Britische Grossbank Standard Chartered schaut sich wegen Brexit in Frankfurt um

Die britische Grossbank Standard Chartered will ihre Kunden in der Europäischen Union nach dem vollzogenen Brexit aus Frankfurt heraus bedienen. Die Bank führe dazu momentan Gespräche mit den deutschen Regulierungsbehörden, sagte Verwaltungsratschef Jose Vinals auf der Hauptversammlung am Mittwoch in London. Das Geldhaus müsse auf jede Eventualität vorbereitet sein. Die Zentrale, so stellte er klar, verbleibe aber in London.
03.05.2017 14:33

Auslandsbanken brauchen für bestimmte Geschäfte innerhalb der Europäischen Union einen Sitz innerhalb der Gemeinschaft. Bislang war das etwa für US-amerikanische und asiatische Institute die Finanzmetropole London. Nach der Entscheidung der Briten für einen EU-Austritt suchen die Auslandsbanken nun nach Alternativen. Neben Frankfurt gelten auch Dublin, Paris, Amsterdam und Madrid als mögliche Brexit-Gewinner./das/ben/stb

(AWP)