China hält sich Massnahmen gegen US-Handelsbeschränkungen vor

China hat sich mögliche Vergeltungsmassnahmen gegen jüngste Handelsbeschränkungen durch die US-Regierung vorbehalten. China werde gegebenenfalls Massnahmen zur Gewährleistung der eigenen Interessen ergreifen, sagte ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums am Dienstag vor Journalisten. Er wurde zuvor gefragt, ob China auf den jüngsten Vorstoss der US-Regierung im Handelskonflikt der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt reagieren werde.
08.10.2019 11:12

Wegen einer "brutalen Unterdrückung" der muslimischen Minderheit der Uiguren hatten die USA in der Nacht zum Dienstag 28 chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen auf eine schwarze Liste gesetzt. Dadurch würden Exporte an diese Unternehmen eingeschränkt, hiess es in einer Mitteilung des Handelsministeriums. Die betroffenen Unternehmen würden in eine Liste von Organisationen aufgenommen, von denen davon ausgegangen werde, dass sie ein Risiko für die nationale Sicherheit oder die aussenpolitischen Interessen darstellten.

Der jüngste Schlagabtausch erfolgte nur wenige Tage vor neuen Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Das Weisse Haus hatte mitgeteilt, Washington wolle Ende der Woche die Verhandlungen mit Peking wieder aufnehmen./jkr/jsl/jha/

(AWP)