Bundesrat bringt Regeln für mobile Kommunikation à jour

Der weltweite Anstieg der Nachfrage nach mobiler Kommunikation macht eine Anpassung der internationalen Regeln nötig. Der Bundesrat hat am Freitag die entsprechende Schlussakte der Weltfunkkonferenz (WRC-15) genehmigt.
09.06.2017 15:49

Das Dokument, mit dem zahlreiche Artikel, Anhänge und Resolutionen des Radioreglements der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) geändert werden, wurde bereits im November 2015 unterzeichnet. Die Revision, welche die weltweite Planung des Funkfrequenzspektrums enthält, betrifft verschiedene Dienstekategorien, darunter die mobile Breitbandkommunikation, die Flugüberwachung in der Zivilluftfahrt und die Anwendungen zur Erdbeobachtung.

Mit der Ratifizierung lege die Schweiz den Grundstein, um den steigenden Frequenzbedarf im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien weiterhin zu decken, schreibt der Bundesrat. Das gelte insbesondere im Hinblick auf die Einführung des neuen mobilen Kommunikationsstandards (5G). Die Schlussakte bilde zudem die Grundlage für eine Neubeurteilung des nationalen Frequenzzuweisungsplans (NaFZ), einem wichtigen Instrument für die Planung der Funkfrequenzen auf nationaler Ebene.

NACHFRAGE EXPLODIERT

Mehr als 3000 IT-Experten aus über 160 Ländern überprüften vor anderthalb Jahren in Genf das geltende internationale Abkommen. Der Konferenz wohnten auch Vertreter von rund hundert privaten Unternehmen als Beobachter bei.

Die rasante Geschwindigkeit des technischen Fortschritts mache es nötig, das Regelwerk erneut anzupassen, teilte die ITU damals mit. Der Direktor des ITU-Büros für das Funkwesen unterstrich, dass sich der Wettbewerb um die Funkfrequenzen wegen der Zunahme der mobilen Kommunikation weiter verstärkt habe. Grund sei die Ausweitung der mobilen Dienste, die neuen Anwendungen, die wachsende Nutzerzahl und die Explosion des Datenverkehrs, sagte François Rancy.

Die Schweiz war an der Konferenz durch das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) vertreten. Geleitet wurde die Delegation von Philippe Horisberger, dem stellvertretenden Direktor.

cp/

(AWP)