Britischer Wahlausgang ändert laut Merkel nichts an Brexit-Zeitplan

City (awp/sda/reu) - Der Ausgang der britischen Parlamentswahl ändert nach Ansicht der deutschen Kanzlerin Angela Merkel nichts am Zeitplan für die Brexit-Verhandlungen mit der EU. "Ich gehe davon aus, dass auch Grossbritannien, nach dem was ich heute gehört habe von der Premierministerin, seinen Verhandlungsplan einhalten will", sagte Merkel am Freitag in Mexiko-City.
10.06.2017 07:33

"Wir wollen zügig verhandeln, wir wollen im Zeitrahmen verhandeln." Es spreche nichts dagegen, dass die Verhandlungen mit dem Königreich über den Austritt aus der EU wie beschlossen ablaufen könnten. Sie würden dann 2019 enden. Die EU-27 würden dabei ihre und Grossbritannien seine Interessen vertreten.

Merkel betonte zugleich das Interesse an einem weiterhin guten Verhältnis mit Grossbritannien, das auch künftig ein Stück Europas und Mitglied der NATO bleibe. "In diesem Geist werden wir diese Verhandlungen führen - aber natürlich auch unter Durchsetzung der Interessen der 27 Mitgliedstaaten, die in Zukunft die Europäische Union ausmachen werden", sagte die Kanzlerin.

(AWP)