Bundesland ermittelt gegen mehrere Dutzend ausländische Banken

Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen haben in den letzten beiden Jahren gegen 57 Banken aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Luxemburg Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingeleitet.
04.10.2016 06:39
Deutsche Flagge: Nordrhein-Westfalen geht besonders energisch gegen Steuerbetrug vor.
Deutsche Flagge: Nordrhein-Westfalen geht besonders energisch gegen Steuerbetrug vor.
Bild: Pixabay

Auf die Spur gekommen seien die Fahnder den Finanzinstituten durch die Auswertung von Selbstanzeigen deutscher Bürger, die den Behörden Schwarzgeldkonten im Ausland meldeten. In etwa zehn Verfahren seien sich die deutschen Steuerfahnder und die ausländischen Banken bereits über Bussgeldzahlungen in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro einig geworden, schreibt die Zeitung weiter. Derzeit werde in einem grösseren Fall über rund 60 Millionen Euro Bussgeld verhandelt.

NRW geht besonders energisch gegen Steuerbetrug vor. Das Land hat seit 2010 elf Datenträger mit Daten mutmasslicher Steuersünder erworben. Nach Angaben des Finanzministeriums von Anfang August haben die dadurch ausgelösten Selbstanzeigen und Bussgelder von Banken wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung seitdem rund sechs Milliarden Euro bundesweit eingebracht. Davon seien 2,1 Milliarden Euro nach NRW geflossen.

(AWP)