Bundesrat passt Risikoausgleichsverordnung punktuell an

Nur ein Jahr nach Inkrafttreten der Verordnung über den Risikoausgleich in der Krankenversicherung (VORA) passt der Bundesrat diese bereits wieder an. Die Änderungen sollen hauptsächlich die Berechnung des Risikoausgleichs und der Prämien optimieren.
11.09.2020 12:23

Im Risikoausgleich der obligatorischen Krankenversicherung werden seit Anfang 2020 pharmazeutische Kostengruppen berücksichtigt. So können Patientinnen und Patienten ermittelt werden, die an kostenintensiven chronischen Krankheiten leiden. Die Versichertenstruktur der einzelnen Kassen wird dadurch besser ausgeglichen, was die Jagd nach jungen, gesunden Versicherten weniger interessant macht.

Gewisse Anpassungen erwiesen sich laut den Versicherern jedoch noch nicht als ausreichend für die Validierung und den Nachvollzug der Berechnung des Risikoausgleichs wie auch für die korrekte Kalkulierung der Prämien und der Rabatte bei den Versicherungsmodellen. Deshalb hat der Bundesrat in Ansprache mit dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) die Verordnung nun ergänzt, um bestimmte technische Informationen zu den Versicherten zu erhalten, wie er am Freitag mitteilte.

Die Fristen für die Datenlieferung würden zudem verkürzt - dies ebenfalls mit dem Ziel, die Berechnung der Prämien und der Rabatte bei den Versicherungsmodellen zu optimieren. Das betrifft sowohl die Fristen für die Versicherer als auch diejenigen für die Gemeinsame Einrichtung KVG, die den Risikoausgleich durchführt. Die Verordnungsrevision tritt 2021 in Kraft.

(AWP)