Bundesrat Burkhalter redet in Berlin mit Gabriel über gemeinsames Engagement

Direkte Kontakte, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen: Bundesrat Didier Burkhalter hat am Donnerstag in Berlin mit dem deutschen Aussenminister Sigmar Gabriel über das gemeinsame Engagement beider Staaten im Bereich Frieden und Sicherheit gesprochen.
30.03.2017 19:36

Auch die Situation in Europa, die Politik der Schweiz gegenüber der EU sowie bilaterale Aspekte waren Themen des ersten offiziellen Treffens der beiden Minister, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte.

Burkhalter und Gabriel hoben die besondere Qualität des Verhältnisses zwischen der Schweiz und Deutschland hervor. Die bilateralen Beziehungen seien direkt, intensiv und stark, sagte der EDA-Vorsteher gemäss Communiqué. Beide Staaten verfolgten in vielen Bereichen gleiche Zielsetzungen.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs in Berlin war die Unterstützung für Menschen in Not. Angesichts der steigenden Zahl von Konflikten sowie den akuten Hungerkrisen in Jemen und am Horn von Afrika diskutierten Bundesrat Burkhalter und Aussenminister Gabriel über Möglichkeiten, um die Krisen zu entschärfen und den Menschen zu helfen. Einen weiteren Schwerpunkt des Treffens bildete die Diskussion über die Situation in Europa und die Politik der Schweiz gegenüber der EU.

INTERESSE AN STABILEM VERHÄLTNIS

Angesichts vieler offener Fragen, etwa den Auswirkungen des Brexit, liege ein stabiles Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU im Interesse beider Partner, sagte Bundesrat Burkhalter. So sei Rechtssicherheit eine wichtige Rahmenbedingung für funktionierende Handelsbeziehungen.

Derzeit beläuft sich das Handelsvolumen zwischen der Schweiz und der EU auf rund eine Milliarde Euro pro Werktag. Mit rund 250 Milliarden Euro pro Jahr erzielt die Schweiz im Handel mit der EU rund die Hälfte des Handelsvolumens der EU mit China.

Aus Sicht der Schweiz - so schrieb das EDA weiter - sollten die Beziehungen mit der EU wieder normalisiert werden können und bisher blockierte Gespräche und Verhandlungen mit der EU wieder aufgenommen werden. Allerdings erwarte die Schweiz hier auch konkrete Schritte der EU.

(AWP)