Brüssel will EU-Staaten mehr Flexibilität bei Agrarförderungen geben

Die EU-Staaten sollen bei der Verteilung der milliardenschweren Zuwendungen für Landwirte in Europa nach dem Willen der EU-Kommission künftig mehr eigenen Spielraum haben. Gemeinsame Ziele der Landwirtschaftspolitik sollten weiterhin auf europäischer Ebene definiert werden, etwa zur Ressourceneffizienz und zum Umweltschutz, wie EU-Agrarkommissar Phil Hogan am Mittwoch in Brüssel sagte. Die Staaten sollten jedoch mehr Entscheidungsfreiraum haben, wie und wo sie EU-Gelder einsetzen wollen. Einen konkreten Gesetzesvorschlag zur Reform der Agrarpolitik in diesem Sinne will die EU-Kommission im Sommer 2018 vorlegen.
29.11.2017 14:56

Derzeit fliessen rund 58 Milliarden Euro - rund 40 Prozent des EU-Haushalts - pro Jahr in die europäische Landwirtschaft. Die Zahlungen sind dabei in Direktzahlungen, die vor allem von der bewirtschafteten Fläche abhängen, sowie in Zuwendungen zur Entwicklung des ländlichen Raums aufgeteilt./asa/DP/nas

(AWP)