Bürgerliche Gegner halten Altersvorsorge 2020 für "Scheinreform"

Unter dem Dach der Generationenallianz bekämpfen SVP und FDP die Reform der Altersvorsorge, über die am 24. September abgestimmt wird. In ihren Augen handelt es sich um eine ungerechte Scheinreform.
17.08.2017 14:00

Der AHV-Ausbau belaste heutige Senioren und führe zu massiven Mehrausgaben, die nichts zur Sicherung der Altersvorsorge beitrügen, heisst es in den schriftlichen Unterlagen zu einer Medienkonferenz vom Donnerstag in Bern.

Trotz Erhöhung von Mehrwertsteuer, Lohnabzügen und dem Frauenrentenalter 65 werde die AHV nicht nachhaltig gesichert. Die Generationenallianz erinnert daran, dass das Umlageergebnis schon 2027 wieder negativ sein dürfte.

Bei der Reform der Altersvorsorge hat das Parlament eine Mehrwertsteuer-Erhöhung um 0,6 Prozent, ein höheres Frauenrentenalter und die Senkung des Umwandlungssatzes in der obligatorischen beruflichen Vorsorge beschlossen. Zudem sollen neue AHV-Renten um 70 Franken angehoben werden. Auch die Renten von Ehepaaren steigen.

Die Jungen würden mit dieser Reform verraten, der Generationenvertrag werde gebrochen, kritisiert die Generationenallianz. Sie schulterten die höhere Mehrwertsteuer und hätten wegen der steigenden Lohnabzüge Ende Monat weniger Lohn auf dem Konto. Auch der Beitrag der Frauen an die Sanierung der AHV werde gleich wieder mit der Giesskanne ausgeschüttet.

Im bürgerlichen Gegner-Komitee finden sich auch Politikerinnen und Politiker der Jungparteien von SVP und FDP sowie einzelne CVP-Exponenten. Die CVP kämpft zusammen mit SP, Grünen, BDP und GLP für ein Ja am 24. September.

Die Linke ist jedoch nicht geschlossen. Ein Westschweizer Komitee hat das Referendum gegen die Reform der Altersvorsorge ergriffen. Den linken Gegnern ist das höhere Frauenrentenalter und die Senkung des Mindestumwandlungssatzes ein Dorn im Auge.

(AWP)