China stellt Diskriminierung europäischer Unternehmen in Abrede

China tritt Befürchtungen entgegen, mit seiner Industriepolitik ausländische Unternehmen beim Zugang zum chinesischen Markt zu diskriminieren. Der Minister für Industrie und Informationstechnologie, Miao Wei, sagte am Samstag, heimische und ausländische Firmen würden gleich behandelt.
11.03.2017 11:51

Er wies auch Vorwürfe zurück, wonach Peking "starken Druck" auf Auslandsunternehmen ausübe, ihre Spitzentechnologie auszuhändigen, um im Gegenzug zum chinesischen Markt zugelassen zu werden. Der Minister reagierte auf eine am Dienstag in Peking vorgestellte Studie der Europäischen Handelskammer in China zum Rückgang europäischer Investitionen in der Volksrepublik.

Demnach legt Peking mit seinem seit zwei Jahren geltenden Plan "Made in China 2025" zur Entwicklung von High-Tech-Produktion ausländischen Unternehmen nicht zuletzt beim Marktzugang Steine in den Weg. Miao sagte dazu, es handle sich um eine "Missdeutung".

Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua schrieb unterdessen zu der Studie, ausländische Unternehmen hätten in China lange Zeit "Privilegien" genossen, die für einheimische Firmen "unvorstellbar" gewesen seien. Diese "Sonderbehandlung" werde nun, da die Regierung den Markt entscheiden lasse, "schrittweise abgeschafft".

(AWP)