Brüssel will Bestimmungen für CO2-Handel im Luftverkehr verlängern

Fluggesellschaften sollen nach dem Willen der EU-Kommission auch weiterhin nur für Strecken innerhalb Europas Klimaabgaben zahlen müssen. Das bestehende Emissionshandelsystem (ETS) solle verlängert werden, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Dabei können Unternehmen Zertifikate zum CO2-Ausstoss kaufen und verkaufen. Durch den Handel sollen die Firmen angeregt werden, klimaschädliche Treibhausgase zu verringern.
03.02.2017 14:16

Die von 2013 bis 2016 im Europäischen Wirtschaftsraum geltende Regelung läuft nun aus. Demnach müssten Fluggesellschaften eigentlich auch für den europäischen Teil von Interkontinentalflügen - und nicht nur zwischen zwei europäischen Flughäfen - Abgaben zahlen.

Die EU-Kommission will dies jedoch verhindern, weil eine derartige Regelung bereits vor einigen Jahren zu Streit unter anderem mit den USA geführt hatte. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten dem Vorschlag noch zustimmen.

Nach Angaben der Kommission trägt der Kohlenstoffdioxid-Ausstoss in der Luftfahrt drei Prozent zum globalen CO2-Ausstoss bei. Schätzungen zufolge dürfte er in den kommenden Jahren jedoch deutlich zunehmen./asa/DP/stb

(AWP)