwei Jahre./cmy/DP/zb

(AWP)