cash-WEF-Splitter: Meditieren mit Goldie

Wieder mal ein neuer italienischer Premier am WEF --- Superteuer vs gratis: Die zwei gegensätzlichen Bars im Fünfsternehotel -- Und: Eine US-Schauspielerin bringt den WEF-Teilnehmern das Meditieren nahe.
23.01.2014 00:55
Von Daniel Hügli, Davos
Goldie Hawn (hier mit Hund Uggie) will den Managern das Meditieren beibringen.
Goldie Hawn (hier mit Hund Uggie) will den Managern das Meditieren beibringen.
Bild: Bloomberg

Der cash-WEF-Splitter informiert täglich bis Freitag über Auf- und Abfälliges am Treffen der Weltwirtschaftsführer und Spitzenpolitiker.

Nichts ist so unsicher wie der nächste italienische Ministerpräsident am WEF, sagen Spötter. Letztes Jahr letzten Jahr war es Mario Monti, der das WEF sogar eröffnete. Nun, Monti ist, wie wir seit letztem April wissen, vorläufig politische Geschichte. Neu am WEF ist sein Nachfolger Enrico Letta. Er diskutiert am Donnerstagabend mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Siemens-CEO Joe Kaeser, Irlands Premier Enda Kenny und Schwedens Premier Frederik Reinfeldt über die Wettbewerbsfähigkeit Europas.

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Im gestrigen cash-WEF-Splitter war die Rede von der Abzocker-Mentalität vieler Davoser während des WEF. Zu ihrer Verteidigung muss man sagen, dass die Abzocke auch die ausländischen WEF-Partner erfasst hat. In der Lounge des US-Business-Newssenders CNBC- ein Container-ähnlicher Anbau beim Fünfsternhotel Steigenberger Grandhotel Belvédère - bezahlt der Gast für ein Glas Mineralwasser 8.50 Franken, für einen Kaffee 7.50. Der 0,1 Dezi Rotwein schlägt mit 17.50 zu Buche, ein normales Club Sandwich ohne Schnick-Schnack hinterlässt eine 40-Franken-Spur im Geldbeutel. Langjährige WEF-Besucher wissen: Die Steigenberger Hotel-Bar - einen Stock und 20 Schritte von der CNBC-Lounge entfernt - hat jedes Jahr einen Sponsor. Dann gibts fünf Tage alles Flüssige gratis.

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Der Donnerstagmorgen bietet den WEF-Teilnehmern im Kongresszentrum etwas besonderes. Meditieren mit (Ex-) Hollywood-Star Goldie Hawn ist angesagt. Die 68-jährige Schauspielerin, die durch Filme wie "Shampoo" oder "Club der Teufelinnen" bekannt wurde, nimmt gleich an zwei Panels zu dem Thema Meditation teil, eines davon mit Wissenschaftlern und dem buddhistischen Mönch Matthieu Ricard. Die beiden Podien gehören zu den 25 WEF-Veranstaltungen, bei denen sich alles um Wellness, psychische Verfassung und mögliche schädliche Folgen der Technologie auf das Gehirn dreht.