Britische Konsumenten gewinnen Vertrauen zurück

Die britischen Konsumentinnen und Konsumenten haben im August wieder etwas von dem Vertrauen zurückgewonnen, das sie nach dem Brexit-Votum im Juni verloren hatten.
26.08.2016 07:23
Blick auf die Regent Street im Herzen des Londoner Shoppingviertels.
Blick auf die Regent Street im Herzen des Londoner Shoppingviertels.

Das ergibt der am Freitag veröffentlichte YouGov/CEBR-Index zum Konsumentenvertrauen.

Der Wert stieg demnach im August um 3,2 Punkte auf 109,8. Damit wurde etwa die Hälfte dessen wieder gutgemacht, was seit dem Votum für einen Ausstieg Grossbritanniens aus der EU verloren ging. Es ist der stärkste Anstieg in einem Monat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seit Februar 2013.

Die Verbesserung des Konsumentenvertrauens folge positiven Nachrichten aus anderen Bereichen der Wirtschaft, sagte Scott Corfe, Direktor des Forschungsinstituts CEBR. Allerdings könne sich das im kommenden Jahr schnell wieder ändern, wenn die Schwäche des Pfunds die Importe teurer mache. "2017 könnte das Jahr sein, in dem die Konsumenten ins Straucheln kommen."

Der Konsum war in den vergangenen drei Jahren der Treiber der britischen Wirtschaft. Auch in den Wochen nach dem Brexit-Referendum am 23. Juni haben die Briten weiter fleissig eingekauft. Es gibt aber Anzeichen, dass ihr Optimismus nicht von den Unternehmen geteilt wird, die sich Jahren der Unsicherheit über die Beziehungen zwischen Grossbritannien und der EU ausgesetzt sehen.

(AWP)