Brexit-Verhandlungen: Noch kein britisches Angebot für EU-Bürger

In der ersten Runde der Brexit-Verhandlungen hat Grossbritannien nach Angaben von Teilnehmern zunächst keinen neuen Vorschlag gemacht, wie die Rechte der EU-Bürger im Vereinigten Königreich garantiert werden sollen. Das angekündigte "grosszügige Angebot" sei bislang ausgeblieben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagnachmittag von Diplomaten.
19.06.2017 15:57

Britische Medien hatten vorige Woche über Pläne von Brexit-Minister David Davis berichtet: Alle EU-Bürger, die vor dem britischen Austrittsgesuch vom 29. März nach Grossbritannien kamen, sollen ihre bisherigen Rechte behalten. Die EU-Seite hatte schon auf die Berichte skeptisch reagiert, denn noch bis Ende März 2019 ist Grossbritannien reguläres EU-Mitglied mit allen Rechten und Pflichten.

Am Montagvormittag hatten in Brüssel die Verhandlungen über den EU-Austritt Grossbritanniens begonnen. Allerdings ist die Regierungsbildung in London nach der Unterhauswahl noch nicht abgeschlossen, bei der Premierministerin Theresa May ihre Mehrheit verloren hatte. Sie ringt nun um Unterstützung der nordirischen DUP.

Von der ersten Verhandlungsrunde könne man deshalb keine inhaltlichen Durchbrüche erwarten, hiess es. Ziel sei, sich gegenseitig kennenzulernen und den weiteren Fahrplan für die Gespräche zu besprechen./vsr/DP/jha

(AWP)