Bundesrat hält Aufsicht über Pensionskassen für ausreichend

Der Deckungsgrad einer Pensionskasse gibt Auskunft über deren Risikofähigkeit. Die Angaben der Vorsorgeeinrichtungen sind jedoch nicht direkt vergleichbar. Obwohl Verbesserungen möglich wären, verzichtet der Bundesrat auf neue Vorschriften.
06.09.2017 11:28

Zu diesem Schluss kommt er aufgrund einer Studie, die er im Auftrag des Nationalrats erstellt hat. Der Bundesrat hat untersucht, ob die Vergleichbarkeit der finanziellen Lage von Schweizer Vorsorgeeinrichtungen verbessert werden könnte.

Gemäss einer Machbarkeitsstudie wäre das möglich, sofern alle Pensionskassen bestimmte Kennzahlen einheitlich anwenden würden. Der Bundesrat hat jedoch am Mittwoch entschieden, den Vorsorgeeinrichtungen keine entsprechenden Vorschriften zu machen. Es sei nicht klar, ob der Nutzen die Kosten rechtfertigen würde, schreibt der Bundesrat in dem Bericht.

Zudem würde die Autonomie der Vorsorgeeinrichtungen zu stark eingeschränkt, weil ein einheitliches Risikomodell nicht deren jeweiligen Eigenheiten entsprechen würde. Nach Ansicht des Bundesrats verfügt die Aufsicht über die Pensionskassen über ausreichend zuverlässige Instrumente, um die Risiken beurteilen zu können.

Dazu gehört insbesondere der Deckungsgrad. Dieser gibt an, welchen Anteil ihrer Verpflichtungen gegenüber den Versicherten eine Vorsorgeeinrichtung auf einen Schlag erfüllen könnte. Der Deckungsgrad ist damit ein Indikator für die finanzielle Gesundheit einer Pensionskasse.

(AWP)