Bundesrat passt Lohnsystem in der Verwaltung leicht an

Der Bundesrat will das Lohnsystem der Verwaltung anpassen. Auf einschneidende Massnahmen verzichtet er aber. Die Personalverbände zeigen sich erleichtert. Mit dem Herumschrauben am Lohnsystem müsse Schluss sein, schreiben sie.
28.06.2017 17:44

Zur Diskussion stand die Abschaffung des Ortszuschlags, der unterschiedliche Lebenshaltungskosten schweizweit ausgleicht. Dieser wird nun aber beibehalten. Anpassungen will der Bundesrat unter anderem bei den Leistungsprämien vornehmen. Er hat das Finanzdepartement beauftragt, ihm eine entsprechende Änderung der Bundespersonalverordnung zu unterbreiten.

Mitarbeitende, die das Maximum ihrer Lohnklasse noch nicht erreicht haben, erhalten künftig eine geringere Leistungsprämie. Das Maximum liegt neu bei 5% des Höchstbetrags der Lohnklasse. Weiter können Arbeitsmarktzulagen künftig höchstens fünf Jahre lang ausgerichtet werden. Diese dienen dazu, auf dem Arbeitsmarkt stark umworbene Personen zu gewinnen oder zu behalten.

Bei der jährlichen Lohnentwicklung gibt es dagegen eine Veränderung zugunsten der Angestellten: Bei guter oder sehr guter Leistung kann der Lohn etwas stärker steigen, bei ungenügender Leistung kann er stärker sinken. Damit erreichen Mitarbeitende mit guten Leistungen schneller das Maximum der Lohnklasse.

Aus Sicht der Personalverbände genügt das allerdings nicht. Auch so brauche eine Sekretärin beim Bund noch immer dreissig Jahre, bis sie den Funktionslohn erreicht habe, kritisiert die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) in ihrer Mitteilung.

cp/

(AWP)