Bundespräsident fordert Solidarität unter Frankophonie-Ländern

Antananarivo (awp/sda) - Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat am Samstag am Frankophonie-Gipfel zur Solidarität zwischen den Mitgliedern der Internationalen Organisation für die Frankophonie aufgerufen. Lösungen seien zusammen zu finden, sagte er in Madagaskar.
26.11.2016 11:53

Zusammen könnten die frankophonen Länder ihr Gewicht in Debatten geltend machen, sagte der Bundesrat nach dem Redemanuskript. In der Hauptstadt Antananarivo des Inselstaats vor Afrikas Ostküste findet an diesem Wochenende das 16. Frankophonie-Gipfeltreffen statt.

Die frankophone Gemeinschaft sei besonders gut aufgestellt, um einen Nord-Süd-Dialog zu führen und könne damit eine Rolle spielen bei Herausforderungen Gewalt-Extremismus, Frieden und Sicherheit, nachhaltige Entwicklung und Klimawandel.

Die Schweiz reichte zwei Resolutionen zu diesen Themen ein. In der einen, welche die Schweiz gemeinsam mit Senegal einbrachte, geht es um den friedensfördernden und nachhaltigen Umgang mit Wasser. Diesem Themenkomplex ist nach Angaben von Schneider-Ammanns Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) auch der Schweizer Pavillon gewidmet.

Eine weitere Resolution zielt darauf ab, dass im frankophonen Raum im Kampf gegen die Radikalisierung und den gewalttätigen Extremismus nebst Repression vermehrt auch auf Prävention gesetzt wird.

Der Wirtschaftsminister warb in seiner Rede auch für die Berufsbildung. Dies sei wichtig, damit Junge den Eingang in die Arbeitswelt finden. "Das ist besonders bei der afrikanischen Jugend eine grosse Herausforderung." Zur Integration der Jungen sei aber auch wichtig, sie an politischen Entscheiden teilhaben zu lassen.

(AWP)