Bundesanwaltschaft weitet Ermittlungen zu Korruption beim ASTRA aus

Bern (awp/sda) - Die Bundesanwaltschaft (BA) hat die Ermittlungen zu den Bestechungsvorwürfen bei der Aussenstelle Visp des Bundesamts für Strassen (ASTRA) ausgeweitet. Das Strafverfahren wurde auf eine weitere, vierte Person ausgedehnt.
15.06.2016 15:22

Es gehe um den Verdacht der aktiven Bestechung schweizerischer Amtsträger, bestätigte die BA auf Anfrage einen Bericht der Zeitungen "St. Galler Tagblatt" und der "Neuen Luzerner Zeitung" vom Mittwoch. Das Verfahren wurde laut BA bereits im März auf die vierte Person ausgedehnt. Um wen es sich dabei handelt, gab die BA mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht bekannt.

Im März waren drei Personen wegen Bestechungsvorwürfen in Untersuchungshaft genommen worden. Mittlerweile sind alle wieder auf freiem Fuss. Bei der ASTRA-Aussenstelle Visp nahm die Bundespolizei zudem eine Hausdurchsuchung vor.

Zwei der Beschuldigten sind in Visp beim ASTRA tätig. Sie wurden nach der Untersuchungshaft freigestellt, wie es beim ASTRA auf Anfrage hiess.

Der dritte Beschuldigte war zum Zeitpunkt der Festnahme Geschäftsführer der Interalp Bau AG. Auch er wurde von seinem Unternehmen freigestellt. Die ASTRA-Mitarbeiter sollen von Seiten des Geschäftsführers mehrmals Zuwendungen erhalten haben, wie Interalp Bau anlässlich der Freistellung schrieb. Es soll sich um Sachleistungen wie Wein oder Lebensmittel gehandelt haben.

(AWP)