Bundesrat regelt Details der Rentenreform

Am 24. September 2014 stimmt die Schweiz über die Reform der Altersvorsorge ab. Am Freitag hat der Bundesrat die Verordnung dazu in die Vernehmlassung geschickt. Bei einer Annahme könnte die Reform so rechtzeitig in Kraft gesetzt werden.
16.06.2017 15:40

Ein Teil würde schon Anfang 2018 in Kraft treten. Ab diesem Datum wird das Rentenalter der Frauen über drei Jahre hinweg schrittweise auf 65 Jahre angehoben. Auch die Bestimmungen über die Flexibilisierung des Rentenalters und der AHV-Zuschlag werden ab 2018 umgesetzt.

Die zusätzlichen 70 Franken und die höhere Ehepaarrente werden jedoch erst ab Anfang 2019 ausgezahlt. Es handelt sich um Kompensationsmassnahmen, unter anderem für die Senkung des Mindestumwandlungssatzes auf 6 von 6,8%. Dieser gilt erst ab 1. Januar 2019, weshalb vorher keine Kompensation nötig ist.

Die Anpassungen in der zweiten Säule treten ein Jahr später in Kraft, damit die Versicherer ausreichend Zeit für die Umstellung haben. Im Wesentlichen müssen höhere Pensionskassenbeiträge gezahlt werden, damit die Rente bei der Pensionierung trotz tieferem Umwandlungssatz ungefähr gleich hoch ausfällt.

Wer am 1. Januar 2019 45 Jahre alt ist, geniesst eine Besitzstandsgarantie. Weil das Gesetz nicht eindeutig ist, schlägt der Bundesrat für den vorzeitigen Altersrücktritt zwei Varianten vor. Entweder profitieren auch jene von der heute geltenden Regelung, die vor dem ordentlichen Rentenalter in Pension gehen, oder sie verlieren diesen Anspruch. Die Vernehmlassung dauert bis zum 6. Oktober 2017.

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(AWP)