Britischer Notenbankchef für langen Übergang nach Brexit

Der britische Notenbankchef Mark Carney hat sich einem Zeitungsbericht zufolge für eine jahrelange Übergangsphase nach einem Ausscheiden Grossbritanniens aus der Europäischen Union ausgesprochen.
27.11.2016 11:16
Mark Carney, Gouverneur der Bank of England.
Mark Carney, Gouverneur der Bank of England.
Bild: wef

Unter anderem sollten die Unternehmen des Landes nach dem Brexit weitere zwei Jahre lang Zugang zum europäischen Binnenmarkt erhalten, berichtete die "Sunday Times" ohne Angabe von Quellen. Einen entsprechenden Plan habe Carney bei Treffen mit den grössten britischen Banken in der vergangenen Woche vorgestellt. Ein Notenbanksprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Zuletzt hatte Carney vor Abgeordneten dafür geworben, dass Unternehmen insbesondere aus der Finanzbranche so lange Zugang zum europäischen Binnenmarkt erhalten sollen, bis neue Handelsabkommen vereinbart seien. Dies dauere normalerweise vier bis sieben Jahre. Die Bank von England ist nicht direkt an den Verhandlungen zwischen Grossbritannien und der EU beteiligt, kann der Regierung in London aber technische Unterstützung zur Verfügung stellen.

(Reuters)