Britisches Pfund gerät vor May-Rede stärker unter Druck

Das britische Pfund gerät wegen der Sorge vieler Investoren vor einem scharfen Brexit-Kurs der britischen Regierung zunehmend unter Druck.
16.01.2017 07:32
Wie sieht die Zukunft des britischen Königreichs aus? Derzeit ist noch vieles ungewiss.
Wie sieht die Zukunft des britischen Königreichs aus? Derzeit ist noch vieles ungewiss.
Bild: Pixabay

Der Kurs der britischen Währung sackte zum Wochenbeginn deutlich ab und kostete erstmals seit Oktober zeitweise auch wieder weniger als 1,20 US-Dollar. Zuletzt notierte das britische Pfund mit 1,2026 US-Dollar knapp darüber.

Anfang Oktober war das britische Pfund aber unter anderem wegen übertriebener Reaktionen, die von automatisierten Handelsprogrammen ausgelöst worden waren, kurzzeitig unter diese Marke gerutscht. In den Wochen danach konnte sich die Währung aber deutlich erholen und stieg wieder fast auf 1,28 US-Dollar.

Doch seitdem wurden die Töne der britischen Premierministerin Theresa May und ihrer Regierungsmitglieder in puncto Brexit immer schärfer und die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen des EU-Austritts für Grossbritannien grösser. Dies drückt auf den Wert der Währung.

Seit dem Brexit-Beschluss der britischen Bevölkerung im Juni hat das Pfund rund 15 Prozent an Wert verloren und ist damit so billig wie seit Mitte der 80er-Jahre nicht mehr. Das begünstigt zwar den Export von britischen Gütern, verteuert aber auf der anderen Seite die Einfuhren.

Am Dienstag hält May eine mit Spannung erwartete Grundsatzrede. Zuletzt mehrten sich die Anzeichen, dass die britische Regierung auf Konfrontationskurs zur Europäischen Union gehen wird.

(AWP)