Bundesrat begrenzt Boni für bundesnahe Unternehmen

Der Bundesrat geht gegen hohe Boni in bundesnahen Betrieben vor. Unter anderem werden der variable Lohnanteil und die Nebenleistungen für Geschäftsleitungsmitglieder beschränkt.
23.11.2016 15:45
Soll nicht mehr möglich sein: Ruag-CEO Urs Breitmeier erhielt 2015 mehr Boni als Fixlohn.
Soll nicht mehr möglich sein: Ruag-CEO Urs Breitmeier erhielt 2015 mehr Boni als Fixlohn.
Bild: ZVG

Betroffen sind die Post, SBB, Skyguide, Ruag Holding, Sifem und Identitas, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Deren Generalversammlung soll künftig im Voraus die Löhne des obersten Leitungsorgans und der Geschäftsleitung festlegen können.

Der variable Lohnanteil, also die Boni, dürfen höchstens 50% des fixen Lohns betragen. Die Nebenleistungen an die Geschäftsleitungsmitglieder dürfen 10% nicht übersteigen. Als Nebenleistungen gelten insbesondere Spesen- und Repräsentationspauschalen, Versicherungsbeiträge oder Geschäftsautos.

Die Statuten der betroffenen Unternehmen sollen spätestens anlässlich der ordentlichen Generalversammlungen 2018 geändert werden. Die Entwicklung der Kaderlöhne bundesnaher Betriebe haben im Bundesrat zu einer Grundsatzdiskussion geführt. Anlass waren unter anderem die variablen Leistungskomponenten und Boni von Ruag-Chef Urs Breitmeier, die letztes Jahr höher ausgefallen waren als der Fixlohn.

(AWP/SDA)