Bundesamt prüft Lenkungsabgabe für Pflanzenschutzmittel

Bern (awp/sda) - Im Auftrag des Bundesrats prüft das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) eine Lenkungsabgabe auf Pflanzenschutzmitteln. Ein Bericht der ETH Zürich und der Universität Bonn kommt zum Schluss, eine solche Abgabe könnte erfolgversprechend sein.
12.10.2016 17:59

Allerdings müsste sie speziell auf die schweizerischen Zielsetzungen zugeschnitten und in ein umfassendes Massnahmenpaket eingebaut werden, wie das Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Besonders an Standorten mit Alternativmassnahmen zum Schutz der Kulturen dürfte eine massgeschneiderte Abgabe eine nachhaltige Reduktion der Pflanzenschutzmittel nach sich ziehen.

Um Einkommenseinbussen der Bauern zu vermeiden, sollte das erhobene Geld wieder an den Sektor zurückfliessen. Geschieht die Rückvergütung über Instrumente, die das Risiko des Schutzmittel-Einsatzes weiter mindern, entfaltet sich gemäss BLW auch eine wichtige Hebelwirkung.

Aufgrund eines Postulats hat der Bundesrat der Verwaltung den Auftrag erteilt, einen Aktionsplan auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes zu erarbeiten. Der aktuelle Bericht liefert dazu erste Forschungsresultate.

Nach BLW-Angaben sind noch verschiedene Fragen der rechtlichen Umsetzung offen. Ein Entscheid, ob eine Lenkungsabgabe als Instrument der Landwirtschaftspolitik aufgenommen werden soll, fällt frühestens bei der Erarbeitung der Agrarpolitik 2022 bis 2025.

(AWP)