China startet Milliarden-Fonds für Umbau von Staatsfirmen

Berlin (awp/sda/reu) - China will einem Medienbericht zufolge mit einem umgerechnet fast 51 Milliarden Franken schweren Restrukturierungsfonds den Umbau unrentabler Staatsunternehmen vorantreiben. Zehn staatliche Firmen hätten dazu das Startkapital bereitgestellt, berichtete die von der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua herausgegebene Tageszeitung "Economic Information Daily" am Montag.
26.09.2016 13:04

Wie das restliche Geld zusammenkommen und dann konkret genutzt werden soll, blieb offen. Gemanagt wird der Fonds dem Blatt zufolge von der Behörde, die das Staatsvermögen verwaltet.

Die Regierung will staatliche Unternehmen reformieren. Viele leiden unter Überkapazitäten. Dagegen sollen Fusionen helfen mit dem Ziel, nationale Champions zu formen, die auf dem Weltmarkt bestehen können.

So wurden im vergangenen Jahr die beiden Zughersteller China CNR und China CSR zusammengelegt. Um schmerzliche Einschnitte wie Entlassungen abzufedern, wird der neue Fonds bereitgestellt.

Andere Länder gehen ähnlich vor - etwa Südkorea, das damit vor allem den staatseigenen Banken hilft, die im kriselnden Schiffsgeschäft tätig sind.

(AWP)