Bundesrat legt Kontingente für Arbeitskräfte aus Drittstaaten fest

Der Bundesrat hat für 2019 die Zahl der Aufenthaltsbewilligungen für Erwerbstätige aus Drittstaaten erhöht. Die Kontingente für Kurzaufenthaltsbewilligungen werden reduziert.
28.09.2018 18:30

In der Gesamthöhe seien die Kontingente für Erwerbstätige aus Drittstaaten und Dienstleistungserbringer aus der EU/EFTA wieder auf dem Niveau von 2014, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung.

Die Aufenthaltsbewilligungen (B) werden um 1000 Kontingente aufgestockt. Im Gegenzug werden die Kurzaufenthaltsbewilligungen (L) um 500 Kontingente reduziert. Damit würden die Interessen der Wirtschaft berücksichtigt, schreibt der Bundesrat.

Insgesamt sollen im kommenden Jahr 8500 Spezialistinnen und Spezialisten aus Drittstaaten rekrutiert werden können: 4500 mit Aufenthaltsbewilligung und 4000 mit Kurzaufenthaltsbewilligung. Die 1000 zusätzlichen Aufenthalterkontingente gehen in die Bundesreserve. Damit kann der Bund zusätzlichem Bedarf von Kantonen auf Gesuch hin flexibel Rechnung tragen.

Die Höchstzahlen für Dienstleistungserbringer aus EU-/EFTA-Staaten mit einer Einsatzdauer von über 90 respektive 120 Tagen bleiben unverändert. Zur Verfügung stehen 3000 Bewilligungen für Kurzaufenthalter und 500 für Aufenthalter. Die quartalsweise Vergabe will der Bundesrat beibehalten.

Am 1. Juli ist die Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit in Kraft getreten. Bereits einen Monat nach der Einführung sei die Zahl der gemeldeten offenen Stellen deutlich gestiegen, schreibt der Bundesrat. Im Juli meldeten die Unternehmen 30'004 offene Stellen, 13'150 mehr als im Juni.

mk

(AWP)